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Kaufvideo
Erhältlich seit:
03.02.2011
Originaltitel: The Four Feathers
USA 2002
Laufzeit: 131 Min.
FSK: ab 12
Heath Ledger
Wes Bentley
Kate Hudson
Regie: Shekhar Kapur
Concorde Home Entertainment

Bereits fünf mal verfilmt wurde A.E.W. Masons 1902 erschienener Abenteuerroman über einen jungen Offizier des britischen Empires, der nach seinem freiwilligen Ausscheiden aus der Armee auf eigene Faust in den Sudan reist, um seine Freunde beim Kampf zu unterstützen und sich selbst zu beweisen, dass er kein Feigling ist. Am bekanntesten ist Zoltan Kordas "Drei Fremdenlegionäre"-artige Adaption aus dem Jahr 1939. In seinem ersten Film seit "Elizabeth" erfindet Shekhar Kapur die Odyssee vom Jungen auf der Suche nach dem Mann in sich als bildgewaltiges Schlachtenepos neu, das umgehend Assoziationen mit Filmen wie "Braveheart" oder "Gladiator" weckt, seine attraktiven Stars Heath Ledger ("Ritter aus Leidenschaft") und Wes Bentley ("American Beauty") geschickt einsetzt und gekonnt krasse Kontraste - England/Afrika, moderne Gesichter/alte Welt, strenge Verhaltenskodices/instinktiver Überlebenstrieb - aufeinander prallen lässt.
Jede Einstellung des vor mehr als einem Jahr abgedrehten Films ist hart erkämpft. Man spürt förmlich, wie unerbittlich Kapur mit dem bisweilen visionären, von beeindruckender Schönheit geprägten Material ringen musste, bis die Geschichte am Schneidetisch endlich Form annahm, bis er Kern und Fluss seines Werkes entdeckte. Auch jetzt, im fertigen Zustand, ist "Die vier Federn" nicht immer rund und bisweilen alles andere als perfekt. Gerade der Anfang (zu umständlich) und der Schluss (zu versöhnlich) weisen Schwächen auf. Aber anders kann man sich einen Film, der seinen Figuren an die Substanz geht, in dem die Protagonisten durch die Hölle gehen müssen, auch kaum vorstellen. Andererseits steigert sich das Abenteuer in seiner langen Afrikasequenz hypnotisch und geradezu furios zu einem Crescendo stupender Bilderfolgen, von denen eine Aufnahme einer von allen Seiten attackierten Phalanx britischer Soldaten, aus deren Mitte selbst die Sonne zu scheinen scheint, besonders in Erinnerung bleibt. Kapur vermeidet es dabei tunlichst, allzu offensichtliche Parallelen zu heutigen Auseinandersetzungen (Weltreich gegen Gotteskrieger) zu betonen, sondern konzentriert sich auf die ganz persönlichen Prüfungen seiner gequälten Helden und fühlt Begriffen wie Brüderlichkeit und Freundschaft auf den Zahn.
Die Feder als Inbegriff für Feigheit dient dabei leitmotivisch als Antriebsfeder und übergeordnetes Symbol. Gleich in vierfacher Ausführung wird sie dem zaghaften Offizier Harry Feversham überbracht, als dieser kurz vor dem Ausrücken des Royal Cumbrian Regiment in den Sudan seinen Dienst quittiert. Drei stammen von seinen Kumpanen, die vierte von seiner enttäuschten Verlobten Ethne, die sich fortan Harrys bestem Freund Jack zuwendet. Während der in Afrika an der Front erste Abenteuer zu bestehen hat, macht sich Harry, angewidert von sich selbst, auf den Weg, jedem einzelnen die Feder persönlich zurück zu geben. Unterstützt vom afrikanischen Krieger Abou kämpft er sich als Einheimischer verkleidet durch die Wüste und kann sich schließlich beweisen, als die britischen Soldaten in einen Hinterhalt geraten.
Aus Harrys Sicht erlebt man die Torturen - in der Schlacht, in der unerbittlichen Wüste, in einem höllischen Gefängnis, das "Midnight Express" wie eine Mittagspause wirken lässt, aber auch seine emotionalen Qualen angesichts der Demütigung durch seine Freunde und Ethne - hautnah. Weil der junge Mann im Sudan schon bald die eigene Identität aufgibt und das Geschehen als Wanderer zwischen den Welten wahr nimmt (und kurzfristig sogar auf der Seite der Feinde Großbritanniens reitet), kann Kapur Kolonialisten und Kolonialisierte wertfrei betrachten und in der Freundschaft zwischen Harry und Abou (der faszinierende Djimon Honsou) eine ungewöhnliche Form der Völkerverständigung zelebrieren, die er den veralteten Verhaltensregeln und dem unreflektierten Patriotismus des Empires gegenüberstellt. Heath Ledger gewährt der Regisseur als jugendlichem Papillon seine bislang stärkste Rolle, aber auch Wes Bentley und (die unterbeschäftigte) Kate Hudson fallen positiv auf in diesem Kriegsabenteuer für Bauch und Herz, das manchmal den Faden, aber doch nie den Verstand verliert. ts.
England 1884: Der junge Soldat Harry Feversham (Heath Ledger) zählt in seinem Regiment zu den Besten, doch kurz vor dem Kampfeinsatz seiner Einheit im Sudan verlässt er aus Selbstzweifel und Liebe zu seiner zukünftigen Frau Ethne (Kate Hudson) die Armee. Daraufhin wenden sich seine Kameraden und selbst Ethne verständnislos von ihm ab und senden ihm als Symbol der Feigheit vier weiße Federn. Doch als Harry erfährt, dass sein ehemaliges Regiment in der Wüste auf fast verlorenem Posten kämpft, macht er sich auf eigene Faust auf den Weg nach Afrika, um alles für seine Freunde zu riskieren ...
Quelle: Concorde
Making-of, Featurette, Kinotrailer
Quelle: Concorde
| Darsteller: | Heath Ledger | als Harry Feversham | |
|---|---|---|---|
| Wes Bentley | als Lt. Jack Durrance | ||
| Kate Hudson | als Ethne Eustace | ||
| Djimon Hounsou | als Abou Fatma | ||
| Michael Sheen | als Trench | ||
| Laila Rouass | als Medizin-Mädchen | ||
| Lucy Gordon | als Isabelle | ||
| Nick Holder | als British Lion | ||
| Alex Jennings | als Colonel Hamilton | ||
| Kris Marshall | als Castleton | ||
| Rupert Penry-Jones | als Willoughby | ||
| Ben Uttley | als General Wosleys Aide-de-Camp | ||
| Tim Pigott-Smith | |||
| Regie: | Shekhar Kapur | ||
| Buch: | Michael Schiffer | ||
| Hossein Amini | |||
| Musik: | James Horner | ||
| Kamera: | Robert Richardson | ||
| Produzent: | Robert Jaffe | ||
| Stanley R. Jaffe | |||
| Marty Katz | |||
| Paul Feldsher | |||
Die vier Federn in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch dts HD 5.1 MA, Englisch dts HD 5.1 MA
Tonformat: dts HD 5.1 MA
Untertitel: Deutsch
Extras: Making of, Featurette, Trailer
Making-of, Featurette, Kinotrailer
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