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Die wilden Hühner

Teenagerabenteuer von Vivian Naefe nach Cornelia Funkes Bestseller um fünf Mädchen und ihre Bande.


Die wilden Hühner

Leihvideo

Erhältlich seit:
10.08.2006

Originaltitel: Die wilden Hühner

Kinderfilm/ Abenteuer

Deutschland 2006
Laufzeit: 105 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Michelle von Treuberg
Lucie Hollmann
Paula Riemann

Regie: Vivian Naefe
Highlight Communications (Deutschland)

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Statt "Wilder Kerle" lassen es in diesem turbulenten Abenteuer zur Abwechslung einmal hippe Mädels krachen.

Die "Pygmäen" unterstützen "Die wilden Hühner" (Foto: Constantin) Großansicht

Die "Pygmäen" unterstützen "Die wilden Hühner" (Foto: Constantin)

Eine Girl-Gang in Aktion! Die super coolen Mädels aus der fünften Klasse Sprotte, Melanie, Trude, Frieda und nach eingängiger Prüfung auch Wilma bilden die Gang "Die wilden Hühner". Ihre schärfste Konkurrenz sind die treudoofen Jungs der "Pygmäen"-Gang und deren Anführer Fred. Die beiden Banden können sich gegenseitig natürlich absolut nicht ausstehen.

Erst als Oma Slättberg fünf Hühner, die Maskottchen der Mädels, schlachten und das Bauamt ein Waldstück mit dem Baumhaus der "Pygmäen" plattmachen will, tun sich die beiden Cliquen trotz aller Vorbehalte gegen die feindlichen Erwachsenen zusammen. Gemeinsam sind sie stark und lösen alle Probleme.

Die Hühner dürfen auf gar keinen Fall geschlachtet werden (Foto: Constantin) Großansicht

Die Hühner dürfen auf gar keinen Fall geschlachtet werden (Foto: Constantin)

Profis am Werk

Hinreißendes Teenagerabenteuer von Vivian Naefe nach Cornelia Funkes Bestseller um fünf Mädchen und ihre Bande, produziert von den Machern von "Pünktchen und Anton", "Bibi Blocksberg" und "Das fliegende Klassenzimmer". Ein toller Kinderfilm, der auch den Großen Spaß macht.

Die wilden Hühner

Nach einer Vorlage von Bestseller-Autorin Cornelia Funke hat Deutschlands erfolgreichste Kinderfilmproduzentin Uschi Reich ein liebenswert-lustiges Mädels-Abenteuer mit prominenter Besetzung und als eine Art Gegenentwurf zu den "wilden Kerlen" realisiert.

Im Vergleich zur ersten Funke-Adaption "Herr der Diebe" fallen zwei Unterschiede auf. Erstens: Statt fantastischem Nervenkitzel steht hier komödiantisch aufbereiteter Schulalltag im Vordergrund. Zweitens: Statt internationaler Cast und Crew baute man ausschließlich auf deutsche Künstler. Regisseurin Vivian Naefe, TV-Quotenhit-Lieferantin ("Eine ungehorsame Frau") und Grimme-Preisträgerin ("Einer geht noch"), kommt denn auch gleich zur Sache. Kaum hat sie ihre vierköpfige Mädchenbande alias "Die wilden Hühner" und deren männliche Rivalen, gleich an der Zahl, jedoch ungleich unschöner "Pygmäen" genannt, etabliert, geht die schlichte, aber amüsant-unterhaltsame Story los: Oma Slättberg (Doris Schade, gibt lustvoll die böse Bäuerin) will ihre 15 Hühner schlachten. Weil das Federvieh aber nun mal Maskottchen der Girlgang ist, wird sofort ein Befreiungsplan geschmiedet. Dummerweise sind die Fünftklässlerinnen dabei aber auf die Hilfe der "Pygmäen" angewiesen. Denn wer traut sich schon nachts allein in den Hühnerstall, vor allem, wenn man bedenkt, dass sich Oma Slättberg erst vor kurzem eine Knarre zugelegt hat, um ungebetenes Gesindel vom Hof zu jagen.

Überraschendes Kino ist es nicht, was Naefe da ihrem Publikum, das altersmäßig zwischen acht und 14 liegen dürfte, bietet. Das war aber auch nicht zu erwarten. Dennoch gelingt ihr durchaus gutes Entertainment, handwerklich makellos aufbereitet. Darüber hinaus setzt die Regisseurin auf Dialogwitz und Schauspielführung - und da hat sie bei diesem bis in die Nebenrollen hinein prominent besetzten Ensemble-Film auch alle Hände voll zu tun. Zumal auch sämtliche Familienkonstellationen, die in der heutigen Gesellschaft existieren, Eingang finden: Der alleinerziehende Vater mit neuer Freundin und an Übergewicht leidendem Kind, der gewaltbereite Sohn, der zu Hause verprügelt wird oder die alleinerziehende, Vollzeit arbeitende Mutter, die ihre Tochter vernachlässigt. Naefe reißt diese Problematiken nur an, drückt dann wieder aufs Tempo, rückt den Spaßfaktor in den Vordergrund. Für den steht unter anderem der "Pygmäe" Martin Kunz, der als "Torte" die besten Sprüche in den Mund gelegt bekommt. Erwähnenswert in einem Ensemble, zu dem auch Katja-Riemann-Tochter Paula, Veronica Ferres, Benno Fürmann und Axel Prahl gehören: Jessica Schwarz als einfühlsame Lehrerin und Michelle von Treuberg als wortgewandte Bandenchefin "Sprotte". Constantin will seine Hühner ab 9. Februar 2006 zum Flattern bringen. lasso.

Darsteller:  Michelle von Treuberg   als Sprotte
  Lucie Hollmann   als Frieda
  Paula Riemann   als Melanie
  Zsa Zsa Inci Bürkle   als Trude
  Jette Hering   als Wilma
  Jeremy Mockridge   als Fred
  Philip Wiegratz   als Steve
  Martin Kurz   als Torte
  Vincent Redetzki   als Willi
  Veronica Ferres   als Sprottes Mutter Sibylle
  Doris Schade   als Oma Slättberg
  Jessica Schwarz   als Frau Rose
  Benno Fürmann   als Herr Grünbaum
  Axel Prahl   als Willis Vater
  Lukas Steimel   als Luki
  Lukas Engel   als Titus
  Pino Severino Geyssen   als Paolo
  David Kötter   als Freund von Titus
  Frank Voß   als Trudes Vater
  Christine Rose   als Jutta
  Nina Vorbrodt   als Friedas Mutter
  Roland Jankowsky   als Friedas Vater
  Herbert Meurer   als Herr Feistkorn
  Marius Fischer   als Bo
  Anya Hoffmann   als Melanies Mutter
  Frank Wickermann   als Melanies Vater
  Justus Kötting   als Oberschüler 1
  Katharina Eyssen   als Kindergärtnerin
  Axel Häfner   als Schrottplatzwärter
  Simon Gosejohann   als junger Mann
  Sina Burmester   als Tortes Freundin
 
Regie:  Vivian Naefe  
Buch:  Güzin Kar  
  Uschi Reich  
Musik:  Annette Focks  
Kamera:  Peter Döttling  
Produzent:  Uschi Reich  
  Peter Zenk  

"Hühner sind divenhafter als Hollywoodstars"

Nach einem Bestseller von Cornelia Funke haben Produzentin Uschi Reich und Regisseurin Vivan Naefe mit "Die wilden Hühner" ein liebenswertes Kinderabenteuer auf die Leinwand gebracht. Zusammen mit Veronica Ferres, die im Film eine allein erziehende Taxifahrerin spielt, erzählen sie von der Entstehung des Films und Zwischenfällen bei den Dreharbeiten.

Meist ein Herz und eine Seele: die fünf wilden Hühner (Foto: Constantin) Großansicht

Meist ein Herz und eine Seele: die fünf wilden Hühner (Foto: Constantin)

» Was hat Sie dazu veranlasst, den Film "Die wilden Hühner" zu machen?

USCHI REICH: Mich hat die Arbeit mit den Kindern gereizt. Obwohl die Dreharbeiten anstrengend und oft schwierig sind, bringen Kinder ganz andere Qualitäten als Erwachsene mit. Man fragt erwachsene Schauspieler immer, ob es schwierig sei, mit Kindern zu drehen - ich finde aber, dass sie eher von den Kleinen lernen können, nämlich unglaubliches Engagement und Direktheit.

Ich finde außerdem, dass sich Team und Schauspieler besser benehmen, wenn Kinder dabei sind. Sie wissen, dass die Kinder bei Streit und Eifersüchtelein unsicher werden und dann nicht mehr so spielen können, wie sie sollten.

VIVIAN NAEFE: Uschi Reich und ich sind schon lange in Kontakt und wollten immer einmal etwas gemeinsam machen. Vor zwei Jahren hat sie mir dann die Bücher von "Die wilden Hühner" in die Hand gedrückt und ich wusste sofort, dass das hundertprozentig etwas für mich ist.

VERONICA FERRES: Uschi Reich hat mir von dem Projekt erzählt und Vivian Naefe hat mir gesagt, wie sie meine Figur sieht - eine allein erziehende Taxifahrerin, die ihr Privatleben nicht auf die Reihe kriegt. Sybille ist ziemlich chaotisch und in ihrem Leben zwischen Beruf, dem Dasein als Mutter und als Vaterersatz ständig überfordert. Das hat für mich eine große Aktualität und ein Identifikationspotenzial, was mich sehr gereizt hat.

Zeigte den Mädchen beim Dreh, wo es langgeht: die Regisseurin Vivian Naefe (Foto: Constantin) Großansicht

Zeigte den Mädchen beim Dreh, wo es langgeht: die Regisseurin Vivian Naefe (Foto: Constantin)

» Hatten Sie als Kind auch eine Clique wie die wilden Hühner?

FERRES: So eine Bande hatte ich nicht - dafür aber zwei ältere Brüder. Bei deren Jungsbande wollte ich immer dazugehören und lief jahrelang mit Latzhose und Schiebermütze herum. Das war für meine Geschwister natürlich uncool - die kleine Schwester, die ihnen immer nachrennt. Wenn ich mal bei meinen Brüdern dabei sein durfte, musste ich Mutproben bestehen, wie zum Beispiel von einer hohen Ziegelmauer springen, Wache schieben oder etwas aus der Küche stibitzen.

REICH: Ich war auf einer Jungenschule mit nur drei Mädchen; ich hatte also keine solche Clique. Was ich bei den wilden Hühner so toll finde, ist, dass sie den Alltag miteinander leben - das hätte ich auch sehr bereichernd gefunden.

NAEFE: Ja, ich hatte eine Clique, wir waren aber nicht so cool. Das Tollste für uns war, Hütten im Wald zu bauen und zu Hause Lebensmittel zu klauen, um in unserem Wald-Zuhause etwas zu essen zu haben. Den Jungs Streiche zu spielen - davon haben wir immer nur geträumt.

 

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