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Die Reise des chinesischen Trommlers

Unterhaltsamer Genre-Mix, der als Gangsterfilm beginnt und ein Karate Kid über die Kunst des Zen-Trommelns zu sich selbst finden lässt.


Die Reise des chinesischen Trommlers

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Erhältlich seit:
25.09.2009

Originaltitel: The Drummer

Drama

Hongkong/Deutschland 2007
FSK: ab 12

Jaycee Chan
Tony Ka Fai Leung
Roy Cheung

Regie: Kenneth Bi
good!movies

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Jackie Chans Sohn sorgt in seiner ersten Hauptrolle für beste Unterhaltung.

Sid hat Ärger am Hals (Foto: Neue Visionen) Großansicht

Sid hat Ärger am Hals (Foto: Neue Visionen)

Sid (Jaycee Chan) ist der junge, wilde Sprössling des cholerischen Triadenführers Kwan (Tony Ka Fai Leung) und lässt sich ausgerechnet auf eine Affäre mit der jungen Geliebten des Oberbosses Ma (Ken Tsang) ein. Der fordert die Hände des Schlagzeug spielenden Jungen als Sühne. Vater Kwan schickt Sid nach Taiwan aufs Land, um ihn vor Mas Zorn zu bewahren.

Dort fasziniert ihn die Kunst einer traditionellen Zen-Trommler-Gruppe, der er sich prompt anschließen will. Wie ein junger Mönch im Shaolin-Kloster lernt er bei ihnen allmählich Geduld, Respekt und Spiritualität.

Das Zen-Trommeln ist eine hohe Kunst (Foto: Neue Visionen) Großansicht

Das Zen-Trommeln ist eine hohe Kunst (Foto: Neue Visionen)

Gangster findet sich selbst

Einen unterhaltsamen Genre-Mix liefert Kenneth Bi mit diesem Festival-Hit, der als hipper Gangsterfilm beginnt und sich zu einem harmonischen Selbstfindungstrip wandelt. Hier wird der junge wilde Held, gespielt von Jackie Chans Sohn Jaycee, nicht im Shaolin-Kloster zur Vernunft gebracht, sondern von einer Zen-Trommel-Gruppe. Tolle Landschaftsbilder und vor allem die mitreißenden Musik-Szenen runden den Film ab, bei dem auch komische Momente nicht fehlen.

Die Reise des chinesischen Trommlers

Einen Preis als bester Jungregisseur heimste Kenneth Bi für sein Drama ein, in dem der Spross eines Gangführers im taiwanesischen Exil die Kunst des Zen-Trommelns lernt und zu sich selbst findet.

Weniger für Genre-Gänger, mehr für ein Arthaus-Publikum hat Bi seine ungewöhnlich fotografierte Mär eines Triaden-Kids entworfen. Somit liefern sich keine coolen Gangster der Johnny-To-Welt Gefechte, sondern es leben echte Unterweltmitglieder in Hongkongs nächtlichen Straßen. Schauspielerkino der unaufdringlichen Art, bei dem der Sohn der Actionlegende Jackie Chan, Jaycee, die Rolle des jugendlichen Sid zukommt, der als Sprössling des cholerischen Triadenführers Kwan (Tony Leung Ka Fei, "Election") über viel Luxus und Langeweile verfügt. Bereitwillig lässt er sich von Model Carmen verführen, die wie bei Bizet Unglück bringt. Sie ist die Geliebte des Crime-Tycoons Stephen Ma (Kenneth Tsang), der eine brutale Sühne fordert: Er will beide Hände des sorglosen Jungen, der die Regeln der Zunft missachtet hat. Vater Kwan, der die Methodik der Gewalt im Blut hat und damit auch seine Ehe ruinierte, schickt Sid mit seinem besten Mann ins ländliche Taiwan, um ihn vor Mas Zorn zu bewahren.

Dort gelangt der haltlose Halbstarke, der seinen privaten Frust als Drummer in einer Band abarbeitet, an eine traditionelle Zen-Trommler-Gruppe (das chinesische U-Theatre spielt sich quasi selbst), die sich in die Bergeinsamkeit zurückgezogen hat, um für eine Tournee zu üben. Fasziniert begehrt Sid Einlass und lernt wie ein junger, widerspenstiger Mönch im Shaolin-Kloster allmählich Geduld, Respekt, Spiritualität und Kung Fu - weniger als Kampf, denn als Kunst. Und nicht um andere, sondern um sich selbst zu besiegen. Meditative Bilder einer abgeschiedenen Natur und die betörenden Trommelrhythmen bringen die buddhistische Zen-Philosophie ohne große Erklärungen auf den Punkt. Doch die Ereignisse in Hongkong nehmen ihren Lauf, weshalb noch eine anrührende Vater-Sohn-Versöhnung und ein tragischer Verrat auf dem beschaulichen Programm steht, das nicht nur Asienfreunde anlocken sollte. tk.

Darsteller:  Jaycee Chan   als Sid
  Tony Ka Fai Leung   als Kwan
  Roy Cheung   als Ah Chiu
  Josie Ho   als Sina
  Angelica Lee   als Hong Dou
  Kenneth Tsang   als Stephen Ma
  Hei-Yi Cheng   als Carmen
  Glen Chin   als Onkel Tak
  Ken Lo   als Long
 
Regie:  Kenneth Bi  
Buch:  Kenneth Bi  
Musik:  André Matthias  
Kamera:  Sam Koa  
Produzent:  Thanassis Karathanos  
  Rosa Li  
  Peggy Chiao  
 

Die Reise des chinesischen Trommlers in der Fotoshow

 

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