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Die Witwen von Widows' Peak

In einer idyllischen Kleinstadt entscheidet eine Gruppe hochmoralischer Witwen über Wohl und Wehe der Gemeinde. Gepflegte, spannend-ironische Kunstunterhaltung für reifere Filmfans.


Die Witwen von Widows' Peak

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Erhältlich seit:
12.08.2004

Originaltitel: Widows' Peak

Komödie/ Drama

Großbritannien 1994
Laufzeit: 97 Min.
FSK: ab 6

Mia Farrow
Joan Plowright
Natasha Richardson

Regie: John Irvin
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Kilshannon ist ein malerisches Fleckchen Erde, in dem die Zeit stehengeblieben zu sein scheint. Doch die Idylle trügt. Hinter den Fassaden der schmucken, kleinen Häuser regieren Bosheit und Tratsch. Die Frauen - fast allesamt Witwen -, angeführt von der reichen Mrs. Doyle Counihan und ihrem Sprachrohr Miss O'Hare, verfügen über Wohl und Wehe in der Gemeinde. Dies bekommt die lebenslustige Kriegswitwe Edwina Bloom schmerzhaft zu spüren, die sich in dem kleinen Ort fernab großstädtischer Hektik niederzulassen gedenkt.

Plot und Figuren von "Die Witwen von Widows' Peak" erinnern lebhaft an Kriminalromane von Agatha Christie, Stimmung und Bildkompositionen sich lehnen an die gepflegten Literaturadaptionen von Merchant und Ivory an. John Irwin, weltweit als Regisseur tätig und sattelfest in allen Genres ("Hamburger Hill", "Robin Hood"), plündert geschickt in der Filmgeschichte und richtet sein Augenmerk auf Atmosphäre und Darstellerführung. Gepflegte, spannend-ironische Kunstunterhaltung für reifere Filmfans.

Kilshannon ist ein malerisches Fleckchen Erde. Eingebettet in hügeligen, saftig grünen Wiesen liegt dieser kleine Ort fernab großstädtischer Hektik. Hier scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Doch die Idylle trügt. Hinter den Fassaden der schmucken, kleinen Häuser regieren Bosheit und Tratsch. Die Frauen - fast allesamt Witwen -, angeführt von der Reichen Mrs. Doyle Counihan und ihrem Sprachrohr Miss O'Hare, verfügen über Wohl und Wehe in der Gemeinde, bestimmen, welche Frauen in ihrem erlauchten Kreis aufgenommen werden und welche nicht. Dies bekommt die lebenslustige Kriegswitwe Edwina Bloom schmerzhaft zu spüren, die sich in Kilshannon niederzulassen gedenkt. Der Plot und die Figuren, entworfen von Drehbuchautor Hugh Leonard, der auch die Originalstory schrieb, erinnern lebhaft an die Geschichten und Personen aus den Kriminalromanen Agatha Christies. In Stimmung und Bildkomposition (Kamera: Ashley Rowe) scheinen die gepflegten Literaturadaptionen von Merchant und Ivory, etwa "Wiedersehen in Howards End", dem Regisseur John Irwin bei "Die Witwen von Widows' Peak" als Vorbild vorgeschwebt zu sein. Überhaupt beschleicht einen beim betrachten des Films häufig das Gefühl, als wäre sich Irwin, dieser Wanderer zwischen den Kontinenten (er dreht abwechselnd in den USA und Europa), dieser Springer zwischen den Genres ("Die Hunde des Krieges", "Ozeanische Gefühle", "Hamburger Hill", "Robin Hood"), bei der Umsetzung des Stoffs nicht so recht schlüssig gewesen, auf was sein Werk nun hinauslaufen sollte. Zugegeben, die einzelnen Versatzstücke seines Films, Dialoge, Locations und Personenzeichnungen etc. sind allein betrachtet pointiert, exquisit und exakt. Aber was will er? Möchte der Filmemacher das Lebensgefühl einer ländlichen Gemeinde Ende der 20er Jahre schildern, interessiert er sich für die zwischenmenschlichen Beziehungen seiner Charaktere oder wollte er lediglich ein unblutiges und klug abgezirkeltes Kriminalstückchen abliefern? Läßt man sich bei "Widows' Peak" allein von der Atmosphäre sowie den durchwegs groß aufspielenden Darstellern verschiedener Schulen und Generationen verzaubern und beeindrucken, dann bietet das Werk solide Unterhaltung. Ähnlich verzwickt wie das Werk selbst, dürfte seine Vermarktung sein. Immerhin war "Die Witwen von Widow's Peak" im vergangenen Jahr der erfolgreichste Film des New-Line-Kunstablegers Fine Line. Vielleicht ein gutes Zeichen für die hiesige Auswertung. lasso.

Darsteller:  Mia Farrow  
  Joan Plowright  
  Natasha Richardson  
  Adrian Dunbar  
  Jim Broadbent  
  Anne Kent  
  John Kavanagh  
  Rynagh O'Grady  
 
Regie:  John Irvin  
Buch:  Hugh Leonard  
Musik:  Carl Davis  
Kamera:  Ashley Rowe  
Produzent:  Jo Manuel  
 

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Features

 

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