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Die Queen

Feinfühliges Drama von Stephen Frears über Tony Blair, der nach dem Tod von Prinzessin Diana versucht, das Volk mit ihrer Königin auszusöhnen.


Die Queen

Leihvideo

Erhältlich seit:
02.08.2007

Originaltitel: The Queen

Drama

Großbritannien/Frankreich/Italien 2006
Laufzeit: 100 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Helen Mirren
James Cromwell
Alex Jennings

Regie: Stephen Frears
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Mit einer großartigen Helen Mirren in der Titelrolle erzählt der britische Meisterregisseur Stephen Frears von den Ereignissen nach Lady Dianas Tod im September 1997.

Die Queen zeigt sich von Dianas Tod unbeeindruckt (Foto: Concorde) Großansicht

Die Queen zeigt sich von Dianas Tod unbeeindruckt (Foto: Concorde)

Um den tragischen Tod von Lady Di ranken sich auch knapp zehn Jahre nach den Geschehnissen in einem Pariser Straßentunnel die wildesten Gerüchte. Stephen Frears, Schöpfer von Kinohighlights wie "Gefährliche Liebschaften" und "Mein wunderbarer Waschsalon", interessiert sich in "Die Queen" allerdings weniger für die von aller Welt geliebte Prinzessin von Wales, sondern für deren Schwiegermutter, Königin Elizabeth II.

Die Queen (Helen Mirren) residiert gerade mit ihrer Familie auf Balmoral Castle, als sie mit dem Tod von Lady Di konfrontiert wird. Vor der öffentlichen Trauer verschanzt sie sich auf ihrem Schloss hinter dem angestaubten Protokoll des Hofes. Doch die überwältigenden Reaktionen der Bevölkerung machen aus der Privat- eine Staatsaffäre.

Als der Druck der Öffentlichkeit immer größer wird und die Welt mit Unverständnis auf das Schweigen der Royal Family reagiert, ist es der soeben ins Amt gewählte Premierminister Tony Blair (dynamischer Sunnyboy: Michael Sheen), der Elizabeth II. zu einem entscheidenden Statement vor laufenden Kameras bewegen kann ...

Premierminister Tony Blair bittet die Queen dringend um eine Stellungnahme (Foto: Concorde) Großansicht

Premierminister Tony Blair bittet die Queen dringend um eine Stellungnahme (Foto: Concorde)

Königin von England vs. Königin der Herzen

Mit großem Einfühlungsvermögen nähert sich Frears dem Dilemma an, in dem sich die britische Königin in jenen Septembertagen des Jahres 1997 befand: hin- und hergerissen zwischen Bewahrung der Etikette und dem bitteren Eingeständnis, viel weniger Popularität als die ungeliebte Schwiegertochter zu besitzen.

Dabei kommt dem Blick durchs Schlüsselloch in den Königspalast vor allem die Besetzung der Titelrolle zu Gute. Denn Helen Mirren spielt nicht, sie ist die Queen, in jeder Geste, jeder Mimik, jedem Blick. Erster Lohn: der Preis für die beste weibliche Hauptrolle auf der Biennale 2006 in Venedig. Nun winkt sogar ein Goldjunge für die Britin, Stephen Frears ist als bester Regisseur für einen Oscar nominiert. Zudem hat das Drama Chancen in den Kategorien Bester Film, Bestes Originaldrehbuch, Bestes Kostüm und Beste Filmmusik.

Die Queen

Stephen Frears' akribisch recherchiertes Drama, das sich mit den Reaktionen des britischen Königshauses auf Lady Dianas Tod beschäftigt, wurde auf der Biennale 2006 mit dem Script-Preis und der Coppa Volpi für Helen Mirren ausgezeichnet.

Um den tragischen Tod von Lady Di ranken sich auch neun Jahre nach den Geschehnissen in einem Pariser Straßentunnel die wildesten Gerüchte. Aus diesem Stoff hätte man längst einen reißerischen, spekulativen Krimi machen können. Doch Stephen Frears, 1941 in Leicester geboren, Brite durch und durch, also auch mit dem Königshaus und all seinen Marotten groß geworden, hatte so etwas nicht im Sinn. Im Gegenteil. In "The Queen" - der Titel lässt es schon vermuten - kümmert er sich weniger um die von aller Welt geliebte und verehrte Prinzessin von Wales, sondern um deren Schwiegermutter, Königin Elizabeth II., genauer gesagt, um deren Reaktion auf die Nachricht aus Paris. Indem er Archivaufnahmen - wie etwa vom Blumenmeer vor den Toren des Buckingham Palace - einstreut, erzielt Frears zusätzliche Authentizität, was die Glaubwürdigkeit seiner fiktiven, aber ausgezeichnet recherchierten Story erhöht: Die Queen (schlichtweg superb: Helen Mirren) residiert gerade mit ihrer Familie auf Balmoral Castle, als sie mit dem Tod von Lady Di konfrontiert wird. Mit ihrem Gatten Prince Philip (James Cromwell) ist sie sich schnell einig, die Sache nicht zur Staatsaffäre zu machen und nur im engsten Familienkreis zu trauern. Doch als der Druck der Öffentlichkeit immer größer wird, das britische Volk sich von ihrer Königin im Stich gelassen fühlt und die ganze Welt mit Unverständnis auf das Schweigen der Royal Family reagiert, ist es schließlich der soeben ins Amt gewählte Premierminister Tony Blair (dynamischer Sunnyboy: Michael Sheen), der Elizabeth II ins Gewissen redet und sie zu einem Statement vor laufender Kamera bewegen kann...

Mit viel Subtilität und großem Einfühlungsvermögen nähert sich Frears, der zuletzt mit "Lady Henderson präsentiert" britische Geschichte humorvoll darbot, dem Dilemma an, in dem sich das britische Königshaus in jenen September-Tagen des Jahres 1997 befand: hin- und hergerissen zwischen Pflichterfüllung, Bewahrung der Etikette und dem bitteren Eingeständnis, weitaus weniger Popularität als die ungeliebte Schwiegertochter zu besitzen. Dabei kommt dem bewegenden Drama nicht nur das ausgezeichnet ausgearbeitete Script von Peter Morgan zu Gute, sondern die Besetzung der Titelrolle. Denn Helen Mirren spielt nicht, sie ist die Queen, in jeder Geste, jeder Mimik, jedem Blick. Das blieb auch der diesjährigen Biennale-Jury nicht verborgen. Neben dem Drehbuchpreis für Morgan erhielt Mirren die Coppa Volpi für die beste weibliche Schauspielleistung. lasso.

Darsteller:  Helen Mirren   als Queen Elizabeth II
  James Cromwell   als Prince Philip
  Alex Jennings   als Prince Charles
  Roger Allam   als Robin Janvrin
  Sylvia Syms   als Queen Mutter
  Tim McMullen   als Stephen Lamport
  Robin Soans   als Equerry
  Lola Peploe   als Jarvins Sekretärin
  Douglas Reith   als Lord Airlie
  Joyce Henderson   als Dienstmädchen
  Pat Laffan   als Haushofmeister
  Michael Sheen   als Tony Blair
  Jake Taylor Shantos   als Prinz William
  Dash Barber   als Prinz Harry
 
Regie:  Stephen Frears  
Buch:  Peter Morgan  
Musik:  Alexandre Desplat  
Kamera:  Affonso Beato  
Produzent:  Andy Harries  
  Christine Langan  
  Tracey Seaward  

Tarantino umgarnt Helen Mirren

Die Königin der Charakterrollen trifft auf den König der Action-Groteske. Auf das mittelalterliche Ergebnis kann man nur gespannt sein.

Quentin Tarratino sieht in Helen Mirren seine Queen (Foto: Concorde/Kurt Krieger) Großansicht

Quentin Tarratino sieht in Helen Mirren seine Queen (Foto: Concorde/Kurt Krieger)

Sie gilt als eine der größten Schauspielerinnen Hollywoods - und zugleich als eine der interessantesten Frauen: Helen Mirren. Mit 19 Jahren war sie die jüngste Schauspielerin, die jemals in die ehrwürdige "Royal Shakespeare Company" aufgenommen wurde. Sie galt Jahrzehnte als "Symbol für Sexualität", wie sie es selbst gerne bezeichnet - und wurde 2007 für die Verkörperung von Elizabeth II. in "Die Queen" mit dem Oscar geehrt. Jetzt könnte ihr das Vergnügen zuteil werden, mit dem angesagtesten - und abgefahrensten Regisseur Hollywoods zusammen zu arbeiten: Quentin Tarantino. Der sucht nämlich für sein nächstes Projekt nichts weniger als eine Königin - und scheint Dame Helen Mirren als seine Idealbesetzung zu betrachten.

Das behauptet zumindest die britische Sun auf ihrer Website und zitiert einen anonymen Insider: "Helen hat noch nie mit Tarantino gearbeitet - aber sie ist durchaus interessiert. Falls der Film zustande kommt, wird sie wahrscheinlich einen Part übernehmen." Dabei soll es sich um einen echten Tarantino handeln: mit Blut, Gewalt - und einer wild fluchenden Queen im mittelalterlichen England. Drastische Szenen und ebensolche Sprache können eine Hellen Mirren aber kaum schrecken. Dafür hat die heute 64-jährige schon in Filmen wie "Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber" oder Tinto Brass' "Caligula" zu viele Tabubrüche hinter sich. Alle ohne Bedauern, versteht sich.

Melen Mirren hasst Mainstream

Obwohl... Eine Sache würde die Britin heute am liebsten ungeschehen machen: ihr Tattoo. Natürlich nicht aus Gründen der alterskonservativen Denkungsart. Eher im Gegenteil: "Ich war damals sehr, sehr betrunken. Es passierte vor langer Zeit, als nur Matrosen, Hell's Angels und Sträflinge tätowiert waren. Ich beschloss, mich tätowieren zu lassen, weil es das Schockierendste war, das mir einfiel. Jetzt bin ich angewidert weil es so gewöhnlich geworden ist. Was für mich völlig inakzeptabel ist." Also nicht zu provokant - sondern nicht provokant genug. Bei so einem Statement müsste Quentin Tarantino doch das Herz aufgegangen sein. Dem ist bekanntlich auch nichts provokant genug. Nicht mal Hitler über die Klinge springen zu lassen, wie in seinem grandiosen "Inglourious Basterds"

 

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Helen Mirren

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James Cromwell

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