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Die Zeit, die bleibt

Intimes Porträt eines an Krebs erkrankten jungen Mannes.


Die Zeit, die bleibt

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Erhältlich seit:
02.11.2006

Originaltitel: Le temps qui reste

Drama

Frankreich 2005
Laufzeit: 88 Min.
FSK: ab 12

Melvil Poupaud
Jeanne Moreau
Valeria Bruni-Tedeschi

Regie: François Ozon
Paramount Home Entertainment

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Intimes Porträt eines an einem Hirntumor erkrankten jungen Mannes.

Romain muss mit der schlechten Nachricht fertig werden (Foto: Prokino (Fox)) Großansicht

Romain muss mit der schlechten Nachricht fertig werden (Foto: Prokino (Fox))

Der hippe Pariser Modefotograf Romain (Melvil Poupaud) hat alles, was ein 30-Jähriger begehrt - eine tolle Karriere, einen netten Freund und eine schicke Maisonette im In-Viertel. Nach einer Ohnmacht bei einem Foto-Shooting befürchtet er, Aids zu haben. Aber die Diagnose des Arztes lautet noch schlimmer: Hirntumor im letzten Stadium, er hat nur noch wenige Monate zu leben.

In der Konfrontation mit dem Tod verweigert Romain Medikamente, teilt sich niemandem mit, reagiert auf die Krankheit mit sinnloser Wut - beschimpft seine Eltern, demütigt seine Schwester und wirft seinen Liebhaber aus der Wohnung. Ruhe findet er allein bei seiner Großmutter (Jeanne Moreau), der er sich anvertraut.

Bei seiner Großmutter fühlt Romain sich sicher (Foto: Prokino (Fox)) Großansicht

Bei seiner Großmutter fühlt Romain sich sicher (Foto: Prokino (Fox))

Die letzten Tage

Eine sehr persönliche, nicht nur melancholische, sondern bisweilen auch humorvolle Betrachtung des Sterbens, die auf die Ambivalenz der Figur setzt, nuanciert dargestellt von Melvil Poupaud. Der mit "8 Frauen" erfolgreiche, französische Filmemacher François Ozon beschrieb bereits in "Unter dem Sand" den Umgang mit dem Tod.

Die Zeit, die bleibt

Im zweiten Teil seiner Trilogie über den Umgang mit dem Tod nach "Unter dem Sand" zeichnet Francois Ozon das sehr persönliche und intime Porträt eines unheilbar an Krebs erkrankten jungen Mannes, die Suche nach der eigenen Wahrheit.

Der hippe Pariser Modefotograf Romain hat alles, was ein 30Jähriger begehrt - eine tolle Karriere, einen netten Freund und eine schicke Maisonette im In-Viertel. Nach einer Ohnmacht bei einem Foto-Shooting befürchtet er, Aids zu haben. Aber die Diagnose des Arztes lautet noch schlimmer: Hirntumor im letzten Stadium, er hat nur noch wenige Monate zu leben. Im Gegensatz zu Patrice Chéreaus "Mein Bruder" oder Isabelle Coixets "Mein Leben ohne mich" mit ihren sympathischen Protagonisten, ist Ozons Romain kein Sympathieträger, sondern ein arroganter Egomane, der auf den Gefühlen anderer herumtrampelt. In der Konfrontation mit dem Tod verweigert er Medikamente, teilt sich niemandem mit, reagiert auf die Krankheit mit sinnloser Wut - beschimpft seine Eltern, demütigt seine Schwester und wirft seinen Liebhaber aus der Wohnung. Ruhe findet er bei seiner Großmutter (Jeanne Moreau), der er sich anvertraut. Ozon überrascht auf der ganzen Linie, lässt bei aller Tragik auch schwarzen Humor zu, wenn die Oma den Enkel voller Sarkasmus fragt, ob er denn auch noch mal eine rauchen dürfte. In großer Nähe begleitet er den Kranken, der ganz langsam begreift und Ordnung in den Rest seines Lebens bringt. Dazu gehört auch die Versöhnung mit seiner Schwester und ein Gespräch mit dem Ex-Lover, der aber nichts mehr von ihm wissen will. Dass eine Fremde ihn in der Autobahnraststätte anspricht, ob er statt des unfruchtbaren Gatten ihr nicht ein Kind machen will, verleiht der Geschichte eine ganz neue Wendung, die nicht jedem gefallen muss. Die gemeinsame Liebesszene zwischen Ehemann, Frau und Samenspender wird zur Grenzerfahrung mit großer Zärtlichkeit. Auf der Suche nach sich und der Wahrheit macht Romain Fotos - für eine Erinnerung, an der er nicht mehr teilhaben kann. Melvil Poupauds Präsenz trägt den Film als harscher, dann wieder sehr unsicherer und feinsinniger Charakter. Eine sehr persönliche Betrachtung des Sterbens, die auf die Ambivalenz der Figur setzt, keinen Gutmenschen, sondern ein Individuum, das sich aufbäumt gegen das Schicksal und sich nach einer Katharsis darin fügt. Ozon stellt die Frage, der wohl jeder gerne ausweicht: "Was wäre wenn..."? mk.

Die Zeit, die bleibt

Das französische Regiewunder François Ozon entführt uns in seinem neuen Meisterwerk in die sehr intime Welt des 30-jährigen Modefotografen Romain. Brutal wird dieser aus seinem schnellen Leben herausgerissen, als ihm sein Arzt eröffnet, dass er einen Tumor hat. Restlebenszeit: 3 Monate. Maximal. Mutig verweigert er sich einer wenig aussichtsreichen Therapie und nutzt die wenigen, ihm noch verbleibenden Wochen zu einer ebenso unsentimentalen wie zärtlichen Hinwendung zu den Menschen und Dingen, die ihm wirklich wichtig sind ...

Ozons bislang emotionalster und persönlichster Film, mit dem Shootingstar Melvil Poupaud, Valeria Bruni-Tedeschi und der legendären Jeanne Moreau in den Hauptrollen, wurde erfolgreich bei den Filmfestspielen in Cannes 2005 in der Reihe 'Un Certain Regard' uraufgeführt.

Quelle: Paramount

Trailer, Making of, Interview mit Francois Ozon - Regie, Fotogalerie mit Musik

Quelle: Paramount

Darsteller:  Melvil Poupaud   als Romain
  Jeanne Moreau   als Laura
  Valeria Bruni-Tedeschi   als Jany
  Daniel Duval   als Romains Vater
  Marie Rivière   als Romains Mutter
  Christian Sengewald   als Sasha
  Louise-Anne Hippeau   als Sophie
  Henri de Lorme   als Doktor
  Walter Pagano   als Bruno
 
Regie:  François Ozon  
Buch:  François Ozon  
Kamera:  Jeanne Lapoirie  
Produzent:  Olivier Delbosc  
  Marc Missonnier  
 

Die Zeit, die bleibt in der Fotoshow

 

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Jeanne Moreau

Sie war die Muse der Nouvelle Vague und wie ihre Kollegin Bernadette Lafont "die Braut des Kinos", sie veredelte mit ihrem rätselhaft-...