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Dirty Dancing 2 - Heiße Nächte auf Kuba

Im Jahr 1958 bricht das "Dirty Dancing"-Fieber auch in Havanna aus - Sequel zum erfolgreichsten und kultigsten Tanzfilm der achziger Jahre.


Dirty Dancing 2 - Heiße Nächte auf Kuba

Leihvideo

Erhältlich seit:
17.03.2005

Originaltitel: Dirty Dancing: Havana Nights

Musikfilm/ Drama

USA 2004
Laufzeit: 84 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Diego Luna
Romola Garai
Sela Ward

Regie: Guy Ferland
Walt Disney Studios Home Entertainment

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Sie sind jung, sie sind heiß und sie tanzen sich die Seele aus dem Leib: In den Clubs von Havanna knistert's beim Afro-Cuba-Sound gewaltig.

Blond und verführerisch: Zwischen Katey und Javier funkt es nicht nur beim Tanzen kräftig (Foto: Buena Vista) Großansicht

Blond und verführerisch: Zwischen Katey und Javier funkt es nicht nur beim Tanzen kräftig (Foto: Buena Vista)

Kuba 1958: die 18-jährige und ziemlich schüchterne Katey Miller (Romola Garai) zieht mit ihrer Familie nach Havanna, eine pulsierende und nachts wie im Fieber vibrierende Stadt.

Eigentlich bleiben die Amerikaner gerne unter sich im noblen Hotel oder im noch nobleren Country Club, wo sie den Nachwuchs verkuppeln.

Doch als Katey sich eines Tages in den winkligen Gassen verläuft und Javier (Diego Luna) trifft, lernt sie das wahre Leben kennen, verliebt sich in den süßen Kubaner, der in ihr die Leidenschaft fürs Tanzen weckt.

Waren mal Profi-Tänzer: Eltern Miller (Foto: Buena Vista) Großansicht

Waren mal Profi-Tänzer: Eltern Miller (Foto: Buena Vista)

Hüfte an Hüfte

Sind die ersten Schritte auch noch etwas hölzern, bald bewegt sie sich geschmeidig wie eine wilde Katze - erotisch und verführerisch. Die beiden wollen am Tanzwettbewerb im Top-Club "The Palace" teilnehmen und üben heimlich.

Dumm nur, dass plötzlich auch Kateys Eltern auftauchen und ihren Augen nicht trauen, als das sonst so brave blonde Töchterlein mit dem fremden Jungen ein unglaubliches "Dirty Dancing" aufs Parkett legt. Bevor die beiden beim Finale aber aufs Siegertreppchen steigen, bricht die Revolution aus.

Zum Abheben: Tanzen lernen am Strand von Kubas Hauptstadt (Foto: Buena Vista) Großansicht

Zum Abheben: Tanzen lernen am Strand von Kubas Hauptstadt (Foto: Buena Vista)

Noch heißer!

Was Patrick Swayze (mit herrlichem Cameo-Auftritt) und Jennifer Grey im 80er-Jahre-Kultfilm konnten, das toppen die Shooting-Stars Diego Luna (der Hübsche aus "Y tu Mamá también") und Romola Garai heute locker, wenn sie bei heißen Rhythmen der amerikanischen R&B-Sängerin Mya sexy die Lenden kreisen lassen.

Die erste Liebe ist eben "The Time of My Life".

Dirty Dancing 2 - Heiße Nächte auf Kuba

17 Jahre ist es her, seit Patrick Swayze und Jennifer Gray mit dem Original-"Dirty Dancing" für einen der größten und unerwartetsten Kulterfolge aller Zeit sorgten. Dabei handelt es sich nach wie vor um den erfolgreichsten Titel des Artisan-Archivs (inzwischen von Lions Gate kontrolliert). Ein Sequel war lange in Planung. Eine in Miami angesiedelte Version mit Natalie Portman und Ricky Martin in den Hauptrollen war zeitweilig im Gespräch, doch nun sind es Diego Luna ("Y Tu Mama Tambien", "Open Range") und Romola Garai, die im prä-revolutionären Kuba ihre jungen Körper zu aufheizenden Latinorhythmen in sexuell suggestiven Tanzverrenkungen aneinander reiben.

Technisch gesehen ist es ein Prequel, da sich die Story im Jahr 1958 zuträgt. Doch abgesehen von einem Cameo Swayzes als philosophisch ratgebender Tanzlehrer besteht zu den Figuren des Originals keine Verbindung. Statt dessen handelt es sich genauer genommen um eine Neuinterpretation, die nun, einer Einblendung bei der Titelsequenz zufolge, auf wahren Begebenheiten basieren soll. Diese sind die Erinnerungen der Choreografin und Koproduzentin JoAnn Jansen, die einen Teil ihrer Jugend in Havanna verbrachte. Trotz eines politisch brisanten und damit radikal anderen Hintergrunds (atmosphärisch in Puerto Rico gefilmt) ist die Grundstory die selbe geblieben. Ein priviligiertes und etwas steifes Mädchen beginnt mit einem rebellischen Vertreter der Unterschicht ihre Zurückhaltung sowohl auf der Tanzfläche als auch in den Federn zu verlieren. Ein Konflikt mit ihren Eltern ist natürlich unvermeidlich. Diese werden elegant von Sela Ward und John Slattery porträtiert, die als ehemalige Ballsaaltänzer letztlich Verständnis für die Passion ihrer Tochter aufbringen. Dass sie eine Beziehung ihrer behüteten amerikanischen Tochter mit einem jungen kubanischen Hotelangestellten dulden würden, scheint in Anbetracht des vorherrschenden strikten Moralkodex der damaligen Ära äußerst fraglich. Anachronismen finden sich auch bei den Kostümen und der Musiknummern des hitverdächtigen Soundtracks. Zu hören sind nicht nur afro-kubanische und lateinamerikanische Klänge, sondern mit dem Auftritt von Mya als Nachtclubsängerin verhalten-dezenter Hiphop. Als akustische Gedächtnisanregung dient die mehrfach eingesetzte Instrumentalmelodie des Originalfilmsongs "Time of My Life". Optisch werden Nostalgiemomente wachgerufen, wenn Swayze in bester Tanzform mit der jungen Protagonistin übers Parkett gleitet. Die sexuelle Spannung zwischen ihnen ist greifbarer als zwischen Garai und Luna. Neben seiner drallen Partnerin wirkt der drahtige Luna wesentlich jünger, was ihrer Chemie fern von der Tanzfläche einen fast unschuldig-kindlichen Anstrich verleiht. Und auf seine Art ist dies durchaus sympathisch. Die Tanzszenen hingegen, vor allem im kubanischen Einheimischenclub, sind dennoch lasziv genug, um dem Prädikat "dirty" gerecht zu werden. ara.

Darsteller:  Diego Luna   als Javier Suarez
  Romola Garai   als Katey Miller
  Sela Ward   als Jeannie Miller
  John Slattery   als Bert Miller
  Jonathan Jackson   als James Phelps
  January Jones   als Eve
  Mika Boorem   als Susie Miller
  René Lavan   als Carlos Suarez
  Mya   als Lola Martinez
  Polly Cusumano   als Polly
  Chris Engen   als Steph
  Tommy Kavelin   als Señor Alonso
  Wilmer Cordero   als Lehrer
  Charlie Rodriguez   als Großvater Suarez
  Donato Poveda   als Troubador
  Marisol Padilla Sanchez   als Yolanda
  Heather Headley   als Sängerin Rosa Negra
  Ricardo Alvarez   als Miguel
  Patrick Swayze   als Tanzlehrer
 
Regie:  Guy Ferland  
Buch:  Boaz Yakin  
  Victoria Arch  
Musik:  Heitor Pereira  
Kamera:  Anthony B. Richmond  
Produzent:  Lawrence Bender  
  Sarah Green  
 

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