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Die wiedergefundene Zeit

Beeindruckende Adaption von Marcel Prousts letztem Kapitel seines Mammutwerks "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" um die Erinnerungen eines Dandys.


Die wiedergefundene Zeit

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Erhältlich seit:
21.01.2011

Originaltitel: Le temps retrouvé

Drama

Frankreich/Italien 1999
Laufzeit: 156 Min.
FSK: ab 12

Catherine Deneuve
Emmanuelle Béart
Vincent Perez

Regie: Raoul Ruiz
absolut MEDIEN

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Die wiedergefundene Zeit

Sich des siebenteiligen Romans "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" von Marcel Proust anzunehmen, bedarf es schon ein Stück Selbstsicherheit und Wagemut. Dem in Paris lebenden Chilenen Raoul Ruiz gelang ein deliziöses Gesellschaftsporträt Anfang des 20. Jahrhunderts, das durch Opulenz, Atmosphäre und Schauspieler wie John Malkovich, Cathérine Deneuve und Emmanuelle Béart überzeugt.

Weder Joseph Losey noch Luchino Visconti war es vergönnt, ihren Traum von der Verfilmung des monumentalen Proust-Romans zu verwirklichen, Volker Schlöndorff schaffte nur die Adaption des Teilstücks "Eine Liebe von Swann". Gehalten wird die vielschichtige Geschichte durch eine Rahmenhandlung. Marcel Proust, von seiner aufmerksamen Haushälterin Céleste umsorgt, diktiert vom Krankenlager den Roman und streift in Rückblenden noch einmal die wichtigsten Stationen seines Lebens, erinnert sich an Menschen, die er liebte und zu Romanfiguren wurden. Diese Reise in die Vergangenheit führt in die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg, in der Proust in Gilberte verliebt ist, die ihrem bisexuellen Gatten verbunden ist, danach folgt der Zweite Weltkrieg, den die Mitglieder der High Society eigentlich nur als lästig empfinden und sich nicht abhalten lassen, sich hemmungslos zu amüsieren, egal ob hetero- oder homosexuell. Ruiz betrachtet das dekadente Geschehen aus der Distanz, verknüpft verschiedene Zeitebenen, spielt mit Traum und surrealen Elementen. Die lange Exposition mit einer Vielzahl von Personen stellt auf eine Geduldsprobe, aber es lohnt sich, durchzuhalten. Denn der faszinierende Blick lockt in eine fremde Welt, in eine erlesene, dem Untergang geweihte Gesellschaft, deren Eleganz und Raffinesse nicht über gepflegte Langeweile und innere Leere hinwegtäuschen kann. Dabei verzichtet Ruiz auf konventionelle Erzählstruktur und arbeitet stark mit Assoziationen, verbindet geschickt den Roman "Die wiedergefundene Zeit" mit Fragmenten des Mammutwerks "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit". Bei dem enormen Schauwert vergisst man zeitweise die Länge von mehr als zwei ein viertel Stunden. Gehobene Unterhaltung, die nicht nur Freunde opulenter Literaturverfilmungen schätzen sollten. mk.

Die wiedergefundene Zeit

Paris 1922, der todkranke Marcel liegt im Bett und arbeitet an einem Manuskript. Erschöpft betrachtet er alte Fotos,
Porträts der Eltern, Gilbertes, des Autors als junger Mann. So beginnt Raúl Ruiz' bildgewaltige Proust-Adaption, die weit
mehr ist als eine Verfilmung des letzten Teils der Recherche. Mittels einer raffinierten Erzählstruktur gelingt es dem
Filmemacher, in kunstvollen "Rückblenden-Rösselsprüngen" (Der Spiegel) die Figuren, Motive und Sinneseindrücke der
Vorlage zu verknüpfen wie im "Muster eines erlesenen Teppichs, das im wechselhaften Licht der Jahreszeiten und
Stimmungen immer neue Liebschaften von Farbe und Form preisgibt" (Die Zeit). , , Raúl Ruiz, geboren 1941 in Puerto
Montt/Chile, 1969 wurde er für seine Verfilmung von Guillermo Cabrera Infantes "Drei traurige Tiger" bekannt in
Locarno mit dem Goldenen Leoparden ausgezeichnet. Die Zeit bezeichnete ihn als "Legende im Kino des Eigensinns".

Quelle: absolut Medien

- Interview mit Raúl Ruiz und Gilles Taurand (32 Minuten)
- umfangreiches Booklet von Reiner Niehoff: Im Laboratorium der Recherche
- Raul Ruiz im Gesprach mit Stephane Bouquet und Emmanuel Burdeau
- Reiner Niehoff: Unverfilmbar? Marcel Prousts "Auf der Suche nach der
verlorenen Zeit"

Quelle: absolut Medien

Darsteller:  Catherine Deneuve   als Odette
  Emmanuelle Béart   als Gilberte
  Vincent Perez   als Morel
  John Malkovich   als Charlus
  Pascal Greggory   als Saint-Loup
  Marcello Mazzarella   als Erzähler
  Marie-France Pisier   als Madame Verdurin
  Chiara Mastroianni   als Albertine
  Arielle Dombasle   als Madame de Farcy
 
Regie:  Raoul Ruiz  
Buch:  Gilles Taurand  
  Raoul Ruiz  
Musik:  Jorge Arriagada  
Kamera:  Ricardo Aronowich  
Produzent:  Paulo Branco  
 

Die wiedergefundene Zeit in der Fotoshow

 

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Catherine Deneuve

Die schönste Frau Frankreichs, die Sphinx mit der Aura der Unnahbarkeit - mit dem makellosen Äußeren, mit dem Flair der Verruchtheit...

 

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Mit 13 Jahren, nachdem sie Romy Schneider in "Mado" gesehen hatte, entschloss sich Emmanuelle Béart (geb. 1965), Tochter des...