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Kaufvideo
Erhältlich seit:
06.05.2011
Frankreich 1997
Laufzeit: 99 Min.
FSK: ab 18 (keine Jugendfreigabe)
Vincent Cassel
Monica Bellucci
Tchéky Karyo
Regie: Jan Kounen
Capelight Pictures

Kein Tierhorrorfilm aus dem "Anaconda"-Kielwasser, und auch kein
weiteres Beziehungsdrama aus den Hinterhöfen von Paris erwartet den Zuschauer im Kinodebüt des jungen Franzosen Jan Kounen. Statt dessen
wirft der freche Neuling einen Molotowcocktail aus bluttriefender Popcorngewalt, plakativer Gesellschaftssatire und triefendem gallischen
Zynismus auf die Leinwand. Und im Gegensatz zu den Gehversuchen anderer Tarantino-Epigonen hat er damit sogar Erfolg.
Dobermann, bürgerlicherseits Yann Lepentrec, hat es für seine jungen Jahre weit gebracht. Sein Unternehmen ernährt fünf Mitarbeiter, setzt jährlich etliche Millionen um und beschäftigt praktisch alleine eine komplette staatliche Behörde. Dobermann ist nämlich von Beruf
Bankräuber und als solcher sehr erfolgreich. So erfolgreich, daß ihm die Polizei immer noch keine Handschellen anlegen konnte, obwohl sein
Anwesen rund um die Uhr aus allen Perspektiven beobachtet wird und der
gesuchte Staatsfeind numero uno für jeden Szenegänger offenkundig im schrillsten Techno-Bunker zu Paris residiert. Das kann natürlich auf Dauer nicht gut gehen, zumal Vater Staat soeben den rechten Mann zum
Ermittlungsleiter im Fall Dobermann beordert hat: Inspektor Christini, ein wahrer Terminator in Polizeiuniform, der verdächtigen Familienvätern
zur Beschleunigung der Aussage schon mal mit plötzlichem Kindstod droht, nimmt den Verdächtigen ins Visier und verspricht binnen kürzester Zeit Nägel mit Köpfen. Ein Bankraub, von dem die Fahnder wissen, daß er stattfinden wird (nur wo, wissen sie leider nicht), entpuppt sich erst einmal als verheerender Fehlschlag. Dobermann und seine Gang drehen den Flics mit der Beute eine lange Nase, während mehrere tote Kollegen buchstäblich auf der Strecke bleiben. Von nun an werden keine Gefangenen
mehr gemacht: Mit Brachialgewalt foltert sich Christini quer durch Dobermanns polizeibekannten Freundeskreis, bis das Versteck endlich herausgequetscht ist und mitten im buntesten Pariser Nachtleben das
blutigste Feuergefecht seinen Lauf nimmt, das die französische Filmgeschichte trotz vereinzelter Abstecher in den Splatterfilm je
gesehen hat. Inhaltlich hat Jan Kounen mit seinem Erstling gewiß nicht das Rad erfunden, aber das erwartet von einem Genrefilm mit dem
Exploitationquotienten von "Dobermann" ja auch keiner. Daß es nach "Love and a 45", "True Romance" und "Natural Born Killers" trotzdem soviel Spaß macht, nun auch noch diese Meditation zum strapazierten Thema
amoklaufendes Gangsterpärchen anzusehen, liegt nicht nur an den engagierten Darstellern und der technischen Klasse, die für ein Debüt
geradezu erschreckend gelackt wirkt. Vielmehr sind es die vielen kleinen Abweichungen von der amerikanischen Schablone, die "Dobermann" erst zu jenem Erfolgsgemisch veredeln, das ein eingeschworenes Genrepublikum alle Contenance vergessen und mitten im dunklen Saal lauthals losjubeln läßt (so geschehen zuletzt beim Fantasy Filmfest in München). Für jeden Geschmack ist das freilich nicht. Die FSK-Dame, die sich bei "Mann beißt Hund" übergeben mußte, darf die Papiertaschentücher schon einmal in Reichweite legen. ab.
Er ist der coolste, härteste und skrupelloseste Gangster der Stadt: Der Dobermann ist der Anführer der gleichnamigen Gang. Auf ihr Konto gehen mehr Banküberfälle, als sie zählen können. Sein Gegenspieler ist der korrupteste Cop der Stadt: Christini kennt beim Verhören keine Gnade. Er hat sich geschworen, den Dobermann zu fassen. Tot, nicht lebendig! Der Dobermann und die Hyäne liefern sich einen erbarmungslosen Kampf: Häuser, Autos, Nachtclubs, vor allem aber Banken werden dabei in Schutt und Asche gelegt.
Ein Krieg, dem sich keiner entziehen kann, egal ob Freund oder Feind.
Quelle: Capelight
- Audiokommentar von Jan Kounen, Vincent Cassel und Tchéky Karyo
- Audiokommentar von Jan Kounen, Benedicte Brunet und Joël Houssin
- Trailer
Quelle: Capelight
| Darsteller: | Vincent Cassel | als Dobermann | |
|---|---|---|---|
| Monica Bellucci | als Nat la Gitane | ||
| Tchéky Karyo | als Christini | ||
| Antoine Basler | als Moustique | ||
| Dominique Bettenfeld | als Abbe | ||
| Chick Ortega | als Pitbull | ||
| Stéphane Metzger | als Sonia | ||
| Marc Duret | als Inspecteur Baumann | ||
| Romain Duris | |||
| Patrick Rocca | |||
| François Levantal | |||
| Ivan Merat-Barboff | |||
| Roland Amstutz | |||
| Pascal Demolon | |||
| Florence Thomassin | |||
| Jean Lescot | |||
| Regie: | Jan Kounen | ||
| Buch: | Joel Houssin | ||
| Musik: | Schyzomaniac | ||
| Kamera: | Michel Amathieu | ||
| Produzent: | Frédérique Dumas-Zajdela | ||
| Éric Névé | |||
Dobermann in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Französisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: Audiokommentar, Trailer
- Audiokommentar von Jan Kounen, Vincent Cassel und Tchéky Karyo
- Audiokommentar von Jan Kounen, Benedicte Brunet und Joël Houssin
- Trailer
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