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Don Juan DeMarco

Außergewöhnliche darstellerische Leistungen der drei Vollblutschauspieler Marlon Brando, Johnny Depp und Faye Dunaway sind das unausschlagbare Angebot dieser ansonsten eher kleinen Filmromanze, die Autor Jeremy Leven selbst inszenierte. Das großartige Spiel der Protagonisten hinterläßt einen leichten und beschwingten Gesamteindruck.


Don Juan DeMarco

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Erhältlich seit:
02.05.2008

Komödie

USA 1995
Laufzeit: 93 Min.
FSK: ab 12

Marlon Brando
Johnny Depp
Faye Dunaway

Regie: Jeremy Leven
Warner Home Video Germany

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Don Juan DeMarco

Ein verwirrt wirkender junger Mann will sich von einem Hochhaus stürzen. Mit einem Psycho-Trick gelingt es dem herbeigerufenen Dr. Mickler, den Selbstmordkandidaten von seinem Vorhaben abzubringen. Bei der anschließenden Behandlung in der Klinik erfährt der Arzt, daß sich der Mann für Don Juan, den größten Liebhaber der Welt hält. Zunächst ob seines Ticks belächelt, verfallen allmählich sämtliche Krankenschwestern "Don Juans" Charme, dem sich letztlich auch Dr. Mickler nicht entziehen kann.

In seinem Regie-Debüt variiert der Ex-Havard-Psychologe Jeremy Leven, der auch das Drehbuch schrieb, auf amüsante Art den klassischen Don-Juan-Mythos. Die in witzigen Dialogen zwischen Arzt und Patient erzählte Geschichte wird durch bewegte Rückblicke in Juans fiktive Jugend und Einblicke in Micklers Privatleben angereichert. Stars wie Johnny Depp, Marlon Brando und Faye Dunaway garantieren vorzügliches Schauspielerkino, das allein in Deutschland über 1,5 Mio. Besucher in die Kinos lockte.

Don Juan DeMarco

Nicht viele Hollywoodlegenden haben über die Jahre so wenig von ihrer Faszination eingebüßt wie Marlon Brando. Nun ist es gelungen, die Inkarnation des method acting zu einem weiteren seiner rar gewordenen Filmauftritte zu bewegen. Selbst in dieser leichtgewichtigen Komödie verblüfft das Hollywood-Schwergewicht (in jeder Hinsicht!) seine Bewunderer mit einer beinahe hypnotischen Leinwandpräsenz. Überhaupt ist "Don Juan DeMarco", das Regiedebüt von Autor Jeremy Leven, vor allem ein Besetzungscoup. Für die sympathisch-skurrile Modernisierung des Mythos vom größten Liebhaber aller Zeit konnten er und Produzent Francis Ford Coppola mit Johnny Depp in der Titelrolle einen jungen Wilden aus Hollywoods aktueller Starriege gewinnen, und als Frau an Brandos Seite keine Geringere als Filmdiva Faye Dunaway. Als Psychiater Dr. Mickler trifft Brando auf einen adäquat kostümierten Johnny Depp, der als legitimer Nachkomme des legendären Don Juan auf der Suche nach unerfüllten Frauen die Großstadt durchstreift. Der feurige Liebhaber, der mit knapp 20 Lebensjahren bereits 1500 Geliebte reklamiert, ist in diesem Moment wild entschlossen, sich von einer überdimensionalen Reklametafel in den Tod zu stürzen, denn unerreichbar scheint ihm seine einzige wahre Liebe. "Don" Mickler bringt ihn von seinem Vorhaben ab und bittet ihn in seine Villa, wie Don Juan zu glauben vorzieht, bzw. in die Nervenklinik, wie Dr. Mickler den Ort an anderen Tagen nennt. Der Verdacht drängt sich rasch auf, daß sein edler Patient, der auch hier nur ungern Maske, Kostüm und Degen ablegt, in einer Traumwelt lebt, geplagt von romantischen Wahnvorstellungen, in denen sein Vater im Duell gemeuchelt wird und seine Mutter Zuflucht im Kloster sucht. Und während Dr. Mickler sich immer mehr für die Liebes- und Lebensgrundsätze seines Patienten erwärmt, und seine liebe Frau daheim mit chevaleresken Anflügen verwöhnt, stellt sich langsam heraus, daß der Möchtegern-Don-Juan wohl die Kindheit in Queens und nicht in "Mächicko" und eine freudlose Jugend in Phoenix, Texas, und nicht als Lustsklave in einem arabischen Harem verbracht hat. Seine recht statisch, in langen, amüsanten Dialogen zwischen Depp und Brando erzählte Geschichte lockert Debütant Leven nur mit Rückblenden in Don Juans märchenhafte Jugend und Ausflügen in Micklers eheliches Idyll auf, mit Brando und Dunaway traulich grunzend auf der Couch. Das alles wäre eine zwar geistreiche, aber hemmungslos sentimentale und tempoarme Romanze geworden, gelänge es nicht Schauspielern und Drehbuch, die Geschichte immer wieder mit überraschenden, ironischen Brechungen rechtzeitig vor dem Versinken im latin lover-Kitsch zu retten. Auch wenn man Johnny Depp vor Rollenantritt noch zwei, drei Nachhilfestunden bei Antonio Banderas gewünscht hätte, so ist es nicht zuletzt seine liebenswert-exzentrische Art, die Titelrolle anzulegen, die den Film auch für ein jüngeres Publikum zum Vergnügen macht. Kein großer Film, aber großes Schauspielerkino und für hoffnungslose Romantiker in jedem Fall ein Muß. hoe.

Darsteller:  Marlon Brando   als Dr. Jack Mickler
  Johnny Depp   als Don Juan
  Faye Dunaway   als Marilyn Mickler
  Géraldine Pailhas   als Doña Ana
  Bob Dishy   als Dr. Paul Showalter
  Rachel Ticotin   als Doña Inez
  Talisa Soto   als Doña Julia
 
Regie:  Jeremy Leven  
Buch:  Jeremy Leven  
Musik:  Michael Ramen  
Kamera:  Ralf D. Bode  
Produzent:  Francis Ford Coppola  
  Patrick Palmer  
  Fred Fuchs  
 

Don Juan DeMarco in der Fotoshow

 

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Features

 

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Marlon Brando

Die Kinolegende des 20. Jahrhunderts schlechthin, Koloss, Charakter, schauspielerisches Genie, laut "Life" einer der 100 einflussreichsten...

 

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