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Kaufvideo
Erhältlich seit:
31.10.2010
Originaltitel: Die Taube auf dem Dach
DDR/Deutschland 1973-2009
Laufzeit: 82 Min.
FSK: ab 0 (ohne Altersbeschränkung)
Heidemarie Wenzel
Günter Naumann
Andreas Gripp
Regie: Iris Gusner
ICESTORM Entertainment

Verbotener, verschollener und rekonstruierter Defa-Klassiker über eine Dreiecksgeschichte auf einer Großbaustelle in der DDR.
Zu den trotz liberaler Kulturpolitik der Ära Honecker verbotenen DDR-Filmen gehört Iris Gusners "Die Taube auf dem Dach", der von den Leitungsgremien der Defa nach Fertigstellung 1973 nicht abgenommen wurde. 1990 erlebte der Film, dessen Farbnegativ erhebliche Schäden aufwies, eine zweimalige Kinoaufführung. Das Auffinden des schwarzweißen Dup-Negativs, ermöglichte 2009 Restaurierung und Wiederaufführung.
Auf einer Großbaustelle im Süden der DDR, wo Plattenbauwohnungen entstehen, erweist sich die junge, aus Mecklenburg stammende schlagfertige Linda Hinrichs (Heidemarie Wenzel) als tatkräftige Bauleiterin. Sie beginnt ein Verhältnis mit Student Daniel (Andreas Gripp) und wird von dem älteren Baubrigadier Hans Böwe (Günter Naumann) umworben. Linda weist Böwes Heiratsantrag zurück. Das Ende bleibt offen.
Die Dreiecksgeschichte auf einer Großbaustelle ist typisch für Defa-Filme von "Auf der Sonnenseite" bis "Spur der Steine" (mit Manfred Krug), die spannungsvoll Diskrepanzen zwischen Alltagsrealität, Arbeit, Konflikten in der Materialwirtschaft und privaten Glücksvorstellungen, Zukunftsträumen, Beruf und Privatleben beschreiben. So setzt "Taube" Daniels von Kranführerin Erika (Erika Köllinger) überwachte Ausbildung, Szenen von dessen Idealen (Weltraumfahrt) entgegen, und konterkariert Böwes Erfahrung als Brigadier, der überall Neues aus dem Boden gestampft hat, mit dessen privaten Unsicherheiten. Die realistisch illusionslose Beschreibung, in der Kritik an den herrschenden Verhältnissen und Defiziten angelegt ist, reichte für ein Verbot.
Filmisch ist "Taube" wegen der offenen Dramaturgie interessant, die in kurzen prägnanten Szenen Schlaglichter setzt und Mitarbeit des Zuschauers fordert. Zu entdecken ist Heidemarie Wenzel, die in Filmen dieser Jahre, so in "Zeit der Störche" und als Pauls Ehefrau in "Die Legende von Paul und Paula", moderne selbstbewusste Frauen spielte. ger.
Auf einer Baustelle im Süden der DDR, wo Hunderte von Wohnungen in moderner Plattenbauweise entstehen, lernt die junge und selbstbewusste Bauleiterin Linda Hinrichs zwei Männer kennen: Zum einen den Studenten Daniel, dessen Zukunftsträumerei und Unangepasstheit ihr gefallen. Zum anderen trifft sie auf den Baubrigadier Hans Böwe, einen Zugvogel. Seinem Auftrag als Arbeiter folgend hat er an vielen Stellen der DDR neue Häuser gebaut, dabei aber sein eigenes Zuhause verloren. Linda beginnt eine Beziehung zu beiden Männern. Sie zweifelt aber, ob sie das Glück und die Geborgenheit finden wird, wonach sie sich sehnt.
Vernichtet, verschollen und wiederentdeckt. 1973 wurde der Debütfilm von Regisseurin Iris Gusner verboten. Später galt das Filmmaterial jahrelang als verschollen, ein Teil war vernichtet worden. 2009 gelang es der DEFA-Stiftung nach jahrelanger Suche den Film wiederzufinden und zu rekonstruieren. 2010 hat es "Die Taube auf dem Dach" endlich auf die Leinwand geschafft.
Quelle: Icestorm
1.12 seitiges Booklet mit Hintergrundinformationen zum Film
2.Biografien und Filmografien der Filmschaffenden
3.Bildergalerie
4.Auszüge aus den DDr-Magazinen 1972/22 und 1973/09
5.Trailer "Hände hoch oder ich schieße" und "Die Taube auf dem Dach"
Quelle: Icestorm
| Darsteller: | Heidemarie Wenzel | als Linda Hinrichs | |
|---|---|---|---|
| Günter Naumann | als Hans Böwe | ||
| Andreas Gripp | als Daniel | ||
| Wolfgang Greese | als Richter, Forstwirtschaftsleiter | ||
| Herbert Köfer | als Sturm, Glaskugelfabrikant | ||
| Christian Steyer | als Lene,Trompeter | ||
| Annalene Hischer | als Frau in der Bar | ||
| Erika Koellinger | als Erika, Kranführerin | ||
| Monika Lennartz | als Schallplattenverkäuferin | ||
| Lotte Loebinger | als Lindas Mutter | ||
| Heinz Scholz | als Lindas Vater | ||
| Chista Löser | als Sekretärin von Linda | ||
| Katrin Martin | als Steffi | ||
| Hilmar Baumann | als Absatzleiter im Plattenwerk | ||
| Eva-Maria John | als Frau Kramer | ||
| Helmut Gauß | als Herr Kramer | ||
| Simon Harik | als Kerim | ||
| Iren Sütö | als Dr. Sommer | ||
| Werner Heitel | als Bernd | ||
| Katrin John | als Freundin von Bernd | ||
| Jürgen Karl Klauß | als Fernando | ||
| Margarete Taudte | als Daniels Mutter | ||
| Willi Neuenhahn | als Arthur | ||
| Günter Rüger | als Günter | ||
| Inken Gusner | als Elke, jung | ||
| Amina Gusner | als Sabine, jung | ||
| Regie: | Iris Gusner | ||
| Buch: | Iris Gusner | ||
| Regine Kühn | |||
| Musik: | Gerhard Rosenfeld | ||
| Kamera: | Roland Gräf | ||
| Jürgen Lenz | |||
Die Taube auf dem Dach in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 2.0
Tonformat: Dolby Digital 2.0
Bildformat: 1:1,66
Extras: Bio- und Filmografien, Booklet, Bildergalerie, Auszüge aus den DDR-Magazinen 1972/22 und 1973/09, Trailer
1.12 seitiges Booklet mit Hintergrundinformationen zum Film
2.Biografien und Filmografien der Filmschaffenden
3.Bildergalerie
4.Auszüge aus den DDr-Magazinen 1972/22 und 1973/09
5.Trailer "Hände hoch oder ich schieße" und "Die Taube auf dem Dach"
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