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Die Relativitätstheorie der Liebe

Mal tragischer, als komischer, aber stets bewegender Liebesreigen mit Katja Riemann und Olli Dittrich in mehreren Rollen.


Die Relativitätstheorie der Liebe

Leihvideo

Erhältlich seit:
01.12.2011

Originaltitel: Die Relativitätstheorie der Liebe

Komödie/ Drama

Deutschland 2011
Laufzeit: 92 Min.
FSK: ab 12

Katja Riemann
Olli Dittrich
Leonard Carow

Regie: Otto Alexander Jahrreiss
Universal Pictures Germany

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Die Relativitätstheorie der Liebe

Zehn Großstadtmenschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, auf der Suche nach der idealen Beziehung: Da ist Agenturchef Frieder, der seine Frau seit Jahren mit deren Schwester betrügt, oder Fahrlehrer Paul, der glaubt, dass seine Frau, eine rassige Venezolanerin, ein Verhältnis mit dem Tanzlehrer hat. Und dann wäre da noch Daily-Soap-Star Alexa, die nach vielen Enttäuschungen in Pianospieler Stevie den Richtigen findet, während sich die spröde Beamtin Peggy doch tatsächlich in den Döner-Mann Youssef verliebt.

Mit dem mal tragischen, mal komischen Liebesreigen schafft Otto Alexander Jahrreiss in seinem ersten Kinofilm nach "Alles Bob!" die ideale Plattform für ein schauspielerisches Kabinettstückchen von Katja Riemann und Olli Dittrich. Die beiden übernehmen jeweils fünf und damit alle Hauptrollen in einem Film, der allerdings nicht immer so authentisch und modern daherkommt wie vom Regisseur erhofft. Dank digitaler Tricktechnik und ausgefeilter Make-up-Kunst verbreitet der doppelte Fünffachauftritt dennoch überwiegend Heiterkeit.

Die Relativitätstheorie der Liebe

In Otto Alexander Jahrreiss' "Short Cuts"-Reigen der einsamen Seelen liefern Katja Riemann und Olli Dittrich mit einem doppelten Fünffachauftritt ein schauspielerisches Kabinettstückchen ab.

"Tauben auf dem Dach" war einmal der Arbeitstitel dieses tragikomischen Liebesreigens, in dem Regisseur Otto Alexander Jahrreiss in seinem ersten Kinofilm seit zwölf Jahren ("Alles Bob!") den Geheimnissen und Irrwegen der Liebe auf den Grund gehen möchte. Dass man schließlich das nüchtern-sachliche Wort "Relativitätstheorie" in den Titel packte, drückt zum einen aus, wie schwierig es ist, unsere Gefühlswelt in strukturierte Bahnen zu lenken (sofern wir dies überhaupt wollen?), zum anderen steht der Einsteinsche Begriff auch für die vielen emotionalen Facetten und Beziehungs-Konstellationen, denen die Protagonisten in diesem episodenartig angelegten Werk unterworfen sind. Zehn Großstadtmenschen wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, befinden sich auf der Suche nach der idealen Partnerschaft. Und sie alle - und das ist der eigentliche Clou des Films - werden gespielt von lediglich zwei Schauspielern, Katja Riemann und Olli Dittrich.

Da ist zum Beispiel der Agenturchef Frieder, der seine esoterisch veranlagte Frau seit Jahren mit deren Schwester betrügt, während diese in der Meditationsgruppe ihren Yogi Swami Helmut (Dittrich mit graumeliertem Rauschebart) anhimmelt. Oder Fahrlehrer Paul, der nach 35 Jahren Ehe plötzlich glaubt, dass seine Frau, die rassige Venezolanerin Gabriela, ein Verhältnis mit ihrem Tanzlehrer hat. Dann wäre da noch deren Tochter, der Daily Soap-Star Alexa, die immer wieder auf den falschen reinfällt und schließlich ausgerechnet mit dem potenziellen Samenspender für ihr lang ersehntes Baby, dem Pianospieler Stevie, anbandelt. Zu guter Letzt findet sogar die spröde Beamtin Peggy ihr Glück. Sie soll eigentlich die Döner-Bude von Youssef aus gesundheitspolizeilichen Gründen zu sperren, doch nach und nach findet sie Gefallen an dem charmanten Araber mit Goldkettchen und Ganzkörperbehaarung.

Natürlich ist "Die Relativitätstheorie der Liebe" die ideale Plattform für ein schauspielerisches Kabinettstückchen von Riemann und Dittrich. Doch während man ihm seine verschiedenen Charaktere - vor allem den Proleten Paul, aber auch den knuddeligen Libanesen Youssef und den arroganten, überkandidelten Werbe-Fuzzi Frieder - durchaus abnimmt, gelingt es Riemann nur bedingt, ihre Figuren mit Leben zu füllen. So wirkt etwa der spanische Akzent von Gabriela aufgesetzt und trotz aller maskenbildnerischen Anstrengung scheitert sie beim Versuch, gleichzeitig Mutter und Tochter glaubwürdig zu verkörpern. Neben Authentizität und moderner Frische fehlt ein wenig der Spaßfaktor, weil sich die Protagonisten zuweilen schlichtweg zu ernst nehmen. Spannend wird es dann, wenn die Make-Up-Künstler besonders effektiv zuschlagen und ihre Schauspieler in völlig verschiedene Menschen verwandeln, oder in jenen Szenen, wenn die digitale Tricktechnik zur Entfaltung kommt. Zum Beispiel bei der Vernissage in einer Galerie, bei der sich gleichzeitig zwei "Dittrichs" und drei "Riemanns" in einer Einstellung tummeln. Weil der - vielleicht etwas üppig geratene - Soundtrack ein paar Ohrwürmer wie "What a Wonderful World" oder "Yes Sir, I Can Boogie" bereit hält und Momente wie der leise Furz, der die Stille im Meditationsraum jäh durchbricht, oder die gebratene "Taube vom Dach" (siehe Arbeitstitel), die Gabriela ihrem lieben Ehemann serviert, für überwiegend Heiterkeit sorgen, ist diese "Short Cuts"-Version über einsame Seelen und andere traurige Randgruppen unserer Gesellschaft nicht nur "theoretisch", sondern auch "relativ", um Einstein ein letztes Mal zu bemühen, kurzweilig geraten. lasso.

Darsteller:  Katja Riemann   als Peggy/Eva/Maria /Gabriela /Alexa
  Olli Dittrich   als Frieder/Paul/Stevie/Youssef/Yogi Swami Helmut
  Leonard Carow   als Hanno
  Sara Fazilat   als Merat
  Jochen Wigand   als Texter
  Tobias Schulze   als Kontakter
  Mirko Lang   als Grafiker
  Pujeh Taghdisi   als Sekretärin
  Gabriele Schäfer   als Moni
  Norman Karl   als Karl
  Christoph Hemrich   als Udo Geyer
  Broder B. Hendrix   als Arzt
  Jennifer Boadu   als Gladys
  Gisela Weismann   als Dr. Fränkel
  Katharina Groth   als Nadja Heppner
  Daniel Borgwardt   als Stumpe
  Stefan Nagel   als Hallstein
  Fawzi Rehmo   als Ahmad Al Safa
  Andrea Badey   als Beraterin Samenbank
  Bruno F. Apitz   als Helmut
  Nadine Pasta   als Tanja
 
Regie:  Otto Alexander Jahrreiss  
Buch:  Otto Alexander Jahrreiss  
Musik:  Martin Todsharow  
Kamera:  Hannes Hubach  
Produzent:  Prof. Nico Hofmann  
  Thomas Peter Friedl  
  Nina Maag  
  Dr. Jürgen Schuster  
  Wolf Bauer  
 

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