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Die wilden Kerle

Alles ist gut, solange du wild bist: Das ist das Motto der wilden Kerle, einer frechen Fußballbande, die in den Sommerferien fürs Leben lernt.


Die wilden Kerle

Leihvideo

Erhältlich seit:
06.05.2004

Originaltitel: Die wilden Kerle

Kinderfilm

Deutschland 2003
Laufzeit: 91 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Jimi Blue Ochsenknecht
Wilson Gonzalez Ochsenknecht
Constantin Gastmann

Regie: Joachim Masannek
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Fußball, Freunde, Ferien - Joachim Masannek kennt die wichtigsten Themen der Welt und behandelt sie in seinem turbulenten Kinderkinoabenteuer

Achtung: junge Kicker am Start (Foto: Buena Vista) Großansicht

Achtung: junge Kicker am Start (Foto: Buena Vista)

Wer kennt sie nicht, die rücksichtslosen Älteren, die immer dann die Schaukel okkupieren, wenn's gerade am lustigsten ist. Meist kann man da als Knirps wenig tun, doch als die Teenie-Tyrannen um den dicken Michi (Florian Heppert) just am ersten Ferientag den Bolzplatz für sich beanspruchen, platzt dem neunjährigen Leon (Mädchenschwarm Jimmy Blue Ochsenknecht) der Kragen.

Er fordert die 13-Jährigen zum Entscheidungsspiel heraus - in zehn Tagen! Mit Hilfe von Kiosk-Betreiber Willi (Rufus Beck) machen sie im improvisierten Trainingslager schon gute Fortschritte, als das Auftauchen der coolen Vanessa und der Rausschmiss der "Kleinen" Raban und Joschka die Truppe entzweit und ihren Sieg gegen die Älteren gefährdet.

Kiosk-Besitzer Willi macht aus den Jungs echte Fußballer (Foto: Buena Vista) Großansicht

Kiosk-Besitzer Willi macht aus den Jungs echte Fußballer (Foto: Buena Vista)

Spannendes Spiel

Beinharte Zweikämpfe und perfektes Zusammenspiel, spannende Action und große Gefühle - all das vereint "Die Wilden Kerle", das gelungene Regiedebüt des Erfolgsautors Joachim Masannek.

Nicht zuletzt dank der tollen Darsteller und den witzigen Songs der Bananafishbones ganz großes Kino für Jung und Alt.

Die wilden Kerle

Während die eigenen Kinokarrieren derzeit ein wenig in der Abseitsfalle hängen, unterstützen Rufus Beck und Uwe Ochsenknecht ihre Sprösslinge nun bei deren fulminantem Fußballabenteuer "Die wilden Kerle". Die Vorlage dazu lieferte HFF-Absolvent und Kinderbuchautor Joachim Masannek, der sich zu seinen im Baumhaus Buchverlag erschienenen Geschichten und dem nun vorliegenden Kickerabenteuer von seinem realen Dasein als Trainer der gleichnamigen Kindermannschaft inspirieren ließ. Kurzerhand bezog auch der in München ansässige Filmemacher für sein Regiedebüt die eigenen Söhne in das liebenswerte Ensemble mit ein. Mit derartiger Familienpower und solchem Sachverstand ausgestattet, wird der kurzweilige Kinderfilm, der auf das Konto des erfolgserprobten Produzentenduos Ewa Karlström und Andreas Ulmke-Smeaton ("Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit") geht, locker in die Gunst der fußballinteressierten Kids dribbeln.

Deutschland, einig Fußball-Land - an dieser Tatsache gibt's nichts zu rütteln und 6.274.021 DFB-Mitglieder, die in 26.239 Vereinen mit 168.246 Mannschaften wöchentlich über den Rasen hetzen, geben ein imposantes Zeugnis über unsere fußballverrückte Nation ab. Doch während man als Fußballfan von der FC-Bayern-Zahnbürste bis hin zum FC-St. Pauli-Babyschnuller sämtliche Ausstattungsbedürfnisse mit adäquaten Accessoires befriedigen kann, müssen kinoverliebte Balljünger bislang - art imitates life - hauptsächlich auf Nachschub aus dem Ausland zählen ("Kick it Like Beckham", "Mean Machine - Die Kampfmaschine", "Shaolin Kickers"). Nun aber wird alles anders. Denn bald schon dürfen die Großen mit Sönke Wortmanns "Das Wunder von Bern" in Nostalgie schwelgen. Zunächst aber sind die Kids am Ball, "Die wilden Kerle" werden vor allem Kinderaugen von sechs bis zwölf und älter zum Funkeln bringen.

Die gleichnamige Fußballmannschaft freut sich bei Ferienbeginn auf spaßige Wochen auf dem Bolzplatz. Doch da müssen die "Kerle" zerknirscht feststellen, dass sich die Teenietyrannen rund um den dicken Michi (Florian Heppert) in ihrem Revier breit gemacht haben. Da platzt dem neunjährigen Leon (Jimi Blue Ochsenknecht wird die Mädchenherzen zum Schmelzen bringen) der Kragen und er fordert die 13-jährigen Terroristen zum Entscheidungsspiel heraus - in zehn Tagen! Mit Hilfe von Kioskbetreiber und Neutrainer Willi (Rufus Beck mit wenig schmeichelhafter Langhaarperücke) machen sie im Ausbildungslager schon ziemliche Fortschritte, als das Auftauchen der coolen Vanessa (Sarah Kim Gries) und der Rausschmiss der "Kleinen" Raban (Raban Bieling) und Joschka (Kevin Ianotta) die Truppe entzweit und ihren Sieg gegen die Älteren gefährdet.

Als richtiggehender Familienausflug entpuppten sich die Dreharbeiten zu "Die wilden Kerle". Denn neben der gesamten Ochsenknecht-Familie (Mutter Natascha spielt Rabans Mutter, Vater Uwe einen griesgrämigen Vater, Sohn Wilson Gonzales den Kicker Marlon) und deren Nachbarn, den Masanneks (Vater Drehbuch und Regie, Sohn Leon spielt den Markus, Sohn Marlon den stillen Maxi) machte sich auch Rufus Beck mit Sohn Jonathan und Tochter Sarah sowie dem Rest der Crew ins damals arg flut-gebeutelte Prag auf. Der Aufwand und das Bangen um die planmäßige Durchführung des Projekts hat sich in der Rückschau aber hundertprozentig gelohnt, denn "Die wilden Kerle" ist spannendes, abwechslungsreiches und amüsantes Kino für wache Kids und deren Eltern. Stimmig wirkt die Balance zwischen den Erwachsenen und den - angenehm un-neunmalklugen - Kindern, sympathisch zurückhaltend wird das anfängliche Misstrauen zwischen den Jungs und der überzeugend spielenden Debütantin Sarah Kim Gries alias Vanessa geschildert, die von ihrer resolut-charmanten Großmutter (Cornelia Froboess in einer kleinen, aber wirkungsvollen Nebenrolle) zur Selbstsicherheit erzogen wird. Nicht zuletzt sorgen auch die frechen Songs ("Mädchen sind zickig...") von den Bananafishbones für zahlreiche Lacher, die ohne herablassende Texte das Geschehen kommentieren. Und auch die Botschaft von Selbstbewusstsein, Zusammenhalt und Toleranz wird durch die überraschend sichere Regie von Kinodebütant Joachim Masannek verständlich, aber sehr zurückhaltend vermittelt. Beste Erfolgsaussichten für einen Kantersieg also für Sam Film und den Verleih Buena Vista, der damit endlich mal wieder auf nationaler Ebene aktiv wird. lasso.

Darsteller:  Jimi Blue Ochsenknecht   als Leon
  Wilson Gonzalez Ochsenknecht   als Marlon
  Constantin Gastmann   als Fabi
  Raban Bieling   als Raban
  Marlon Wessel   als Maxi
  Jonathan Beck   als Juli
  Kevin Ianotta   als Joschka
  Sarah Kim Gries   als Vanessa
  Filippo Dattola   als Jojo
  Leon Wessel   als Markus
  Florian Heppert   als Dicker Michi
  Nicolas Michalczewski   als Sense
  Tayfun Mentes   als Krake
  Gerald Gössner   als Fettauge
  Mirko Satorius   als Mähdrescher
  Christoph Borsdorf   als Dampfwalze
  Sascha Denis Hensel   als Kong
  Rufus Beck   als Willi
  Cornelia Froboess   als Vanessas Oma
  Uwe Ochsenknecht   als Maxis Vater
  Pippi Söllner   als Fabis Mutter
  Judith Al Bakri   als Julis und Joschkas Mutter
  Tim Wilde   als Leons und Marlons Vater
  Natascha Ochsenknecht   als Rabans Mutter
  Adnan Maral   als Obsthändler
  Sarah Beck   als Cousine 1
  Klára Hermánková   als Cousine 2
  Iveta Benicová   als Cousine 3
 
Regie:  Joachim Masannek  
Buch:  Joachim Masannek  
Musik:  Gert Wilden jr.  
  Bananafishbones  
Kamera:  Sonja Rom  
Produzent:  Ewa Karlström  
  Andreas Ulmke-Smeaton  

Der Regisseur über "Die wilden Kerle"

Der deutsche Kinderkinomarkt boomt weiter. Erstlingsregisseur Joachim Masannek legt nun mit "Die wilden Kerle" das ultimative Fußballabenteuer für Kids vor. Der Clou: Die Figuren entstammen der Realität und wurden bereits vom Filmemacher in einer Kinderbuchreihe verewigt.

Trainer Willi bringt seine Bande auf Trab (Foto: Buena Vista) Großansicht

Trainer Willi bringt seine Bande auf Trab (Foto: Buena Vista)

» "Die wilden Kerle" gibt es ja wirklich. Es ist ein Jugendfußball-Team aus dem Münchner Nobelvorort Grünwald, das Sie trainieren. Wie kamen Sie darauf, über die Jungs einen Spielfilm zu machen?

JOACHIM MASANNEK: Ich habe es relativ leicht gehabt, weil Jan Birck, gleichzeitig der Illustrator meiner Kinderbücher, mir mit seiner Firma Dreamotion dabei geholfen hat, einen Vierminüter, den ich mit den echten wilden Kerlen gedreht habe, zu finanzieren. Zur gleichen Zeit erhielt ich auch vom Baumhaus-Verlag den Auftrag, insgesamt 13 Bücher zu diesem Thema zu schreiben.

Die frechen Kids stellen die Welt auf den Kopf (Foto: Buena Vista) Großansicht

Die frechen Kids stellen die Welt auf den Kopf (Foto: Buena Vista)

» Wie kam dann das Kinoprojekt zustande?

In dem Moment, als Samfilm an Bord kam. Die Produzenten Ewa Karlström und Andreas Ulmke-Smeaton haben alles akzeptiert, auch mich als Regisseur. Was zum Beispiel Verleiher wie die Constantin abgelehnt haben. Das haben sie zwar nicht offiziell mit diesem Argument begründet, aber ich weiß es aus anderen Quellen.

» 13 Bücher und Ihr Debüt als Kinofilmregisseur. Fühlten Sie sich manchmal überfordert?

Ich war jetzt zum ersten Mal seit zehn Jahren eine Woche ohne Computer im Urlaub. Zum ersten Mal, seit dieses Projekt existiert, habe ich nicht geschrieben. Ich habe selbst im Studio, als ich hinter dem Mischpult saß, an Band 9 geschrieben. Und auf dem Weg zum Drehort, zur Motivsuche habe ich damals Band 4 verfasst. Jetzt gebe ich mir gerade mal bis zur Filmpremiere ein wenig Zeit.

"Die wilden Kerle" machen ihrem Namen alle Ehre (Foto: Buena Vista) Großansicht

"Die wilden Kerle" machen ihrem Namen alle Ehre (Foto: Buena Vista)

» Ursprünglich wollten Sie ja mit den echten wilden Kerlen drehen. Warum haben Sie den Plan wieder verworfen?

Erst einmal war die Angst da, ob die Kinder das für einen Kinofilm überhaupt leisten können - zumal mit mir als Erstlingsregisseur. Dann habe ich beschlossen, ein Casting zu machen. Es hat sich herausgestellt, dass einige einfach nicht geeignet waren. Schließlich waren wir mit 25 Kindern beim Endcasting und dort haben sie sich dann gefunden. Nur bei meinen Kindern (Marlon und Leon spielen Maxi bzw. Markus, Anm. d. Red.) war es etwas anders.

» Und Rufus Becks Sprössling Jonathan?

Der ist auch ein echter Kerl. Er hat aber inzwischen aufgehört zu spielen. Jonathan ist natürlich auch deshalb dazugekommen, weil er schon sehr viel Erfahrung hat und obendrein ein Freund meiner Kinder ist.

Und nach dem Spiel werden die heißen Öfen durch die Straßen bewegt (Foto: Buena Vista) Großansicht

Und nach dem Spiel werden die heißen Öfen durch die Straßen bewegt (Foto: Buena Vista)

» Wie sind Sie auf die Ochsenknechts gekommen? Auch Nachbarn aus Grünwald?

Ja, aber die kannte ich damals noch nicht. Jimmy ist zwar im Fußballverein, hat aber mit Fußball nicht so viel am Hut. Aber er hat es toll gemacht. Die beiden Brüder sind zum Drehort gekommen und waren einfach klasse. Ihr Name spielte dabei überhaupt keine Rolle.

» Warum wurde "Die wilden Kerle" in Tschechien gedreht?

Die Hauptentscheidung war neben dem finanziellen Faktor, dass ich die Kinder in einer Art Camp zusammenhaben wollte; dass sie nicht im Hotel wohnen und dass sie auch nicht wieder zwischendurch nach Hause kommen. Denn die Sorge der Mütter war die Hauptlast der Kinder. Irgendwann haben die Mütter aber auch eingesehen, dass die Kinder nicht ausgebeutet werden.

Früh übt sich, wer ein Weltmeister werden will (Foto: Buena Vista) Großansicht

Früh übt sich, wer ein Weltmeister werden will (Foto: Buena Vista)

» Der deutsche Kinderfilmmarkt wird immer spannender, siehe "Bibi Blocksberg" oder auch "Till Eulenspiegel". Mit den "Wilden Kerlen" haben Sie aber eher eine ältere Zielgruppe im Visier.

Die Welt selbst ist schon auch für Ältere. Bei der im Film dargestellten Problematik ist meines Erachtens mit 13 Schluss. Der Hauptunterschied ist, dass der Film für Kinder ist und nicht für deren Mütter oder Omas. Wir haben das auch beim Testscreening gemerkt. Buena Vista war erst ein wenig erschrocken. Gott sei Dank hatte Thomas Menne seinen Sohn dabei und dadurch gemerkt, dass der Film funktioniert.

» Mit wie vielen Kopien will Buena Vista "Die wilden Kerle" starten?

Offiziell sind es 320. Ich denke, der Verleih glaubt an uns. Schließlich haben Wolfgang Braun und Thomas Menne gemerkt, dass man die Kinder nicht unbedingt über die Eltern kriegt, sondern das Gegenteil der Fall ist. Und das hat ihnen keine Angst gemacht, im Gegenteil, sie fanden das eher gut.

 

Die wilden Kerle in der Fotoshow

 

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Rufus Beck

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