
Durch den Besuch des jungen Künstlers Nicolas und dessen Geliebter Marianne auf seinem Landsitz im Süden Frankreichs wird der berühmte Maler Frenhofer dazu animiert, eine mehrjährige Schaffenspause zu beenden. Die hübsche Marianne soll ihm Modell für ein Meisterwerk stehen, das Frenhofer vor langer Zeit begonnen, aber nie zu Ende geführt hat. Bei diesem Schöpfungsprozeß kommt es zwischen den Beteiligten zu handfesten Auseinandersetzungen über Kunst und das Leben an sich.
Mit dem Schauspiel-Veteran Michel Piccoli und der aparten wie talentierten Emanuelle Béart - gerade in den Kinos in Chabrols "Die Hölle" - hat die französische Regie-Größe Jacques Rivette ein intellektuell höchst anspruchvolles Werk insziniert. Dabei nützt Rivette das Künstlermilieu als Plattform, um über allgemeine Sinnesfragen nach dem Leben zu räsonieren. Der Film, der in Cannes 1991 mit dem großen Preis der Jury prämiert wurde, wird Filmkunstliebhabern vorbehalten bleiben.