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Die purpurnen Flüsse

Kompromissloser Serienkiller-Thriller im Stil von "Sieben", in dem zwei Polizisten gemeinsam einem grausamen Geheimnis auf die Spur kommen.


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Erhältlich seit:
27.10.2008

Originaltitel: Les rivières pourpres

Thriller

Frankreich 2000
FSK: ab 16

Jean Reno
Vincent Cassel
Nadia Farès

Regie: Mathieu Kassovitz
Universum Film

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Die purpurnen Flüsse

Der wegen seiner unorthodoxen Arbeitsmethoden gefürchtete Inspektor Pierre Niémans soll in der Universitätsstadt Guernon nahe Grenoble eine mysteriöse Mordserie klären. Zur gleichen Zeit recherchiert der heißblütige Kommissar Max Kerkerian einen Fall von Grabschändung. Es dauert nicht lange, da münden die beiden Untersuchungen ineinander. Und während es unmöglich scheint, dass sich Niémans und Kerkerian jemals auf eine gemeinsame Problemlösung einigen können, treibt der eiskalte Killer weiter sein Unwesen...

Ein feiner Serienkiller-Thriller in der Tradition von US-Produktionen wie "Hannibal", der auf dem 1997 erschienen Bestseller von Jean-Christophe Grangé basiert, ist dem jungen Franzosen Mathieu Kassovitz ("Hass") hier gelungen. Grandiose Bilder, ein opulentes Produktionsdesign und der virtuose Umgang mit Sound-Effekten zeichenen dieses ambitionierte Werk aus, das die beiden überragenden Hauptdarsteller Jean Reno und Vincent Cassel nahezu mühelos transportieren. Ein todsicherer Tipp für Krimi-Fans.

Die purpurnen Flüsse

Action made in France. Für Mathieu Kassovitz kein Problem. Nach "Hass" und "Assassin(s)" befreit er sich in seinem neuen Thriller von den Fesseln sozialer Themen, setzt auf pure Unterhaltung. In einer obskuren Alpenuniversität treibt ein scheinbar wahnsinniger Serienkiller sein Unwesen, des Rätsels Lösung liegt in der Vergangenheit.

Nach zwei Jahren Filmabstinenz meldet sich Frankreichs Renommierregisseur vehement zurück. Erstmals schrieb er nicht selbst das Drehbuch, sondern nahm den gleichnamigen Roman von Jean-Christophe Grangé als Vorlage, die er dann gemeinsam mit dem Autor für die Leinwand adaptierte. Manchmal könnte man meinen, David Finchers "Sieben" habe Pate gestanden. In Guernon, einem kleinen Universitätsstädtchen in den Alpen, wird ein verstümmelter Leichnam gefunden. Die Untersuchung leitet der etwas bärbeißige Polizeikommissar Pierre Niémans aus Paris, der auf eine Mauer des Schweigens stößt, die eingeschworene Gemeinschaft von Lehrern und Lernenden begegnet jedem Fremden mit Skepsis. Zur gleichen Zeit beschäftigt sich sein Kollege Max Kerkérian 300 km entfernt mit der Schändung des Grabes eines 1982 gestorbenen Kindes. Auf unheimliche Weise sind diese beiden Fälle verknüpft. Im Verlauf der Recherchen häufen sich bestialischen Morde, die auf den ersten Blick so freundliche Eliteuniversität entpuppt sich als geheimes Labor, in dem man ungeniert und anachronistisch Nazirassenideologie pflegt. In diesem undurchsichtigen Kreis würden sich auch Dr. Mabuse und Frankenstein zu Hause fühlen. Nur die junge Wissenschaftlerin Fanny Fereira scheint mit beiden Beinen auf dem Boden der Wirklichkeit zu stehen und den Cops helfen zu wollen.

Mit Jean Reno, Vincent Cassel und Nadia Farès gelang Kassovitz eine gute schauspielerische Kombination, die Gegensätzlichkeit der Figuren erhöht die psychologische Spannung. In der düsteren Atmosphäre der wie ein Bollwerk gegen den Rest der Welt wirkenden Uni entwickelt er die Geschichte einer seltsamen Rache, bis zum überraschenden Ende tappt man im Dunkeln. Der tödliche Countdown auf dem Gletscher in über 3000 Meter Höhe stellte eine große technische Herausforderung für das Team dar. Die an den Haaren herbeigezogene Auflösung ist leider unglaubwürdig und der Mottenkiste eines Horrorfilms entsprungen. Das mag logisch denkende Zuschauer irritieren, nichtsdestotrotz zählt "Die purpurnen Flüsse" wohl zu den besten Actionfilmen aus Frankreich und kann es locker mit jedem US-Film dieses Genres aufnehmen. mk.

Darsteller:  Jean Reno   als Pierre Niemans
  Vincent Cassel   als Max Kerkerian
  Nadia Farès   als Fanny Ferreira
  Dominique Sanda   als Schwester Andree
  Karim Belkhadra   als Kapt. Dahmane
  Jean-Pierre Cassel   als Dr. Cherneze
  Didier Flamand  
  François Levantal  
  Francine Berge  
  Philippe Nahon  
 
Regie:  Mathieu Kassovitz  
Buch:  Jean-Christophe Grangé  
  Mathieu Kassovitz  
Musik:  Bruno Coulais  
Kamera:  Thierry Arbogast  
Produzent:  Alain Goldman  
 

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