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Die Wolke

Packende Bestseller-Verfilmung über eine junge Liebe und den Willen zum Leben in Zeiten des Super-GAUs.


Die Wolke (nur für den Buchhandel)

Kaufvideo

Erhältlich seit:
31.08.2010

Originaltitel: Die Wolke

Drama

Deutschland 2006
Laufzeit: 98 Min.
FSK: ab 12

Paula Kalenberg
Franz Dinda
Hans-Laurin Beyerling

Regie: Gregor Schnitzler
Oetinger Media

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Liebe in Zeiten des atomaren Super-GAUs: "Soloalbum"-Macher Gregor Schnitzler verfilmt Gudrun Pausewangs berühmten Jugendroman.

Auf der Flucht vor der "Wolke": Hannah und ihr kleiner Bruder Uli (Foto: Concorde) Großansicht

Auf der Flucht vor der "Wolke": Hannah und ihr kleiner Bruder Uli (Foto: Concorde)

Kommt bei Ihnen der Strom auch aus der Steckdose? Mit solchen Fragen konfrontierten in den 70ern Befürworter der Kernenergie die ihrer Meinung nach blauäugigen Träger der legendären "Atomkraft? Nein danke!"-Buttons. Heute, rund ein Viertel Jahrhundert später, hat sich einiges getan auf diesem Gebiet.

Wir haben die Störfälle von Harrisburg und Tschernobyl überlebt, die Grünen setzen sich für alternative Energiegewinnung ein und kämpfen darum, dass es - früher oder später - keine Atomkraftwerke mehr in Deutschland geben wird.

Und schon sind wir mittendrin in "Die Wolke", der Verfilmung von Gudrun Pausewangs gleichnamigem Bestseller von 1988, dessen Thema aktueller denn je ist. Geht es doch um die berüchtigte Frage: Was wäre, wenn es in unserem Land zu einem atomaren Super-GAU käme?

Nach einem atomaren Störfall bricht blinde Panik aus (Foto: Concorde) Großansicht

Nach einem atomaren Störfall bricht blinde Panik aus (Foto: Concorde)

Inszenierter Ernstfall

Regisseur Gregor Schnitzler, bekannt durch seine Adaption von Benjamin von Stuckrad-Barres Bestseller "Soloalbum", zeigt nun die Folgen. Doch ihn interessieren nicht die tausenden von Menschen, die nach dem Störfall in einem Atomkraftwerk in der Nähe von Frankfurt sterben müssen, er kümmert sich um die Überlebenden, wie etwa die hübsche Hannah, 16 Jahre alt und frisch verliebt in Elmar.

Am Tag der Katastrophe können beide zwar fliehen, doch sie verlieren sich aus den Augen. Im Sicherheitstrakt eines Hamburger Sanatoriums treffen sie sich wieder. Elmar als Besucher, Hannah als Patientin, kontaminiert, die Haare sind ihr bereits büschelweise ausgefallen. Wird sie überleben? Wird ihre junge Liebe eine Zukunft haben?

Elmar findet Hannah im Krankenhaus wieder (Foto: Concorde) Großansicht

Elmar findet Hannah im Krankenhaus wieder (Foto: Concorde)

Ins Gesicht geschrieben

Es ist den großartigen jungen Hauptdarstellern Paula Kalenberg und Franz Dinda zu verdanken, dass diese aufreibende Lovestory vor dem Hintergrund eines atomaren Unfalls so eindringlich, so erschreckend glaubwürdig geraten ist. Denn Schnitzler lässt die Katastrophe, die man nicht sehen, nicht riechen und nicht hören kann, in den Gesichtern, im Mienenspiel seiner Protagonisten abspielen.

Das macht diese nur noch Furcht erregender, unentrinnbarer, todbringender. Und dennoch entlässt der Filmemacher sein Publikum mit einem Hoffnungsschimmer: Wahre Liebe kann eben doch Berge versetzen... Ein Film zum Nachdenken über Verantwortung, Solidarität und das, was dem Leben Sinn gibt.

Die Wolke (nur für den Buchhandel)

Packende Bestseller-Verfilmung über eine junge Liebe und den Willen zum Leben in Zeiten des Super-GAUs.

Vorbei die einstmals starke Anti-Atomkraftbewegung, fast völlig verschwunden die "Atomkraft? Nein danke!"-Sticker, wie auch die Erinnerung an die Katastrophen von Harrisburg und Tschernobyl, die Regierung diskutiert gar, den geplanten Atomausstieg zu verzögern. Da ist "Die Wolke", die Leinwandadaption von Gudrun Pausewangs 1988 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnetem Roman, der richtige Film zur richtigen Zeit. Das Individuum in seinem Ausgeliefertsein steht im Mittelpunkt, nicht die Politik wie in der Vorlage. Dieser neue Ansatz sollte ein jugendliches Publikum ansprechen. Nicht zuletzt wegen Paula Kalenberg und Franz Dinda, den Darstellern der 16jährigen Hannah und ihres zwei Jahre älteren Klassenkameraden Elmar. Zwischen Stress mit Eltern, Lehrern und Matheklausuren verspüren sie dieses seltsame Kribbeln, empfinden eine Gänsehaut beim ersten Kuss. Mitten hinein in diese zärtliche Szene schrillt die Alarmsirene. Nach einem Störfall in einem Kernkraftwerk südöstlich von Frankfurt breitet sich eine riesige todbringende Wolke aus. Letzte Chance: ein Zug in Bad Hersfeld. Chaos, Panik, Anarchie greifen um sich. 38.000 Menschen in unmittelbarer Nähe des AKWs sterben sofort, ein paar Kilometer weiter sind Tausende kontaminiert, darunter auch Hannah, die in radioaktiven Regen gerät. Und die Politiker beschwichtigen weiter.

Georg Schnitzler erzählt die Geschichte aus Perspektive der Jugendlichen, die noch ihr ganzes Leben vor sich hatten und denen jetzt nur noch eine kleine Zeitspanne bleibt. Mit naiver Kraft versuchen die beiden, die sich in Hamburg wiederfinden, das Schicksal auszutricksen, es gütig zu stimmen. Gegen jegliche Ratio und mit dem Mut der Verzweiflung nehmen sie den Kampf gegen die Radioaktivität auf, die ihren Körper zerfrisst und ihre Seelen verletzbar macht. Sie nutzen das Privileg der Jugend, an das Unmögliche zu glauben, sich an jeden noch so kleinen Strohhalm zu klammern. Vom anfänglich harmlos wirkenden Teenie-Movie über das Genre Katastrophenfilm schlägt Schnitzler den Bogen zum Liebesdrama, wobei es manchmal knirscht in den Übergängen. Die Stärke liegt in der beklemmenden Gegenüberstellung von turbulenten Gefühlswelten und entvölkerten Landschaften im Sonnenschein, in Andeutungen und Details. Wenn Hannah vor dem Spiegel büschelweise Haare ausfallen, sie unter der Gleichgültigkeit der anderen leidet oder am Ende leichten Flaum auf ihrem kahlen Kopf spürt und sich gegen den Wind stemmt, ist der Film emotional beim Zuschauer angekommen. mk.

Die Wolke (nur für den Buchhandel)

Hannah und Elmar erleben in diesem Sommer gerade ihre erste große Liebe. Just in dem Moment, als sie sich ihre Gefühle eingestehen, schrillt die Alarmglocke: bei einem Störfall im nahe gelegenen Kernkraftwerk wurde eine erhebliche Menge an Radioaktivität freigesetzt - Panik, Chaos und Anarchie breiten sich aus, die Menschen versuchen vor der radioaktiven Wolke zu fliehen. Bewegende, einfühlsam inszenierte Geschichte über die Hoffnung wider alle Vernunft, den unbändigen Willen zu leben und eine Liebe, die auch noch vor dem Hintergrund der Atomkatastrophe versucht, alle Widerstände zu überwinden.

Quelle: Oetinger Media

Darsteller:  Paula Kalenberg   als Hannah
  Franz Dinda   als Elmar
  Hans-Laurin Beyerling   als Uli
  Tom Wlaschiha   als Hannes
  Carina Wiese   als Paula
  Richy Müller   als Albert Koch
  Karl Kranzkowski   als Dr. Salamander
  Gabriela Maria Schmeide   als Tante Helga
  Jennifer Ulrich   als Meike
  Ulrike Arnold   als Röschen
  Claire Oelkers   als Ayse
  Daniel Roesner   als Lars
  Roland Schreglmann   als Gustav
  Lion Sokar   als Oliver
  George Lenz   als Herr Kramer
  Sergej Moya   als Jannes
  Thommy Schwimmer   als Christian
  Anna Fischer   als Glatzenmädchen
 
Regie:  Gregor Schnitzler  
Buch:  Marco Kreuzpaintner  
Kamera:  Michael Mieke  
Produzent:  Markus Zimmer  
 

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