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Die üblichen Verdächtigen

Meisterhafter Thriller von Bryan Singer, der einem mit der Geschichte des vermeintlichen "Teufels" Kayzer Söze ein herrliches Ammenmärchen auftischt.


Die üblichen Verdächtigen

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Originaltitel: The Usual Suspects

Thriller

USA 1995
Laufzeit: 101 Min.
FSK: ab 16

Stephen Baldwin
Gabriel Byrne
Chazz Palminteri

Regie: Bryan Singer
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Die üblichen Verdächtigen

Nach einem mißlungenen Drogendeal auf einem Schiff, der in einer blutigen Katastrophe endet, zählt die Polizei 27 Tote und zwei Überlebende. Während der eine im Koma liegt, beginnt Zollinspektor Kujan mit der Vernehmung des Ganoven Kint, der sich ebenfalls an Bord befand. Im Verlauf dieses Verhörs werden allmählich die Hintergründe, die zu diesem tragischen Ereignis führten, offenbar. Schließlich scheinen sämtliche Spuren zu einem mächtigen Gangsterboß zu führen, den noch nie jemand gesehen hat.

Mit der spannendesten, cleversten und außergewöhnlichsten Kriminalgeschichte seit Tarantinos Kultfilm "Pulp Fiction" sorgte der hochtalentierte Filmemacher Bryan Singer mit seiner zweiten Regie-Arbeit in den USA für den Überraschungshit 1995. Herausragend vor allem das virtuose Drehbuch von Christopher McQuarrie und die schauspielerische Leistung von Kevin Spacey, die dafür jeweils mit einem Oscar bedacht wurden. Für diesen Thriller-Leckerbissen ist eine erfolgreiche Auswertung vorprogrammiert.

Die üblichen Verdächtigen

Die "Pulp Fiction"-Entzugserscheinungen werden bald gelindert: Mit dem cleversten Zelluloidvergnügen seit Tarantinos Meisterwerk liefert US-Indie-Kollege Bryan Singer in seinem ebenfalls zweiten Film, "The Usual Suspects", eine Achterbahn für Auge, Ohr und Kopf. In Singers Sundance-Hit gibt es zwar wenig zu lachen, aber die mehrschichtige Intelligenz seiner Gangstergeschichte steht "Pulp Fiction" keine Sekunde nach. Wenn in einem relativ kleinen Film eines relativ unbekannten Regisseurs ein Haufen namhafter, erstklassiger Schauspieler auftaucht, darf man auf Qualität hoffen. Wie Tarantino bei "Reservoir Dogs" hat es Singer bei "The Usual Suspects" geschafft, exzellente Mimen für sich zu gewinnen: Chazz Palminteri, Gabriel Byrne, Giancarlo Esposito, Kevin Pollak, Stephen Baldwin, Kevin Spacey, Pete Postlethwaite und - Entdeckung! - Benicio Del Toro liefern Schauspielkunst der seltenen Güte. Allein sie zu beobachten, macht Singers Film zum Erlebnis. Aber damit fängt der Spaß erst an: Newton Thomas Sigels geheimnisvoll-brodelnde Widescreen-Bilder, die Film Noir in Farbe zelebrieren, John Ottmans atmosphärisch und dramaturgisch punktgenaue Musik sowie natürlich Christopher McQuarries elegant-ominös verschachteltes Drehbuch (mit den geschliffensten Dialogen seit "Pulp Fiction") machen aus "The Usual Suspects" ein rechtes Cineasten-Vergnügen. Die restrospektiv aufgerollte Geschichte eines klassischen deal gone bad, bei dem zwei Cops (Palminteri und Esposito), fünf Gangster (Byrne, Pollak, Baldwin, Spacey und Del Toro) sowie diverse Schergen (vor allem der satanisch anmutende Postlethwaite) mit der Wahrheit ringen, ist die Art von Film, dessen dramaturgisches und visuelles Echo einen lange verfolgt. "The Usual Suspects" erzählt nicht nur eine spannende Geschichte, er thematisiert auch gekonnt das Ur-Thema Realität und Fiktion. Dieser Film schafft es im Verlauf der vertrackten Hinführung zu seinem explosiven Ende, den Zuschauer in die vollkommene Abhängigkeit seines narrativen Spiels zu führen, um ihn am Ende in die totale kognitive Verunsicherung zu entlassen. Nichts ist, wie es scheint - diese Wahrheit des Lebens und des Films zieht "The Usual Suspects" konsequent durch: Gemeinsam mit den männlich-hilflosen Film-Opfern von Logik, Macht und Gewalt (Shakespeare läßt grüßen) verheddert der Zuschauer sich in die Sucht nach Eindeutigkeit. Nur einer, der vermeintlich im Nachteil ist und am wenigsten versteht (nochmal Shakespeare), hat am Ende allein die Fäden in der Hand - und selbst dann ist nicht sicher, ob überhaupt irgendetwas stimmt von dem, was an verschiedenen Turning Points so plausibel erschien. Eine Portion Aufmerksamkeit und Nerven sowie ein bißchen Toleranz für Gewalt braucht man für diesen Film, aber den Machern (Executive Producers: Francois Duplat und Hans Brockmann) wird klar gewesen sein, daß dies Unterhaltung für ein Publikum ist, das mehr als Gumpismus oder Van Damme vom Kinobesuch erwartet. dd.

Darsteller:  Stephen Baldwin  
  Gabriel Byrne  
  Chazz Palminteri  
  Kevin Pollak  
  Pete Postlethwaite  
  Kevin Spacey  
  Suzy Amis  
  Giancarlo Esposito  
  Benicio Del Toro  
  Dan Hedaya  
  Paul Bartel  
 
Regie:  Bryan Singer  
Buch:  Christopher McQuarrie  
Musik:  John Ottman  
Kamera:  Newton Thomas Sigel  
Produzent:  Bryan Singer  
  Michael McDonnell  

Anakin als dämlicher Dieb

<br />Hayden Christensen geht unter die Ganoven

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Hayden Christensen ist mit an Bord des Thrillers "The Other Side Of Simple", der als würdiger Nachfolger des exzellenten "The Usual Suspects" mit Kevin Spacey & Co gehandelt wird.

Die Story dreht sich um ein Gaunerpärchen, gespielt von Vince Vaughn und Don Cheadle. Christensen spielt einen Bruder der Ganoven, der zehn Jahre zuvor bei einem verpfuschten gemeinsamen Raubüberfall von der Polizei kassiert und eingebuchtet worden war. Nun soll er einmal mehr als dämlicher Sündenbock für einen Coup herhalten. Doch der vermeintliche Dummbeutel zeigt sich wesentlich gewitzter als gedacht.

Vaughn und Cheadle sind bereits in "Ocean's Eleven" erfolgreich mit dem Gesetz in Konflikt geraten und spielten in "Passwort: Swordfish" gemeinsam mit der hinreißenden Halle Berry.

Regie wird Joseph Ruben führen, der bereits mit "Der Feind in meinem Bett" und "Money Train" zwei echte Hits gelandet hat.

Nach den gewaltigen Vorschusslorbeeren der Insider zu urteilen wird "The Other Side Of Simple" ein Jahrhundertthriller - oder aber der nächste Eintrag in der Liste von Filmen, die schon im Vorfeld zu Tode gehypet wurden.

 

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