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Die Prophezeiung

Mit Bibelzitaten gespickter, spiritueller Horror-Thriller um eine teuflische Verschwörung und ein Jesus-ähnliches Kind.


Die Prophezeiung

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Erhältlich seit:
19.11.2001

Originaltitel: Bless the Child

Horror

USA 2000
Laufzeit: 103 Min.
FSK: ab 16

Kim Basinger
Jimmy Smits
Rufus Sewell

Regie: Charles "Chuck" Russell
Universum Film

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Die Prophezeiung

Die alleinstehende Krankenschwester Maggie aus Brooklyn erhält überraschend Besuch von ihrer heroinsüchtigen Schwester Jenna, die eben erst Mutter wurde. Kurz darauf ist Jenna wieder verschwunden, worauf sich Maggie fortan um Tochter Cody kümmert. Cody wächst behütet auf, zeigt aber scheinbar Anzeichen von Autismus. Als sie 6 ist, steht Jenna wieder auf der Matte und fordert Cody zurück. In ihrer Begleitung: ein höchst suspekter Sektenführer, gegen den das FBI wegen Kindsmordes ermittelt. Es stellt sich heraus, das Cody etwas ganz besonderes ist.

Aus der Abteilung religiöser Horrormotive stammt dieser O8/15-Okkultthriller von Chuck Russell ("Eraser", "Die Maske") mit stattlicher Promibesetzung. Keine geringere als Oscar-Preisträgerin Kim Basinger ("L.A. Confidential") spielt in dieser Hollywood-Variante einer modernen Messias-Ankunft die Mutter Maria, während "Dark City"-Kafka Rufus Sewell als Satans Stellvertreter auf Erden teuflische Miene zu mittelprächtigem Drehbuch macht. Sträflich unterbesetzt Christina Ricci, dafür reichlich Effektklimbim aus dem kleinen "Omen"-Baukasten.

Die Prophezeiung

Das Genre des spirituell-religiösen Horrorthrillers scheint dieser Tage nicht gerade mit allzu viel Erfolg gesegnet zu sein, wie die eher bescheidenen Einspielergebnisse von "End of Days" und "Die neunte Pforte" demonstrieren. In die selbe Nische reiht sich auch "Bless The Child" ein, der neben der üblichen Story vom Kampf des göttlich Guten gegen das beelzebubsche Böse von sündhaft schlechten Computereffekten geplagt wird. Dem Protagonistenteam Kim Basinger und der sechsjährigen Holliston Coleman wird daher kaum ein ähnlicher Karriereschub wie dem Gespann Bruce Willis und Haley Joel Osment in "The Sixth Sense" beschert werden.

Regisseur Chuck Russell, der sein Debüt mit dem dritten Teil der "Nightmare On Elm St."-Reihe gab und zudem den Jim-Carrey-Hit "Die Maske" und zuletzt "Eraser" mit Arnold Schwarzenegger inszenierte, meldet sich nun nach längerer Funkstille zurück. Unverzagt und ohne viel Gefühl für Erzählrhythmus oder Atmosphäre stürzt er sich sogleich mitten ins Storygestrüpp, das damit beginnt, dass Krankenschwester Maggie O'Connor (Basinger) im Bus von einer neuerlichen Betlehems-Stern-Prophezeihung informiert wird. Prompt wartet vor ihrer Tür ihre verwahrloste Junkieschwester Jenna, die sie seit Jahren nicht gesehen hat. Sie lässt ihr neugeborenes Baby Cody zurück, das die alleinstehende Maggie liebevoll großzieht. Sechs Jahre später besucht das scheinbar autistische Mädchen eine katholische Behindertenschule und legt wundersame Fähigkeiten an den Tag. Sie kann Objekte zum Rotieren bringen und erweckt eine tote Taube wieder zum Leben. Gleichzeitig wird New York von rituellen Kindermorden heimgesucht, die von einer satanischen Sekte ausgeführt werden. Alle Opfer haben eines gemeinsam: das exakt gleiche Geburtsdatum wie Cody. Zudem tritt Jenna, die mittlerweile mit dem undurchsichtigen Kultführer Eric Stark (Rufus Sewell aus "Dark City") verheiratet ist, auf den Plan und verlangt ihre Tochter zurück. Maggie ahnt zu Recht dämonische Intervention, denn Stark will die messianische Cody auf die Seite des Antichristen ziehen.

In Nebenrollen agieren Ex-"NYPD"-TV-Detective Jimmy Smits als FBI-Agent und Christina Ricci ("Sleepy Hollow") als heroinabhängige Kultabtrünnige, die für ihre Warnung buchstäblich einen Kopf kürzer gemacht wird. Beide kommen jedoch relativ wenig zum Einsatz: Wie schon in "Ich träumte von Afrika" steht hauptsächlich eine nicht allzu inspiriert wirkende Kim Basinger im Mittelpunkt. Sie ist es auch, die die teuflischen Visionen sieht, die aus tausenden von Ratten und fliegenden Damönen bestehen. Die Effekte erzielen jedoch statt des vorgesehenen Gruselschauers in erster Linie unfreiwillige Lacher, da sie in ihrer Ausführung kaum TV-Standard überschreiten. Mit 9,1 Mio. Dollar solide auf Platz sieben der US-Charts angelaufen, wird es das bibelzitierende Okkultdrama aus der "Das Omen"-Schule schwer haben, sich am US-Boxoffice durchzusetzen. Für die deutsche Auswertung stehen die Sterne besser. ara.

Darsteller:  Kim Basinger   als Maggie O'Connor
  Jimmy Smits   als John Travis
  Rufus Sewell   als Eric Starc
  Holliston Coleman   als Cody
  Angela Bettis   als Jenna
  Christina Ricci   als Cheri
  Michael Gaston   als Bugatti
  Lumi Cavazos   als Schwester Rosa
  Dimitra Arliss   als Dahnya
  Eugene Lipinski   als Stuart
  Anne Betancourt   als Maria
  Sir Ian Holm   als Rev. Grissom
 
Regie:  Charles "Chuck" Russell  
Buch:  Tom Rickman  
  Cliff Green  
  Ellen Green  
Musik:  Christopher Young  
Kamera:  Peter Menzies jr.  
Produzent:  Mace Neufeld  
 

Fassungen

 

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Features

 

Star

Kim Basinger

Ihr nächtlicher Striptease zwischen Gardinen im Neonlicht und das Sex-Vorspiel mit Eis und Früchten am Kühlschrank in "9 1/2 Wochen" machten...

 

Star

Christina Ricci

Kinderstar in Fantasy-Filmen, pummelige Kindfrau, Superbiest, das es faustdick hinter den Ohren hat, und Independent-Ikone mit Hang zu...