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Die rote Zora


Die rote Zora

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Erhältlich seit:
21.08.2008

Originaltitel: Die rote Zora

Kinderfilm/ Abenteuer

Deutschland 2007
Laufzeit: 95 Min.
FSK: ab 6

Linn Reusse
Jakob Knoblauch
David Berton

Regie: Peter Kahane
Universal Pictures Germany

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Schöne Bilder, turbulenter Slapstick-Spaß, ein gut harmonierendes Ensemble und viel Action zeichnen Robert Kahanes Verfilmung von Kurt Helds Jugendbuchklassiker aus.

Die rote Zora und ihre tapferen Uskoken (Foto: Universal) Großansicht

Die rote Zora und ihre tapferen Uskoken (Foto: Universal)

Den zwölfjährigen Halbwaisen Branko (Jakob Knoblauch) verschlägt es bei der Suche nach seinem Vater in einen kleinen Küstenort. Hungrig beobachtet er, wie in einem Restaurant Fleischstücke wie von Zauberhand von einem Teller verschwinden. Als Übeltäterin erweist sich ein Mädchen mit feuerrotem Haar: Zora (Linn Reusse). "Glotz nicht so romantisch!" ruft sie auf der Flucht vor den trotteligen Dorfgendarmen dem verdutzten Jungen zu, den sie bald darauf aus dem Gefängnis befreit.

Mit leichter Hand führt Peter Kahane seine Figuren ein, den skrupellosen Fischgroßhändler Karaman (Ben Becker), dessen willfährigen Helfer, den Bürgermeister Ivekovic (Dominique Horwitz), den aufrechten Fischer Gorian (Mario Adorf) sowie die rote Zora und deren Bande "tapferer Uskoken".

Fischer Gorian hat ein Herz für Kinder (Foto: Universal) Großansicht

Fischer Gorian hat ein Herz für Kinder (Foto: Universal)

Mit List und Geschick

Einfach in den Dialogen, geradlinig im Plot und märchenhaft schön bebildert zieht diese handwerklich saubere Arbeit deutlich aufs jugendliche Publikum. Die gut zusammengestellte Kinderbande wehrt sich mit List und Geschick gegen eine feindliche Erwachsenenwelt, in der lediglich der wunderbare, ideal besetzte Mario Adorf für sie Partei ergreift.

Die rote Zora

Schöne Bilder, turbulenter Slapstick-Spaß, ein gut harmonierendes Ensemble und viel Action zeichnen Robert Kahanes Verfilmung von Kurt Helds Jugendbuchklassiker aus.

Wer eine Dokumentation über die linksradikale feministische Terrortruppe "Rote Zora" erwartet, sieht sich getäuscht, wem bei diesem Titel jedoch die 13-teilige TV-Serie "Die rote Zora und ihre Bande" in Erinnerung kommt, liegt richtig. Knapp 30 Jahre ist es her, dass die deutsch-schweizerisch-jugoslawische Koproduktion erstmals über den Bildschirm flimmerte, vom legendären Fritz Umgelter nach dem gleichnamigen Jugendbuch von Kurt Held inszeniert. Seine 36. Auflage hat der 1941 erstmals erschienene Klassiker letztes Jahr erlebt, Grund genug für eine (Leinwand-)Adaption unter der Federführung der Studio Hamburg Produktion. Wurde Ende der 70er beim Original noch hauptsächlich im kroatischen Senj gedreht, wählte Regisseur und Koautor Robert Kahane ("Bis zum Horizont und weiter") die rau-romantische, touristisch noch relativ unverbaute Küste Montenegros als Kulisse.

Ein notwendiger Schritt, führt die Handlung doch zurück in die 30er-Jahre. Den zwölfjährigen Halbwaisen Branko (Jakob Knoblauch) verschlägt es bei der Suche nach seinem Vater in einen kleinen Küstenort. Hungrig beobachtet er, wie in einem Restaurant Fleischstücke wie von Zauberhand von einem Teller verschwinden. Als Übeltäterin erweist sich ein Mädchen mit feuerrotem Haar: Zora. "Glotz nicht so romantisch!" ruft sie auf der Flucht vor den trotteligen Dorfgendarmen dem verdutzten Jungen zu, den sie bald darauf aus dem Gefängnis befreit.

Mit leichter Hand führt Kahane seine Figuren ein, den skrupellosen Fischgroßhändler Karaman - Ben Becker mit weißem Bowler -, dessen willfährigen Helfer, den Bürgermeister Ivekovic (Dominique Horwitz), den aufrechten Fischer Gorian (Mario Adorf) sowie die rote Zora (Berliner Schnauze: Linn Reusse) und deren Bande "tapferer Uskoken".

Einfach in den Dialogen, geradlinig im Plot und märchenhaft schön bebildert (Kamera: Dragan Rogulj) zieht diese handwerklich saubere Arbeit deutlich aufs jugendliche Publikum. Die gut zusammengestellte Kinderbande wehrt sich mit List und Geschick gegen eine feindliche Erwachsenenwelt, in der lediglich der wunderbare, ideal besetzte Mario Adorf für sie Partei ergreift. Schwarz-weiß wird hier gemalt, ganz bewusst, wie schon in der literarischen Vorlage des KPD-Mitglieds Held, der sich als "Berufsrevolutionär für die Gerechtigkeit" sah und im Subtext soziale Ungerechtigkeiten anprangerte. Was aber hier nicht (augenscheinlich) zum Tragen kommt, liegt doch der Schwerpunkt auf (Slapstick-)Humor und Action. So fehlt es nicht an Gefechten mit schnöseligen Gymnasiasten, an einer "Asterix und Obelix"-würdigen Fischschlacht und einem dramatischen Kampf mit einer Riesenkrake bei der Jules Verne Pate gestanden haben mag. Und da die Kids von heute früher reif sind, wurde auch eine zart aufkeimende Romanze nicht vergessen. geh.

Darsteller:  Linn Reusse   als Zora
  Jakob Knoblauch   als Branko
  David Berton   als Duro
  Pascal Andres   als Nicola
  Woody Mues   als Pavle
  Mario Adorf   als Gorian
  Ben Becker   als Karaman
  Dominique Horwitz   als Ivenkovic
  Hilmi Sözer   als Begovic
  Moritz Grabbe   als Stjepan
  Badasar Calbiyik   als Dordevic
  Nora Quest   als Zlata
  Jannik Werner   als Ivekovics Sohn
  Jan Jakob Müller   als Karamans Sohn
  Iris Minich   als Anka
 
Regie:  Peter Kahane  
Buch:  Christian Zübert  
  Ronald Kruschak  
  Peter Kahane  
Musik:  Detlef Petersen  
Kamera:  Dragan Rogulj  
Produzent:  Claudia Schröder  
  Malte Grunert  
  Joakim Hansson  
 

Die rote Zora in der Fotoshow

 

Fassungen

 

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Features

 

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Mario Adorf

Deutscher Schauspieler und Autor. Einer der populärsten und profiliertesten deutschen Film-, Fernseh- und Bühnenschauspieler, der in seiner knapp...

 

Star

Ben Becker

Ein knallharter Kerl. Seine rauchig kehlige Stimme klingt, als sei er unter Bergen von Zigaretten geboren. Oft scheinen seine Charaktere kurz vor...