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Die Wanderhure

TV-Verfilmung der gleichnamigen Romanvorlage des Autorenduos Iny Lorentz.


Die Wanderhure

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Erhältlich seit:
10.12.2010

Originaltitel: Die Wanderhure

Historienfilm

Deutschland/Österreich/Ungarn 2010
Laufzeit: 126 Min.
FSK: ab 12

Alexandra Neldel
Bert Tischendorf
Nadja Becker

Regie: Hansjörg Thurn
Universum Film

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Filmbewertung


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Die Ausstattung

Die Technik



 
Die Wanderhure

Konstanz Anfang des 15. Jahrhunderts: Die schöne Kaufmannstochter Marie Schärer liebt Michel Adler, den Sohn des Schankwirts. Doch ihr ehrgeiziger Vater will das Mädchen mit Ruppertus, dem unehelichen Sohn des Grafen von Keilburg, verheiraten. Als dieser bemerkt, wie sehr Marie ihn ablehnt, lässt er sie brutal vergewaltigen, der Hurerei beschuldigen und aus der Stadt vertreiben. Eine Gruppe fahrender Huren nimmt die geschundene Marie auf und pflegt sie gesund. Marie wird zur Wanderhure Hannah, die nur ein Ziel kennt, nämlich Rache. Als sie die Gespielin eines einflussreichen Adeligen wird, wittert sie ihre Chance.

Die Bestseller-Verfilmung "Die Wanderhure" war die TV-Überraschung 2010. Fast zehn Millionen Zuschauer verfolgten die Erstausstrahlung des von Hansjörg Thurn aufwändig inszenierten Event-Filmes auf Sat1. Für die Sensationsquote dürften, neben der großangelegten Werbekampagne, sicher die opulent ausgestattete Mittelalter-Kulisse und die zum Teil deftigen Erotikszenen verantwortlich gewesen sein. Mit Alexandra Neldel verfügte das Mittelalter-Epos außerdem über eine jederzeit hübsch anzuschauende Hauptdarstellerin. Kein Wunder also, dass Sat1 bereits die Fortsetzung plant. Stoff gibt es reichlich. Immerhin umfasst die "Wanderhuren"-Reihe des unter dem Pseudonym "Iny Lorentz" schreibenden Autorenpaares Ingrid Klocke und Elmar Wohlrath insgesamt vier Bände.

Die Wanderhure

Der Bestseller "Die Wanderhure" ist deftig, vulgär und gerade bei den Brutalitäten unangenehm detailfreudig; lauter Argumente, die gemeinsam mit der eindrucksvollen verkauften Auflage eher für als gegen eine Verfilmung sprechen.

Die Geschichte ist an Grausamkeit kaum zu überbieten. Als die junge Marie sich weigert, den vom Vater ausgesuchten Mann zu heiraten, wird sie Opfer eines finsteren Komplotts. Der verschmähte Bräutigam lässt das Mädchen der Hurerei bezichtigen und sorgt dafür, dass sie vor dem Prozess vergewaltigt wird, damit sie keine Jungrau mehr ist. Zur Strafe für ihr Vergehen wird die junge Frau öffentlich ausgepeitscht und mehr tot als lebendig vor die Tore der Stadt geschleift. Dort täuscht sie ihren Tod vor und schwört sich, blutige Rache an all jenen nehmen, die sie verraten haben. Auf über 600 Seiten beschreibt das Autorenpaar Iny Klocke und Elmar Wohlrath unter dem Pseudonym Iny Lorentz in dem Roman "Die Wanderhure" (Knaur Verlag), wie sich Marie als Prostituierte verdingt, um zu überleben. Schon im Buch ist die Historie allerdings bloß Folie für eine Mixtur aus Zeitkolorit, Freundschaft, Liebe und viel Sex, oft erzwungen, meist erkauft. Noch vor einigen Jahren hätte Sat.1 aus dem saftigen Stoff vermutlich einen Zweiteiler gemacht, aber nach einigen Misserfolgen sind die Privatsender in dieser Hinsicht vorsichtiger geworden: Autorin Gabriele Kister musste die 600 Seiten auf 120 Filmminuten kürzen. Das hat sie recht geschickt gemacht. Das Grundgerüst der Handlung ist noch vorhanden, das meiste vom Rest vermisst man nicht. Der geschichtliche Hintergrund spielt kaum noch eine Rolle; die Sexszenen hingegen hat Kister weitgehend drin gelassen. Auf der anderen Seite wird man den Film kaum mit anderen Werken des Genres "Literaturverfilmung" messen wollen. Außerdem wird die Titelfigur von Alexandra Neldel verkörpert, deren modernes Gesicht nicht recht in die mittelalterlichen Kulissen passen will. Leser des Romans werden sich unter der "engelhaften Schönheit" Maries ohnehin jemand anderen vorgestellt haben, zumal Neldel mit ihren 34 Jahren exakt doppelt so alt ist wie das Mädchen zu Beginn der Geschichte. Immerhin werden die unvermeidlichen Nacktszenen nicht einfach für die Darstellerin gewesen sein, zumal in der Regel Gewalt mit im Spiel ist. Regisseur Hansjörg Thurn ("Die Schatzinsel") weidet sich zwar nicht unbedingt an den entsprechenden Bildern (Kamera: Gerhard Schirlo), aber schamhaft ausgeblendet werden sie auch nicht. Der Film ist aufwändig und mit großen Schauwerten produziert, die Besetzung kann sich sehen lassen (Elena Uhlig, Thure Riefenstein, Alexander Beyer und Götz Otto), die Dialoge sind herzhaft und Maries Schicksal ergreifend. Aber Begeisterung will sich nicht einstellen. tpg.

Die Wanderhure

"Die Wanderhure" erzählt die spannende und mitreißende Geschichte von Marie Schärer, die sich im Kampf um ihre Würde als Frau, gegen Gier, Betrug und Verrat zur Wehr setzt. Konstanz im Jahr 1414: Die schöne Marie Schärer (Alexandra Neldel) lebt ein sorgenfreies und behütetes Leben - bis zu jenem Tag, an dem ihr Vater (Miguel Herz-Kestranek) sie gegen ihren Willen mit dem unehelichen Sohn des Grafen von Keilburg (Michael Brandner), verheiraten will. Doch Maries große Liebe ist ihr Jugendfreund Michel Adler (Bert Tischendorf), der aufgrund seines gesellschaftlichen Standes nicht den Vorstellungen ihres Vaters entspricht. Geblendet vom möglichen Aufstieg willigt er in den Vorschlag von Graf Heinrich von Keilburg ein, Marie mit Ruppertus zwangszuverheiraten. Als Ruppertus jedoch Maries Abneigung spürt, fühlt er sich zutiefst gekränkt und zettelt eine Intrige an: Er lässt Marie brutal vergewaltigen und der Hurerei beschuldigen bis sie schließlich unschuldig verurteilt, gefoltert und halb tot aus der Stadt verbannt wird. Die Wanderhure Hiltrud (Nadja Becker) findet Marie schwerverletzt und nimmt sich ihrer an. Doch die Hilfe hat ihren Preis. Um zu überleben, muss Marie ihren Körper verkaufen. Nur ihr innerer Hass und der Wunsch, ihre Ehre und Würde als Frau wieder zu erlangen, lassen sie ihre Scheu überwinden. So nimmt Marie eine neue Identität an und spielt die Rolle der Hübschlerin Hannah, die schnell die Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Als Mechthild von Arnstein (Elena Uhlig) sie als Gespielin für ihren Ehemann Dietmar (Thure Riefenstein) anstellt, wittert Marie ihre große Chance. Denn für ihren Racheplan braucht sie niemand geringeren als König Sigismund (Götz Otto)...

Quelle: Universum Film

Laufzeit Bonusmaterial: ca. 30 Minuten
Interviews mit Alexandra Neldel, Götz Otto sowie Iny Lorentz

Quelle: Universum Film

Darsteller:  Alexandra Neldel   als Marie Schärer / Hannah
  Bert Tischendorf   als Michel Adler
  Nadja Becker   als Hiltrud
  Julian Weigend   als Ruppertus Splendidus
  Michael Brandner   als Graf von Keilburg
  Elena Uhlig   als Mechthild von Arnstein
  Thure Riefenstein   als Dietmar von Arnstein
  Götz Otto   als König Sigismund
  Alexander Beyer   als Jodokus von Arnstein
  Miguel Herz-Kestranek   als Mathis Schärer
  Lili Gesler   als Madeleine
  Attila Árpa   als Utz
  Manuel Witting   als Burkhard
 
Regie:  Hansjörg Thurn  
Buch:  Gabriele Kister  
Kamera:  Gerhard Schirlo  
Produzent:  Sven Burgemeister  
  Andreas Bareiss  
 

Die Wanderhure in der Fotoshow

 

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Features

 

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