DVD Kaufvideo

Die Töchter des chinesischen Gärtners

Poetisches Drama vom "Balzac und die kleine Schneiderin"-Regisseur.


Die Töchter des chinesischen Gärtners

Kaufvideo

Erhältlich seit:
03.04.2009

Originaltitel: Les filles du botaniste

Drama

Frankreich/Kanada 2006
Laufzeit: 94 Min.
FSK: ab 12

Mylène Jampanoi
Li Xiaoran
Wei Dong Wang

Regie: Dai Sijie
Universum Film

Videoplayer wird geladen ...

Filmbewertung


(0 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
Poetisches Drama über eine homosexuelle Liebe in China vom "Balzac und die kleine Schneiderin"-Regisseur.

Botaniker Chen herrscht über seine Tochter (Foto: Universum (24 Bilder)) Großansicht

Botaniker Chen herrscht über seine Tochter (Foto: Universum (24 Bilder))

Die junge Waise Li (Mylène Jampanoi) will bei dem berühmten Botaniker Chen (Ling Dong Fu) studieren. Der strenge Vater lebt äußerst zurückgezogen mit seiner Tochter An (Li Xiaoran) auf einer kleinen Insel. An ist mehr als begeistert, dass sie in ihrer Abgeschiedenheit endlich Gesellschaft bekommt.

Aus der anfänglichen Freundschaft zwischen Li und An wird bald Liebe, die in der chinesischen Gesellschaft jedoch nicht geduldet wird. Die beiden jungen Frauen müssen sich etwas einfallen lassen, um zusammenbleiben zu können. Doch ihr Plan, dass Li Ans Bruder Dan (Wei Dong Wang) heiraten soll, führt direkt in die Katastrophe.

An und Li kommen sich näher (Foto: Universum (24 Bilder)) Großansicht

An und Li kommen sich näher (Foto: Universum (24 Bilder))

Eine eigene Geschichte

Nach seinem internationalen Arthouse-Erfolg "Balzac und die kleine chinesische Schneiderin" verfilmt Romanautor und Filmemacher Dai Sijie einen weiteren eigenen Stoff und präsentiert seine gefühlvolle Geschichte erneut vor berauschend schönen Bildern chinesischer Landschaft.

Die Töchter des chinesischen Gärtners

Berührende und dramatische Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen im kommunistischen China, die mit ihren Gefühlen gegen ein sexuelles Tabu verstoßen.

Es ist nicht das erste Mal, dass der in Frankreich lebende Sijie Dai nicht in seinem Heimatland drehen darf und mit Zensur kämpft. Schon "Chine ma douleur" musste statt im Reich der Mitte in den Pyrenäen gedreht werden, sein jetziger Film in Vietnam. Die vorgesehene Hauptdarstellerin aus seinem Welterfolg "Balzac und die kleine chinesische Schneiderin" sagte (wohl auf Druck) ab. Dem verführerischen Zauber dieses herzergreifenden Liebesfilms schadet das jedoch nicht, die Französin Mylène Jampanoi mit chinesischen Wurzeln verblüfft als junge Frau zwischen Tradition und Moderne. Aufhänger für die Tragödie war eine Zeitungsnotiz über zwei Frauen, die wegen lesbischer Liebe zum Tode verurteilt und des Mordes am Vater der einen verdächtigt wurden. Es geht im Film nicht um eine Rekonstruktion des Falles und nicht primär um weibliche Homosexualität, sondern um eine große Liebesgeschichte. Die 20-jährige Studentin Min landet auf einer von exotischen Pflanzen bedeckten und verwunschenen Insel, um bei einem berühmten Professor ein Praktikum zu absolvieren, und kann sich der Faszination der geheimnisvollen Atmosphäre nicht entziehen, auch wenn der despotische Wissenschaftler sie erst einmal mit Nichtachtung straft und seine Tochter herumkommandiert, die ihm jeden Wunsch von den Augen abliest. In der Isolation freunden sich die beiden Mädchen an, und fast zufällig kommt es zum flüchtigen Kuss, zur ersten scheuen Berührung, zur zögerlichen Umarmung. Im Strom der unbekannten Leidenschaft denken sie nicht an die Konsequenzen, die im prüden China 1980 drohen. Der Besuch vom Sohn des Hauses bringt sie auf eine Idee: Nach einer Hochzeit mit dem in Tibet stationierten Soldaten dürfte Min auf der Insel bleiben. Die Situation spitzt sich zu, als die Mädchen weiterhin ihre zärtlichen Gefühle ausleben - mit desaströsen Folgen, denn der Vater entdeckt sie beim Liebesspiel.

Vielschichtig und ohne jeglichen Voyeurismus packt Dai Sijie das heiße Eisen an. Die Inszenierung von verbotener Liebe im Paradies und Momente größter Intimität zeichnet sich durch vorsichtige Zurückhaltung aus. Knisternd-heißer Erotik, verlegene Scham und zarte Poesie sind kein Widerspruch. Traumhafte Impressionen einer fast märchenhaften Landschaft, ein Bilderrausch voller romantischer Gefühle, schon allein dafür lohnt sich der Kinobesuch. mk.

Die Töchter des chinesischen Gärtners

Die junge Li trifft auf der Insel des Botanik-Professors Chen ein, der dort inmitten einer prachtvollen und exotischen Pflanzenwelt lebt. Sie möchte bei dem Professor ein Praktikum absolvieren, wird allerdings nicht gerade mit offenen Armen empfangen. Unter seiner Autorität und unter der Isolation auf der Insel leidet auch seine Tochter An, die sich über die Ankunft der jungen Studentin freut. Eine Begegnung, die beider Leben verändert. Denn aus anfänglicher Sympathie erwachsen zärtliche Empfindungen, eine verschwiegene erotische Anziehung und schließlich leidenschaftliche Liebe. Und das in China, einem Land, in dem Homosexualität nach wie vor als absolutes Tabu gilt. An und Li balancieren fortan auf einem gefährlichen Grat...

Quelle: Universum Film

Darsteller:  Mylène Jampanoi   als Li Ming
  Li Xiaoran   als An Cheng
  Wei Dong Wang   als Dan Chen
  Nhu Quynh Nguyen   als Schulleiterin
  Van Quang Nguyen   als Meister Wang
  Ling Dong Fu   als Mr. Chen
 
Regie:  Dai Sijie  
Buch:  Dai Sijie  
  Nadine Perront  
Musik:  Eric Levi  
Kamera:  Guy Dufaux  
Produzent:  Lise Fayolle  
 

Die Töchter des chinesischen Gärtners in der Fotoshow

 

Fassungen

 

facebook

 

Features