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Kaufvideo
Erhältlich seit:
08.03.2005
Originaltitel: The Forgotten
USA 2004
Laufzeit: 88 Min.
FSK: ab 12
Julianne Moore
Dominic West
Gary Sinise
Regie: Joseph Ruben
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

Sechs Jahre nach seinem letzten Kinofilm, "Für das Leben eines Freundes", kehrt Genrespezialist Joe Ruben auf den Regiestuhl zurück, um nach "Kill, Daddy, Kill!", "Der Feind in meinem Bett" und "Das zweite Gesicht" erneut einen Paranoiathriller zu realisieren. Im Mittelpunkt des handwerklich makellos gemachten Schockers steht Julianne Moore als junge Mutter, die nicht über den Unfalltod ihres Sohnes hinwegkommt und an ihrem eigenen Verstand zu zweifeln beginnt, als man ihr erzählt, der Junge habe nie gelebt und existiere nur in ihrer Einbildung. Ein beklemmendes Szenario, das einige Überraschungen bereithält - und zwei ehrlich herausragende Momente, über die man reden wird.
In unwirtliches Stahlgrau hat Ruben seine stilsichere und überaus solide Rückkehr auf den Regiestuhl getaucht - eine feindselige, ungemütliche Welt ohne Wärme. Es ist die Welt, wie Telly Paretta sie empfindet, seitdem ihr achtjähriger Sohn bei einem Flugzeugabsturz 14 Monate zuvor ums Leben kam. Seither kämpft sie mit einem dumpfen Schmerz, den auch regelmäßige Besucher bei dem bemühten Psychiater Munce nicht lindern können. Dann treten überraschende Veränderungen ein: Nach und nach verschwinden sämtliche sorgsam aufbewahrte Erinnerungsstücke an den Jungen, und auch Tellys Umwelt, inklusive Ehemann und Psychiater, beginnen zu verleugnen, er habe jemals gelebt. Tatsächlich soll der Sohn bereits bei der Geburt gestorben sein - seine Existenz sei eine reine Fantasie der Mutter. Obwohl sie den Verstand zu verlieren glaubt, bleibt Telly beharrlich.
Als sie bei dem ehemaligen Eishockey-Star Ash, dessen Tochter bei dem selben Unfall gestorben ist, die überlagerte Erinnerung an sein Kind wecken kann und auf einmal die Geheimpolizei auf den Plan tritt, gibt "Die Vergessenen" sein bislang zwar nicht temporeiches, aber doch effektives Rätselspiel auf und setzt fortan auf Tempo: Verfolgt von der Polizei und einem mysteriösen, ewig lächelnden Fremden, setzen Telly und Ash alles daran, das Geheimnis über das Verschwinden ihrer Kinder zu lösen. Das Szenario erinnert zunächst ein wenig an "Die Invasion der Körperfresser", nach weiteren Entwicklungen aber mehr und mehr an eine Folge von "Akte X". Wenn das von Gerald DiPego ("Phenomenon") erdachte Szenario eine Schwäche hat, dann ist es die ultimative Auflösung des Geheimnisses, die nicht nur logische Löcher aufweist und allzu bequem an den Haaren herbeigezogen wirkt, sondern vor allem enttäuschend wirken muss angesichts der spannenden Ausgangssituation und einigen spektakulären Szenen, in denen zunächst eine Blockhütte und später denn komplette Personen wie unter einer Abzugshaube ins All gesogen werden.
Man wünschte sich, bei der Gestaltung und Entwicklung des Showdowns hätte man sich ähnlich viel Mühe gegeben wie bei einem sensationell inszenierten und völlig überraschenden Autozusammenstoß, der es mit den Schock-Crashs in "Erin Brockovich" oder "Das Experiment" aufnehmen kann. Denn der zügig und mit wenigen Schnörkeln erzählte Thriller ist ungewöhnlich genug und von Moore und ihren Kollegen, u. a. Dominic West aus "Mona Lisas Lächeln" als Ash und Gary Sinise als Psychiater, so kompetent gespielt, dass er auch einen würdigen Payoff verdient hätte - und nicht unbedingt dieses etwas naive Loblied auf die Mutterliebe. Den Zuschauern wird das indes zunächst egal sein: Sie wollen einen spannenden Krimi sehen. Und das bietet "Die Vergessenen". ts.
| Darsteller: | Julianne Moore | als Telly Paretta | |
|---|---|---|---|
| Dominic West | als Ash Correll | ||
| Gary Sinise | als Dr. Jack Munce | ||
| Alfre Woodard | als Anne Pope | ||
| Linus Roache | als Der freundliche Mann | ||
| Anthony Edwards | als Jim Paretta | ||
| Robert Wisdom | als Carl Dayton | ||
| Jessica Hecht | als Eliot | ||
| Christopher Kovaleski | als Sam | ||
| Matthew Pleszewicz | als Sam mit 5 Jahren | ||
| Regie: | Joseph Ruben | ||
| Buch: | Gerald Di Pego | ||
| Musik: | James Horner | ||
| Kamera: | Anastas Michos | ||
| Produzent: | Dan Jinks | ||
| Bruce Cohen | |||
| Joe Roth | |||
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Audiokommentare, Nicht verwendete Szenen, Making of, Trailer
Die fast transparente Haut betont die zerbrechliche wirkende Erscheinung der rothaarigen Julianne Moore. Hinter dem zarten Naturell...
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