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Die purpurnen Flüsse 2 - Die Engel der Apokalypse

Fortsetzung des spannend-gruseligen Thrillers, der Jean Reno auf der Suche nach einem Serienkiller in ein Kloster in den französischen Berge führt.


Die purpurnen Flüsse 2 - Die Engel der Apokalypse

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Erhältlich seit:
20.08.2010

Originaltitel: Les rivières pourpres 2 - Les anges de l'apocalypse

Thriller

Frankreich 2004
Laufzeit: 99 Min.
FSK: ab 16

Jean Reno
Benoît Magimel
Christopher Lee

Regie: Olivier Dahan
Universum Film

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Nach einem Drehbuch von Luc Besson kämpft Jean Reno in der Fortsetzung des französischen Kult-Thrillers gegen das Ende aller Tage.

Noch sind Niemans und Reda ratlos, doch die Wissenschaftlerin Marie hilft den Cops auf die Sprünge (Foto: Tobis) Großansicht

Noch sind Niemans und Reda ratlos, doch die Wissenschaftlerin Marie hilft den Cops auf die Sprünge (Foto: Tobis)

Seit Umberto Ecos "Der Name der Rose" ist hinlänglich bekannt, wie mysteriös es hinter Klostermauern zugehen kann. Und dass der klerikale Schrecken nicht aufs finstere Mittelalter beschränkt ist, beweist nun Frankreichs Film-Guru Luc Besson ("Das Fünfte Element").

Er schrieb das Drehbuch zur Fortsetzung des gallischen Überraschungshits "Die purpurnen Flüsse" aus dem Jahr 2001. Erneut ist es Weltstar Jean Reno ("Leon - Der Profi"), der als abgebrühter Kommissar Niemans für die mysteriösen und obskuren Fälle zuständig ist. Und dieses Mal hat er eine besonders harte Nuss zu knacken: Im Kloster Lothaire wird das Opfer eines Ritualmordes entdeckt, das erst vor wenigen Tagen das Zeitliche gesegnet hat.

Teufelswerk? Präzision und Brutalität kennzeichnen die Morde der apokalyptischen Engel (Foto: Tobis) Großansicht

Teufelswerk? Präzision und Brutalität kennzeichnen die Morde der apokalyptischen Engel (Foto: Tobis)

Die Apokalypse naht

Bei seinen Ermittlungen findet Niemans heraus, dass der Ermordete Mitglied eines kultischen Zirkels war, einer Runde von zwölf Aposteln, die einem wiedergekehrten Jesus huldigen. Ausgerechnet der läuft im Nachbar-Department einem Schüler Niemans, dem aufstrebenden Inspektor Reda (Benoît Magimel), vors Auto.

Ohne Stigmata, dafür mit einem frischen 9MM-Einschussloch versehen, scheint auch Jesus auf der Liste der Mörder aus dem Kloster zu stehen. Halb ohnmächtig faselt er von den "Engeln der Apokalypse".

Reda kann ihn retten, doch bereits im Krankenhaus versucht einer der in Mönchskutten gehüllten Killer, die offenbar übermenschliche Kräfte besitzen, erneut zuzuschlagen.

Im abgelegenen Kloster Lothaire laufen alle Fäden in dem mysteriösen Fall um grausame Ritual-Morde zusammen (Foto: Tobis) Großansicht

Im abgelegenen Kloster Lothaire laufen alle Fäden in dem mysteriösen Fall um grausame Ritual-Morde zusammen (Foto: Tobis)

Mörderische Engel

Alle Spuren führen zurück zum Kloster Lothaire. Dort trifft unterdessen der geheimnisvolle Diplomat Heinrich von Garten ("Herr der Ringe"-Star Christopher Lee) ein.

Reda und Niemans machen sich gemeinsam auf die Fährte der anderen Sektenmitglieder. Mit Hilfe der Wissenschaftlerin Marie finden sie heraus, dass die Apostel Informationen über ein Buch besitzen, das der Legende nach das Ende der Welt herbeiführen kann.

Und auf der Suche nach diesem Buch machen die Engel der Apokalypse weder vor dem Sohn Gottes, noch vor dessen Jüngern und schon gar nicht vor zwei lästigen Polizisten Halt...

Die graue Eminenz in Sachen Apokalypse: Christopher Lee (Foto: Tobis) Großansicht

Die graue Eminenz in Sachen Apokalypse: Christopher Lee (Foto: Tobis)

Balance-Akt

Dem Regisseur Olivier Dahan gelingt es in seinem düsteren Horror-Thriller perfekt, die Balance zwischen nervenaufreibender Spannung und hyperdynamischer Action zu halten.

Dazu dirigiert er sein hochklassiges Ensemble gekonnt durch einen wendungsreichen Plot, der den Zuschauer auf eine rasante Achterbahnfahrt zwischen biblischem Mystizismus, mittelalterlichen Legenden und internationalen Verschwörungstheorien führt.

Die purpurnen Flüsse 2 - Die Engel der Apokalypse

Drei Jahre nachdem in einer abgeschiedenen Alpenuniversität kreativ gezüchtet und gemordet wurde, wird Jean Renos Kommissar für außergewöhnliche Fälle an einen neuen Tatort gerufen. Dieses Mal geht es um nichts weniger als die biblische Apokalypse, ein ominöses, von Gott geschriebenes Buch und, wie "Die Passion Christi", um einen Mann namens Jesus, der seines Lebens, aber auch seiner Jünger beraubt werden soll. Weil schon der Vorgänger in den deutschen Kinos mit über 800.000 Zuschauern gut abschnitt, ist es wohl Vorbestimmung und kein Wunder, wenn dies auch dem Nachfolger gelingt.

War das Original noch eine Adaption eines Bestsellers von Jean-Christophe Grangé, so übernimmt das in Frankreich bereits sehr erfolgreiche Sequel die Hauptfigur des Kommissars Niemans (Reno), das Konzept zweier zusammenführender Fälle und den düsteren Background, um damit einen neuen Plot mit absurden Touch zu stricken, für den hier Frankreichs Hitgarant Luc Besson verantwortlich zeichnet. Für die Regie verpflichtet wurde Olivier Dahan, der in seinem fünften Kinofilm Stärken und Schwächen vereint, die für ehemalige Clipspezialisten nicht untypisch sind. Dazu gehören eine hyperaktive Kamera, ein gutes Gefühl für die Kinetik von Actionsequenzen und die Lust am Bild, aber auch sehr artifizielle Lichtsetzung und eine dramaturgische Gestaltung, die auf den Effekt setzt und Glaubwürdigkeit ignoriert. Bessons Drehbuch vermischt Sektenkult mit "Der-Name-der-Rose"-Atmosphäre, hat seine zentralen Schauplätze in einem abgelegenen Kloster, in Tunneln und Geheimgängen entlang der Maginot-Linie, des unfertig aufgegebenen französischen Verteidigungswalls. Meteorologisch dominiert der Regen, zeitlich die Nacht, während die Mönche des Klosters Lothaire im Auftrag eines mächtigen Hintermannes Jagd auf eine Jesus-Sekte machen, um die Sieben Siegel der Apokalypse zu öffnen, um über das Buch Gottes mit eben diesem "kommunizieren" zu können. Dafür aber müssen der moderne Jesus und seine zwölf Apostel, die die gleichen Namen und Berufe haben wie ihre biblischen Vorbilder, sterben. Diese Erkenntnis muss Niemans sich aber erst erarbeiten, gleichzeitig weitere Morde zu verhindern versuchen. Nach etwa 40 Minuten erhält er Unterstützung von einer Religionswissenschaftlerin, die mittlerweile bei der Polizei arbeitet, und seinem ehemaligen Schüler Reda, der ursprünglich in einem anderen Fall ermittelt.

Frankreichs in Kunst- und Kommerzfilmen gleichermaßen einsetzbare Allzweckwaffe Benoit Magimel spielt diesen Aktivposten, der wie schon Vincent Cassel im Vorgänger für den Körpereinsatz zuständig ist und mit Reno ein sympathisches Team bildet. Auch wenn die Handlung kaum Gründe liefert, ernst genommen werden zu müssen, und das geöffnete Buch Gottes im Unterschied zu Spielbergs Bundeslade wenig Spektakuläres zu bieten hat, können Thrillerfans im Copduo, vor allem aber einigen Actionsequenzen Kompensation finden. Dazu gehört auch eine frenetische, extrem vitale Verfolgungsjagd zu Fuß, die vorbildhaft für den Film insgesamt hätte sein müssen. Denn sie ist unglaubwürdig, aber trotzdem mitreissend. kob.

Die purpurnen Flüsse 2 - Die Engel der Apokalypse

Die spannende Fortsetzung des okkulten Horrorthrillers "DIE PURPURNEN FLÜSSE" mit Jean Reno und Benoît Magimel Grausame Leichenfunde bringen Kommissar Niemans (Jean Reno) und seinen ehemaligen Polizeischüler Reda (Benoît Magimel) auf die Spur unheimlicher Killer, die in Mönchskutten mit schier übermenschlichen Kräften Jagd auf eine Jesussekte machen. Gemeinsam stoßen die beiden Ermittler auf weitere Ritualmorde, apokalyptische Vorzeichen und ein rätselhaftes versiegeltes Buch, das ein grausames Geheimnis verbirgt und den Schlüssel zum Weltuntergang in sich trägt.

Quelle: Universum Film

Laufzeit Bonusmaterial ca. 138 Minuten
- Das "Making Of"
- Von Engeln und Flüssen
- Featurettes (Beleuchtung, Waffen, Szenenbild, Leichen, Sound Design,
Interaktives Feature Surround-Mix)
- Entfernte Szene
- Teaser
- Trailer & TV-Spot

Quelle: Universum Film

Darsteller:  Jean Reno   als Niemans
  Benoît Magimel   als Reda
  Christopher Lee   als Heinrich von Garten
  Camille Natta   als Marie
  Augustin Legrand   als Jesus
  Johnny Hallyday   als der einäugige Eremit
  Gabrielle Lazure   als Jesus' Frau
 
Regie:  Olivier Dahan  
Buch:  Luc Besson  
Musik:  Colin Towns  
Kamera:  Alex Lamarque  
Produzent:  Alain Goldman  
 

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