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Die weiße Massai

Bestsellerverfilmung mit Starbesetzung: Eine junge Schweizerin verliebt sich während eines Kenia-Urlaubs in einen Krieger der Samburu und zieht zu ihm.


Die weiße Massai

Leihvideo

Erhältlich seit:
16.03.2006

Originaltitel: Die weiße Massai

Drama

Deutschland 2005
Laufzeit: 126 Min.
FSK: ab 12

Nina Hoss
Jacky Ido
Katja Flint

Regie: Hermine Huntgeburth
Highlight Communications (Deutschland)

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Zwischen Himmel und Hölle: Nina Hoss folgt aus obsessiver Liebe einem geheimnisvollen Samburu-Krieger in die kenianische Wildnis und wagt ein neues Leben in Afrika.

Das Glück zum Greifen nah: Lemalian und Carola (Foto: Constantin) Großansicht

Das Glück zum Greifen nah: Lemalian und Carola (Foto: Constantin)

Liebe auf den ersten Blick? Es gibt sie wirklich und gegen jegliche Vernunft. Als die 27-jährige Carola (Nina Hoss) am Ende ihres Urlaubs in Kenia den Samburu-Krieger Lemalian (Jacky Ido) auf einer Fähre entdeckt, ist es um sie geschehen. Seine langen roten, zu Zöpfchen geflochtenen Haare, das ausdrucksstarke Gesicht, der kraftvolle Körper - sie verliebt sich Hals über Kopf in dieses Prachtexemplar von Mann.

Als der sie und ihren Freund aus einer gefährlichen Situation rettet, steht ihr Entschluss fest. Sie lässt den Lover am nächsten Morgen allein in die Schweiz zurückfliegen und macht sich mutig auf die Suche nach dem exotischen Fremden, folgt ihm in ein Kaff im kenianischen Busch.

Ungewohnter und harter Alltag mit Ziegenfleisch, Tee und Zucker (Foto: Constantin) Großansicht

Ungewohnter und harter Alltag mit Ziegenfleisch, Tee und Zucker (Foto: Constantin)

Auf in die Wildnis

Sie erreicht Maralal, eine staubige Stadt und trifft Elisabeth (Katja Flint), eine mit einem Einheimischen verheiratete Deutsche. Die empfiehlt ihr zu warten. Wenn der Samburu sie will, wird er sie holen. Nach zehn Tagen ist es soweit, steht der schöne Schwarze vor ihr und lächelt sie an, "no problems, Carola". Die erste Liebesnacht mit schnellem Sex - eine totale Enttäuschung. Dennoch geht sie mit in die Wildnis und ist "die weiße Massai".

Was sie dort erlebte, schrieb die Schweizerin Corinne Hofmann in ihrem titelgebenden, autobiografischen Bestseller nieder. Eine Love-Story mit Höhen und Tiefen und ohne Happy End.

Nicht ohne meine Tochter. Carola will nach Hause (Foto: Constantin) Großansicht

Nicht ohne meine Tochter. Carola will nach Hause (Foto: Constantin)

Es lebe die Romantik

Hermine Huntgeburth drehte an Originalschauplätzen mit einer wunderbaren Nina Hoss, die dem Macho Liebe, Zärtlichkeit und Verständnis beibringt, unter schwersten Bedingungen sein Leben in der Lehmhütte teilt und eine Tochter gebiert, am Ende der Welt sogar einen Krämerladen eröffnet.

Die Geschichte einer obsessiven Liebe und deren Scheitern trifft mitten ins Herz. Nicht nur wer das Buch kennt, muss diesen Film sehen. Pflichtprogramm für alle, die der Romantik eine Chance geben. Egal, was kommt.

Die weiße Massai

Corinne Hofmanns autobiografischer Bestseller "Die weisse Massai" rührte Millionen. Die Liebesgeschichte der einfachen Schweizerin mit einem stolzen Samburu-Krieger hat Hermine Huntgeburth an Originalschauplätzen in Kenia verfilmt, mit einer brillanten Nina Hoss, die für einen exotischen Fremden ihr behütetes Leben aufgibt und vier Jahre im afrikanischen Busch verbringt. Der Culture-Clash ist stärker als das Gefühl. Kein Happy End unter der Sonne Afrikas.

Liebe auf den ersten Blick, ein begehrtes Sujet für Romantiker und weniger für Realisten. Doch es scheint sie zu geben, glaubt man Corinne Hofmann und ihren Erzählungen. Die blondmähnige und blauäugige Carola (so der Filmname) verbringt den Strandurlaub mit ihrem nett-langweiligen Freund in Kenia. Einen Tag vor dem Rückflug fällt ihr Blick auf den Samburu-Krieger Lemalian mit seinen feinen Zöpfchen, mysteriösen Zeichen im Gesicht und kraftstrotzendem Körper. Und es ist um sie geschehen. Als der ebenholzschwarze Mann das Paar auch noch aus einer misslichen Situation befreit und eine nächtliche Fahrgelegenheit ins Hotel anbietet, riecht ihr Freund Lunte. Zu spät. Am Flughafen entscheidet sie sich spontan, im Land zu bleiben und macht sich auf die mühsame Suche nach dem Schönen, der inzwischen schon zu seinem Stamm zurückgekehrt ist. Aber sie gibt nicht auf, auch gegen die Warnungen einer anderen Deutschen, die schon länger mit einem Schwarzen zusammenlebt und warnt, eine Frau sei nicht viel mehr wert als eine Ziege. Gegen jeden gesunden Menschenverstand lebt Carola ihre Obsession und baut mit Lemalian eine gemeinsame Existenz auf, hält erst einmal durch - teilt mit Schwiegermutter und Nichte eine winzige Lehmhütte, ernährt sich von getrocknetem Ziegenfleisch, Tee und Zucker, kommuniziert mit ein paar englischen Sprachbrocken. Hermine Huntgeburth hielt sich weitgehend an die Buch-Vorgabe, reduzierte die Handlungsstränge und fand eine eigene Dramaturgie. Während sich Carola immer mehr zu einem eigenständigen Filmwesen entwickelt, versucht die Regisseurin, auch die Figur des Eingeborenen in seine Kultur eingebettet verständlich zu machen. Gegen die Schlichtheit des Romans wirkt die Leinwandadaption vielschichtiger in der Darstellung interkultureller Konflikte, vor allem im Zusammenprall der Vorstellungen über Geschlechterrollen. So erinnert der erste Sex mehr an das Begattungsverhalten von Hunden, erst langsam bringt die Europäerin dem Samburu bei, dass Sex auch zärtlich und für die Frau lustvoll sein kann. Je mehr Sicherheit die Schweizerin gewinnt, um so mehr entflammt die männliche Eifersucht, schon dass sie einen Pick-up kauft und fährt, bringt Ärger. Immer wieder kontrastiert Huntgeburth die europäische Sichtweise mit afrikanischen Ritualen, die nicht ins weiße Weltbild passen - Verteufelung einer schwangeren Frau als Hexe, grausame Beschneidung einer 15-jährigen, Unterdrückung der weiblichen Persönlichkeit, dazu Schikanen durch eine ausufernde Bürokratie. Nach der Hochzeit bei Vollmond im weißen Brautkleid nimmt die Entfremdung zu, vor allem weil Carola als Ladenbesitzerin Erfolg hat und sogar gegen den Willen des Gatten den korrupten Dorf-Chef nicht mehr schmiert. Auch die Geburt des Kindes kann die Beziehung nicht retten. Unter schwierigen Bedingungen geht es in die Schweiz zurück. Nach "Wolfsburg" und "Toter Mann" glänzt "Buhlschaft" Nina Hoss diesmal als Träumerin, die mit unglaublicher Naivität und großem Mut durch eine fremde Kultur stolpert. "Die weisse Massai", ausgestattet mit großen Kinobildern (Kamera Martin Langer) und Niki Reisers stimmungsvoller Filmmusik , ist sicherlich primär ein Frauenstoff, aber bei Testscreenings reagierten auch Männer positiv. Die Kinokassen sollten also im Herbst lieblich klingeln. mk.

Darsteller:  Nina Hoss   als Carola
  Jacky Ido   als Lemalian
  Katja Flint   als Elisabeth
  Nino Prester   als Pater Bernardo
  Janek Rieke   als Stefan
 
Regie:  Hermine Huntgeburth  
Buch:  Johannes W. Betz  
  Hermine Huntgeburth  
  Prof. Dr. Günter Rohrbach  
Musik:  Niki Reiser  
Kamera:  Martin Langer  
Produzent:  Prof. Dr. Günter Rohrbach  
  Alena Rimbach  
  Herbert Rimbach  

"Weiße Massai" ab März auf DVD

Am 16. März erscheint bei Highlight "Die weiße Massai" als Leih-DVD und am 23. März als Kauf-DVD in zwei Versionen.

Als Buch und im Kino ein Hit, dank umfangreicher Ausstattung auf DVD vermutlich auch: "Die weiße Massai" (Foto: Constantin) Großansicht

Als Buch und im Kino ein Hit, dank umfangreicher Ausstattung auf DVD vermutlich auch: "Die weiße Massai" (Foto: Constantin)

Etwa 2,2 Mio. Besucher sahen die wahre Geschichte nach der weltbekannten Romanvorlage von Corinne Hofmann in den deutschen Kinos. Im März erscheint "Die weiße Massai" auf DVD bei Highlight. Der DVD-Leihstart erfolgt am 16. März, die Kaufversion steht ab dem 23. März in den Läden.

Die käufliche Variante kommt in zwei Versionen: als Einzel-DVD sowie als Premium Edition auf Doppel-DVD. Zwar bietet auch die Einzel-DVD einiges an Bonusmaterial, doch die Zwei-Disc-Variante gewährt anhand zahlreicher Beiträge detailliertere Hintergründe zum Spielfilm und seiner Geschichte. Dazu gehören beispielsweise 47 Minuten Interviews, ein 20-minütiges Making-of, das Feature "Gourmet der Wildnis", ein Hinter-den-Kulissen mit Kommentar des Herstellungsleiters und ein kurzer Ausschnitt einer Lesung mit Corinne Hofman.

 

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