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Kaufvideo
Erhältlich seit:
10.12.2010
Originaltitel: Die Wanderhure
Deutschland/Österreich/Ungarn 2010
Laufzeit: 126 Min.
FSK: ab 12
Alexandra Neldel
Bert Tischendorf
Nadja Becker
Regie: Hansjörg Thurn
Universum Film
Filmbewertung
(50 Bewertungen)

Der Bestseller "Die Wanderhure" ist deftig, vulgär und gerade bei den Brutalitäten unangenehm detailfreudig; lauter Argumente, die gemeinsam mit der eindrucksvollen verkauften Auflage eher für als gegen eine Verfilmung sprechen.
Die Geschichte ist an Grausamkeit kaum zu überbieten. Als die junge Marie sich weigert, den vom Vater ausgesuchten Mann zu heiraten, wird sie Opfer eines finsteren Komplotts. Der verschmähte Bräutigam lässt das Mädchen der Hurerei bezichtigen und sorgt dafür, dass sie vor dem Prozess vergewaltigt wird, damit sie keine Jungrau mehr ist. Zur Strafe für ihr Vergehen wird die junge Frau öffentlich ausgepeitscht und mehr tot als lebendig vor die Tore der Stadt geschleift. Dort täuscht sie ihren Tod vor und schwört sich, blutige Rache an all jenen nehmen, die sie verraten haben. Auf über 600 Seiten beschreibt das Autorenpaar Iny Klocke und Elmar Wohlrath unter dem Pseudonym Iny Lorentz in dem Roman "Die Wanderhure" (Knaur Verlag), wie sich Marie als Prostituierte verdingt, um zu überleben. Schon im Buch ist die Historie allerdings bloß Folie für eine Mixtur aus Zeitkolorit, Freundschaft, Liebe und viel Sex, oft erzwungen, meist erkauft. Noch vor einigen Jahren hätte Sat.1 aus dem saftigen Stoff vermutlich einen Zweiteiler gemacht, aber nach einigen Misserfolgen sind die Privatsender in dieser Hinsicht vorsichtiger geworden: Autorin Gabriele Kister musste die 600 Seiten auf 120 Filmminuten kürzen. Das hat sie recht geschickt gemacht. Das Grundgerüst der Handlung ist noch vorhanden, das meiste vom Rest vermisst man nicht. Der geschichtliche Hintergrund spielt kaum noch eine Rolle; die Sexszenen hingegen hat Kister weitgehend drin gelassen. Auf der anderen Seite wird man den Film kaum mit anderen Werken des Genres "Literaturverfilmung" messen wollen. Außerdem wird die Titelfigur von Alexandra Neldel verkörpert, deren modernes Gesicht nicht recht in die mittelalterlichen Kulissen passen will. Leser des Romans werden sich unter der "engelhaften Schönheit" Maries ohnehin jemand anderen vorgestellt haben, zumal Neldel mit ihren 34 Jahren exakt doppelt so alt ist wie das Mädchen zu Beginn der Geschichte. Immerhin werden die unvermeidlichen Nacktszenen nicht einfach für die Darstellerin gewesen sein, zumal in der Regel Gewalt mit im Spiel ist. Regisseur Hansjörg Thurn ("Die Schatzinsel") weidet sich zwar nicht unbedingt an den entsprechenden Bildern (Kamera: Gerhard Schirlo), aber schamhaft ausgeblendet werden sie auch nicht. Der Film ist aufwändig und mit großen Schauwerten produziert, die Besetzung kann sich sehen lassen (Elena Uhlig, Thure Riefenstein, Alexander Beyer und Götz Otto), die Dialoge sind herzhaft und Maries Schicksal ergreifend. Aber Begeisterung will sich nicht einstellen. tpg.
"Die Wanderhure" erzählt die spannende und mitreißende Geschichte von Marie Schärer, die sich im Kampf um ihre Würde als Frau, gegen Gier, Betrug und Verrat zur Wehr setzt. Konstanz im Jahr 1414: Die schöne Marie Schärer (Alexandra Neldel) lebt ein sorgenfreies und behütetes Leben - bis zu jenem Tag, an dem ihr Vater (Miguel Herz-Kestranek) sie gegen ihren Willen mit dem unehelichen Sohn des Grafen von Keilburg (Michael Brandner), verheiraten will. Doch Maries große Liebe ist ihr Jugendfreund Michel Adler (Bert Tischendorf), der aufgrund seines gesellschaftlichen Standes nicht den Vorstellungen ihres Vaters entspricht. Geblendet vom möglichen Aufstieg willigt er in den Vorschlag von Graf Heinrich von Keilburg ein, Marie mit Ruppertus zwangszuverheiraten. Als Ruppertus jedoch Maries Abneigung spürt, fühlt er sich zutiefst gekränkt und zettelt eine Intrige an: Er lässt Marie brutal vergewaltigen und der Hurerei beschuldigen bis sie schließlich unschuldig verurteilt, gefoltert und halb tot aus der Stadt verbannt wird. Die Wanderhure Hiltrud (Nadja Becker) findet Marie schwerverletzt und nimmt sich ihrer an. Doch die Hilfe hat ihren Preis. Um zu überleben, muss Marie ihren Körper verkaufen. Nur ihr innerer Hass und der Wunsch, ihre Ehre und Würde als Frau wieder zu erlangen, lassen sie ihre Scheu überwinden. So nimmt Marie eine neue Identität an und spielt die Rolle der Hübschlerin Hannah, die schnell die Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Als Mechthild von Arnstein (Elena Uhlig) sie als Gespielin für ihren Ehemann Dietmar (Thure Riefenstein) anstellt, wittert Marie ihre große Chance. Denn für ihren Racheplan braucht sie niemand geringeren als König Sigismund (Götz Otto)...
Quelle: Universum Film
Laufzeit Bonusmaterial: ca. 30 Minuten
Interviews mit Alexandra Neldel, Götz Otto sowie Iny Lorentz
Quelle: Universum Film
| Darsteller: | Alexandra Neldel | als Marie Schärer / Hannah | |
|---|---|---|---|
| Bert Tischendorf | als Michel Adler | ||
| Nadja Becker | als Hiltrud | ||
| Julian Weigend | als Ruppertus Splendidus | ||
| Michael Brandner | als Graf von Keilburg | ||
| Elena Uhlig | als Mechthild von Arnstein | ||
| Thure Riefenstein | als Dietmar von Arnstein | ||
| Götz Otto | als König Sigismund | ||
| Alexander Beyer | als Jodokus von Arnstein | ||
| Miguel Herz-Kestranek | als Mathis Schärer | ||
| Lili Gesler | als Madeleine | ||
| Attila Árpa | als Utz | ||
| Manuel Witting | als Burkhard | ||
| Regie: | Hansjörg Thurn | ||
| Buch: | Gabriele Kister | ||
| Kamera: | Gerhard Schirlo | ||
| Produzent: | Sven Burgemeister | ||
| Andreas Bareiss | |||
Die Wanderhure in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch dts HD 5.1
Tonformat: dts HD 5.1
Bildformat: 1:1,78/1080p
Extras: Interviews
Laufzeit Bonusmaterial: ca. 30 Minuten
Interviews mit Alexandra Neldel, Götz Otto sowie Iny Lorentz
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