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Die Unbekannte

Preisgekrönter Genremix aus Thriller, Drama und "film noir" über eine Frau mit dunkler Vergangenheit.


Die Unbekannte

Leihvideo

Erhältlich seit:
15.10.2008

Originaltitel: La sconosciuta

Thriller/ Drama

Italien 2006
Laufzeit: 116 Min.
FSK: ab 16

Michele Placido
Kseniya Rappoport
Claudia Gerini

Regie: Giuseppe Tornatore
Senator Home Entertainment

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Preisgekrönter Genremix aus Thriller, Drama und Film noir über eine Frau mit dunkler Vergangenheit.

Wer steckt wohl hinter dieser unbekannten Frau? (Foto: Senator) Großansicht

Wer steckt wohl hinter dieser unbekannten Frau? (Foto: Senator)

Eine mysteriöse Fremde (Kseniya Rappoport) kommt aus dem Nichts in eine nicht näher bezeichnete italienische Stadt. Sie verhält sich betont unauffällig, versteckt einen Koffer voller Geld unter den Dielen ihrer Wohnung und bemüht sich um einen Putzjob im Haus gegenüber - bei einem Juwelierpaar. Was will diese geheimnisvolle Frau?

Fast hat sie sich mit der Juweliersfamilie angefreundet, als der brutale Muffa (Michele Placido, "Allein gegen die Mafia") auftaucht, den sie von früher kennt. Doch die Unbekannte lässt sich nicht von ihrem Vorhaben abbringen ...

Der italienische Meisterregisseur Giuseppe Tornatore ("Cinema Paradiso") nennt sein jüngstes Werk "einen Thriller ohne Mörder, Opfer oder Ermittler. Es ist ein Film über die Liebe."

Muffa durchkreuzt Irenas Pläne (Foto: Senator) Großansicht

Muffa durchkreuzt Irenas Pläne (Foto: Senator)

Mysteriöses Kleinod

Der vielfach ausgezeichnete Film, von Italien auch für den Auslands-Oscar eingereicht, lockte in seiner Heimat bereits über eine Million Zuschauer in die Kinos. Ein dunkles, mysteriöses Thriller-Kleinod mit einer wunderbaren Hauptdarstellerin.

Die Unbekannte

Nach acht Jahren meldet sich Oscar-Preisträger Giuseppe Tornatore mit einem preisgekrönten Genremix aus Thriller, Drama und film noir über eine Frau mit dunkler Vergangenheit zurück.

Weit weg vom nostalgischen Charme des "Cinema Paradiso" und der berührenden Coming of Age-Story "Der Zauber von Malèna" führt Giuseppe Tornatore in ein verwobenes Netz aus tiefen Gefühlen und düsteren Geheimnissen, dessen Fäden sich erst nach und nach entwirren und den Fokus offenbaren. Eine Story, die er schon 1987 zu entwickeln begann, als das Thema Zwangsprostitution aus Osteuropa schon wegen des noch existierenden Eisernen Vorhangs noch nicht so auf den Nägel brannte.

"Die Unbekannte" heißt Irina, eine undurchsichtige Osteuropäerin, die trotz des Koffers voller Geld eine Putzstelle in einem hochherrschaftlichen Haus annimmt, das sie von ihrem Zimmer aus im Visier hat. Schnell wird ihr Interesse an einer Juweliersfamilie klar, sie schaltet die Haushälterin brutal aus und bekommt deren Job, freundet sich mit der Ehefrau an und gewinnt das Vertrauen der kleinen Tochter Tea. Eine fast obsessive Liebe verbindet sie mit dem Mädchen und bald verortet sich die Tragödie in der Vergangenheit der angestellten Ersatzmutter. Mosaikartig setzt sich das Porträt einer Frau zusammen, die als Prostituierte arbeiten musste und ihren Peinigern ausgeliefert war, deren Babys nach der Geburt verkauft wurden. Nie hatte sie das gekümmert, bis zu dem Tag, an dem sie ein Kind der Liebe zur Welt brachte, Tea wie sie annimmt und auf die sie ihre Emotionen konzentriert.

Tornatore baut den Thriller-Teil präzise und mit akribischer Spannung auf, zeigt eine geschundene Seele, die sich aus dem Labyrinth des Schmerzes nicht befreien kann, ihr einmal gestecktes Ziel verfolgt, auch wenn sie dafür im Müll die Essensvorlieben der Familie ausforschen und sich vom Hausmeister demütigen lassen muss. Xenia Rappoport spielt die in Schuld und Rache Verstrickte in einer Mischung aus Fragilität und bewundernswerter Stärke. Leider frönt der italienische Regisseur - wie schon bei Monica Bellucci als Malèna - seinem Voyeurismus und spielt offensiv mit Männerphantasien, überfrachtet den Film mit sozialen Problemen, Zuhälterbrutalitäten und sogar einem Mord. Irgendwann erschlägt überzogene Action die vorher subtile Psychologie. Das Mäandern zwischen den Genres und die Unschlüssigkeit in der Struktur nimmt dem mit fünf Donatellos ausgezeichneten Film die anfänglich überzeugende Kraft. mk.

Darsteller:  Michele Placido   als Muffa
  Kseniya Rappoport   als Irena/ Die Unbekannte
  Claudia Gerini   als Valeria Adacher
  Pierfrancesco Favino   als Donato Adacher
  Alessandro Haber   als Matteo
  Piera Degli Esposti   als Gina
  Clara Dossena   als Tea Adacher
  Margherita Buy   als Anwältin
 
Regie:  Giuseppe Tornatore  
Buch:  Giuseppe Tornatore  
Musik:  Ennio Morricone  
Kamera:  Fabio Zamarion  
 

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Michele Placido

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