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Kaufvideo
Erhältlich seit:
16.10.2009
Originaltitel: Die Unberührbare
Deutschland 2000
Laufzeit: 104 Min.
FSK: ab 12
Hannelore Elsner
Vadim Glowna
Jasmin Tabatabai
Regie: Oskar Roehler
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

Szene-Regisseur Oskar Roehler legt die Rolle des "agent provocateur" ab. Nach den schrillen Filmen "Silvester Countdown" und "Gierig" zeigt er sich jetzt verhalten. Zärtlich und gleichzeitig distanziert porträtiert er eine Frau, die auf eine persönliche Katastrophe zusteuert: Gisela Elsner, die 1992 Selbstmord beging, war eine der renommiertesten Schriftstellerinnen der 60er Jahren. Und Oskar Roehlers Mutter.
Der Roman "Riesenzwerge" macht Gisela Elsner 1964 berühmt, ihrem Leben mit Höhen und Tiefen setzte die kompromisslose Starautorin 1992 ein Ende. Sie stürzte sich aus dem vierten Stock eines Krankenhauses. Die Tochter eines Siemens-Managers verweigerte sich der großbürgerlichen Sicherheit, träumte von geistiger und persönlicher Freiheit und einer sozialen Utopie, die sie in der DDR verwirklicht glaubte. Oskar Roehler verfilmt die letzten Monate seiner Mutter als psychologisches Drama über einen Menschen, der sich nicht selber lieben kann und deshalb auch nicht geliebt wird, sich im Unglück wie ein Tier zurückzieht und leidet. Die Hanna Flanders alias Gisela Elsner, für die mit dem Mauerfall eine Welt zusammenbricht, spielt Hannelore Elsner (nicht mit der Schriftstellerin verwandt). Auf ihr emotionsstarkes Gesicht, ihre fahrigen Gesten, ihre tieftraurigen Augen fokussiert sich die Kamera in schmerzender schwarz-weiss-Optik. Das Psychogramm einer am Unverständnis der Gesellschaft und sich zerbrechenden Frau wird zum Erklärungsversuch darüber, wie ein Mensch den Halt verliert, keine Kraft mehr für einen neuen Anfang findet. Fast brutal zeichnet der Film die Stationen der Ausweglosigkeit einer alternden Intellektuellen, die am Anfang noch Souveränität heuchelt, und dann in ihrer seelischen Dünnhäutigkeit angreifbar und verletzbar ist, eine Frau, die sich gegen das Erwachsensein sträubte, die Scheinwelt der Realität vorzog. "Die Unberührbare" (der Arbeitstitel "Umnachtung" traf besser auf den Punkt) ist ein Nachruf auf eine Generation, die den Paradigmenwandel nicht verstehen wollte und sich an Ideologien festklammert. Gleichzeitig auch eine Abrechnung mit der Kulturschickeria und ihrer Oberflächlichkeit, in der nur der Erfolg von Heute zählt. Hannelore Elsner, die man leider zu wenig auf der großen Leinwand sieht, trägt den Film durch ihre starke Präsenz. Auch wenn manche experimentellen Kamerabewegungen irritieren, gehört dieses subtil inszenierte Drama zum Besten, was der deutsche Film derzeit bietet. mk.
Mit dem Fall der Berliner Mauer bricht für Hanna Flanders eine Welt zusammen. Die einst gefeierte Schriftstellerin hatte sich ein idealisiertes Traumbild der DDR geschaffen, das sich nun nicht mehr aufrecht halten lässt. Spontan zieht sie nach Berlin, um einen Neuanfang zu wagen, doch die Kluft zwischen der Realität und ihrem Weltbild ist zu groß. Verbittert erkennt sie, dass die gesellschaftlichen Veränderungen unbemerkt an ihr vorüber gezogen sind. Unfähig, ihre Umwelt zu verstehen oder sich anderen zu öffnen, sieht sie nur einen Ausweg ...
Quelle: Studiocanal
Interviews mit Hannelore Elsner und Oskar Roehler; Deutscher Filmpreis 2000; Alle Filme der Edition im Überblick
Quelle: Studiocanal
| Darsteller: | Hannelore Elsner | als Hanna | |
|---|---|---|---|
| Vadim Glowna | als Bruno | ||
| Jasmin Tabatabai | als Meret | ||
| Lars Rudolph | als Viktor | ||
| Michael Gwisdek | als Joachim | ||
| Nina Petri | als Grete | ||
| Tonio Arango | als Ronald | ||
| Claudia Geisler | als Carmen | ||
| Catherine Flemming | als Isabelle | ||
| Helga Göring | als Hannas Mutter | ||
| Charles Régnier | als Hannas Vater | ||
| Christine Harbort | als Irene | ||
| Michael Gaißmayer | als Unscheid | ||
| Reinhard Scheunemann | als Dietmar | ||
| Gunda Ebert | als Claudi | ||
| Norman Schenk | als Horst | ||
| Martin Wuttke | als Imbissverkäufer | ||
| René Schoenenberger | als Arzt | ||
| Marie Zielcke | als Pflegerin | ||
| Regie: | Oskar Roehler | ||
| Buch: | Oskar Roehler | ||
| Musik: | Martin Todsharow | ||
| Kamera: | Hagen Bogdanski | ||
| Produzent: | Käte Caspar | ||
| Ulrich Caspar | |||
Die Unberührbare in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Dt. f. Hörg.
Bildformat: 1:1,85/4:3
Extras: Interviews, Deutscher Filmpreis 2000, Trailer
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