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Die Zürcher Verlobung

TV-Remake des charmanten Klassikers von 1957 nach dem gleichnamigen Roman von Barbara Noack.


Die Zürcher Verlobung

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Erhältlich seit:
17.12.2007

Originaltitel: Die Zürcher Verlobung - Drehbuch zur Liebe

Komödie

Deutschland 2007
Laufzeit: 89 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Lisa Martinek
Christoph Waltz
Tim Bergmann

Regie: Stephan Meyer
Warner Home Video Germany

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Die Zürcher Verlobung

Juliane verdient ihr Geld mit dem Schreiben von billigen Liebesromanen. Als die gelernte Zahnarzthelferin in der Praxis ihres Onkels den smarten Schweizer Jean kennenlernt, ist es um sie geschehen. Fast wie bei einer Berufskrankheit verarbeitet sie ihre unerfüllte Liebe zu einem Roman, der ein Renner wird. Sogar eine Verfilmung steht an, und zufälligerweise hat sie die Möglichkeit, Jean wiederzusehen. In St. Moritz treffen sich die beiden. Dumm nur, dass Juliane mittlerweile einen anderen Mann erfunden hat, dem angeblich ihr Herz gehört.

Neuverfilmung des Kinofilms von 1957, mit dem Lilo Pulver und Paul Hubschmid für lange Schlangen vor den Wirtschaftswunderkinos sorgten. Mit Lisa Martinek, Christoph Waltz und Tim Bergmann prominent besetzt, kann das Remake dem Vergleich mit Käutners Original doch nicht ganz standhalten. Stephan Meyers 2007er Version fehlt trotz herrlich skurriler Nebenfiguren die Schmissigkeit, durch die die Geschichte zu einer rundum gelungenen Screwball-Komödie hätte werden können.

Die Zürcher Verlobung

Der Klassiker "Die Zürcher Verlobung" gehört zu den Filmen, die sich gerade ältere Zuschauer immer wieder gern anschauen. Eine Neuverfilmung birgt also ein gewisses Risiko: Die Zielgruppe kennt das Original und wird vergleichen.

Zumindest der Geschichte ist Autor Wolfgang Limmer weitgehend treu geblieben: Als Groschenromanautorin Juliane, gelernte Zahnarzthelferin, bei ihrem Onkel (Jan Fedder) aushilft, stürmt ein Notfallpatient (Christoph Walz) die Praxis. Die junge Frau hat allerdings nur Augen für den Schweizer Jean (Tim Bergmann), der seinen "Büffel" genannten Freund begleitet. Sie träumt sich in eine Liebelei hinein, bringt ihr Erlebnis zu Papier, der Roman landet bei einer Filmproduzentin, man trifft sich zur Drehbuchbesprechung - und der Regisseur ist niemand anders als Büffel. Dem kommt die Geschichte natürlich bekannt vor, weshalb Juliane kurzerhand einen Zürcher Verlobten namens Urs Uri erfindet. Als "Büffel" ankündigt, Silvester bei einem Freund in der Schweiz verbringen zu wollen, hofft Juliane auf ein Wiedersehen mit Jean und fährt mit. In St. Moritz entwickeln sich die Dinge allerdings völlig anders als geplant, und als auch noch ein Mann namens Urs Uri (Armin Rohde in zwei herrlichen Kurzgastspielen) auftaucht, ist Juliane erst mal fertig mit der Welt.

Auch wenn gerade Autorinnen von Groschenromanen heute nicht mehr so naiv sein dürften wie Heldin Juliane: Die Geschichte ist einfach schön und selbst in kleinen Nebenrollen sehenswert besetzt. Abgesehen von Tim Bergmanns albernem Akzent inszeniert Stephan Meyer die immer wieder mit Slapstickeinlagen gewürzte Handlung zudem recht kurzweilig, und Christoph Walz hat spürbar Spaß an seiner Rolle als süffisanter, im Grunde aber liebenswerter Drahtzieher der diversen Verwirrspiele.

Noch hübscher sind bloß die Seitenhiebe gegen das Film- und Fernsehgeschäft, dessen Repräsentanten (herrlich: Hannelore Hoger als Produzentin mit Zigarre) gnadenlos opportunistisch sind. So viel Selbstironie in einem Film der Degeto, die doch an Quotenfixiertheit kaum noch zu überbieten ist: Respekt. Überflüssig sind allerdings die regelmäßigen Stippvisiten von Julianes Mutter, die sich zum ermahnenden Zwiegespräch gern mal auf Julianes Laptop in die Handlung einschaltet. Gänzlich unelegant ist auch die Verbeugung vor dem Original: Als Julianes Roman endlich verfilmt wird, platzt plötzlich Liselotte Pulver in die Dreharbeiten und muss von der Produzentin umständlich vorgestellt werden. tpg.

Die Zürcher Verlobung

Julianes (Lisa Martinek) Liebesromane verkaufen sich in Millionenhöhe. Doch privat ist sie immer noch auf der Suche nach ihrem Traummann. In der Zahnarztpraxis ihres Onkels, in der sie spontan aushilft, erscheint ein launischer Patient mit dem treffenden Spitznamen: Büffel (Christoph Walz). Begleitet wird er von seinem charmanten Schweizer Freund Jean (Tim Bergmann), in den sich Juliane sofort unsterblich verliebt. Doch wo soll sie ihn wiedersehen? Als Juliane ihre Erlebnisse in ihren neuen Roman einbaut, soll dieser sogar verfilmt werden und der Regisseur ist kein anderer als Büffel! Büffel scheint Gefallen an Juliane zu finden und bietet ihr an, sie mit in die Schweiz zu nehmen, wo er ohnehin mit seinem Sohn Weihnachten bei "seinem Freund" verbringen möchte. In der Hoffnung, über diese praktische Gelegenheit Jean näher zu kommen, sagt Juliane begeistert zu und damit beginnt eine Reihe von herrlich verzwickten Irrungen und Schwindeleien.
Die Neuverfilmung der erfolgreichen Beziehungskomödie nach dem gleichnamigen Roman von Barbara Noack ist eine liebevolle Hommage an den Filmklassiker von Helmut Käutner.

Quelle: Warner Home Video

Darsteller:  Lisa Martinek   als Juliane
  Christoph Waltz   als "Büffel" Frank Arbogast
  Tim Bergmann   als Jean Berner
  Pierre Besson   als Jürgen
  Hannelore Hoger   als Antonia Brückner
  Armin Rohde   als Schilling
  Suzan Anbeh   als Jacqueline
  Sonja Kirchberger   als Schauspielerin
  Maximilian Werner   als Pips
  Jan Fedder   als Hans
  Liselotte Pulver  
 
Regie:  Stephan Meyer  
Buch:  Wolfgang Limmer  
Musik:  Günther Illi  
Kamera:  Hans Grimmelmann  
Produzent:  Markus Trebitsch  
 

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