DVD (Special Edition, 2 DVDs) Kaufvideo

Don't Come Knocking

Wim Wenders' in Cannes gefeiertes Western-Roadmovie um einen gealterten Filmstar, der sich den Konsequenzen seines bewegten Lebens stellt.


Don't Come Knocking (Special Edition, 2 DVDs)

Kaufvideo

Erhältlich seit:
21.04.2006

Drama

Deutschland/Frankreich 2005
Laufzeit: 118 Min.
FSK: ab 12

Sam Shepard
Jessica Lange
Tim Roth

Regie: Wim Wenders
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Die ewigen Mythen des amerikanischen Westens: Keiner beschwört sie so fulminant wie Meisterregisseur Wim Wenders.

Ein Mann muss tun, was er tun muss: Howard Spencer (Foto: Reverse Angle (UIP)) Großansicht

Ein Mann muss tun, was er tun muss: Howard Spencer (Foto: Reverse Angle (UIP))

Sex, Drugs and Rock'n'Roll - Hollywoodstar Howard Spence (Sam Shepard) macht auf jung und merkt nicht, dass seine Zeit schon lange vorbei ist. Er lebt von seinem früheren Ruhm und hangelt sich von einem One-Night-Stand zum nächsten.

Nach einer durchzechten Nacht hat er die Schnauze voll und haut vom Set ab, ganz stilvoll auf dem Rücken des Pferdes, dahin, wo die Freiheit einfach grenzenlos ist. Als er erfährt, dass er ein fast erwachsenes Kind haben soll, macht er sich auf in die Bergwelt von Butte, Montana. Und dort erlebt er die Überraschung seines Lebens.

Westerndarsteller Howard auf der Flucht - wie einer seiner Helden (Foto: Reverse Angle (UIP)) Großansicht

Westerndarsteller Howard auf der Flucht - wie einer seiner Helden (Foto: Reverse Angle (UIP))

Held mit Schwächen

Romantische Liebesgeschichte und großes Gefühlskino - grandios beschwört Wim Wenders wie in "Paris, Texas" den Mythos Amerika, erzählt von schwachen Männern, die Helden sein möchten und von starken Frauen, die sich nicht unterkriegen lassen. Bei dieser Wahnsinnsreise in die Vergangenheit geht's an ganz tiefe und verborgene Emotionen.

Und wenn der Lonesome Rider (Shepard) seine frühere Liebe wiedertrifft (Jessica Lange) und die Scherben seiner Existenz zusammenkittet, keimt für einen Moment die Hoffnung auf das Glück. An diesem bildgewaltigen Meisterwerk des Kinosommers kommt niemand vorbei.

Don't Come Knocking (Special Edition, 2 DVDs)

Wim Wenders zum achten Mal im Wettbewerb von Cannes: In "Don't come knocking" beschwört er noch einmal den Mythos Amerika und die Unmöglichkeit, ein Stück Heimat zu finden. Ein Meisterwerk, das an "Paris, Texas" anknüpft und durch tragikomische Zwischentöne, wunderbare Leichtigkeit und wuchtige Visualität überzeugt.

"Bitte nicht stören" könnte man den Titel des Films übersetzen. "Don't come knocking" steht auf einem Pappschild am Wohnwagen von Howard Spence, der als Westernheld schon bessere Zeiten gesehen hat und von vergangenem Ruhm zehrt, darunter als zweite Zeile "... if the trailer's rocking". Dieser zerknitterte Typ sucht das Weite vom Set eines B-Pictures und flieht auf dem Rücken eines Pferdes in die Wüste, ganz so, wie wir es aus dem typischen Western kennen. Erst einmal landet er bei seiner Mutter in einer miefigen Kleinstadt, die er seit 30 Jahren nicht mehr gesehen hat und erfährt von der Existenz eines Kindes. Motivation für eine Reise in die Vergangenheit, an deren Ende er nicht nur mit sich selbst konfrontiert ist, sondern auch mit Sohn und Tochter von verschiedenen Frauen. Nicht zu vergessen eine alte Liebe. Doch verpasstes Leben lässt sich nicht nachholen. Die Sehnsucht nach Zuneigung und Familie als Fixpunkt sowie die Angst bilden den roten Faden. Der Mann, der sich von einem One-Night-Stand zum anderen hangelt, spürt sie plötzlich, die ganze Trostlosigkeit eines abgehalfterten Hollywood-Stars, die Einsamkeit des Lonesome Riders, den Ekel vor einer Existenz, so authentisch wie Fast Food. Drugs, Sex and Rock'N'Roll - vorbei. Wie dieser Howard Spence in ein tiefes Loch fällt und vor den Scherben eines verpfuschten Daseins steht, wird bei Wenders zum melancholisch-heiteren Trip ins vordergründig idyllische Butte, Montana. Da wollen die erwachsenen Kinder nichts mit dem aus dem Nirwana auftauchenden Vater zu tun haben, weist ihn die einstige Geliebte zurück. "Howard, you are a coward" wirft sie ihm vor, um sich sofort über den Reim zu amüsieren. Sogar von einem durchgeknallten Indianer muss er sich bedrohen und Wegegeld abpressen lassen. "Don't come knocking" ist Western, Road-Movie und großes Gefühlskino über verlorene Seelen in einer vaterlosen Gesellschaft - schmerzvoll und romantisch, nostalgisch und zeitlos schön. In diesem Abgesang auf den Western spielt Wenders perfekt mit den Klischees des Genres und bricht sie souverän, da haben die starken Männer ausgedient, es sind durchsetzungsfähige Frauen, die die Handlung vorantreiben. Howard ist lauter und unsensibler als Travis in "Paris, Texas", ein Macho, der sich polternd über Schamschranken hinwegsetzt. Die Häuserfassaden der Provinzorte wirken wie Gemälde von Edward Hopper, hier ist Amerika trotz aller Schäbigkeit für einen Moment noch heile Welt, bevor die emotionale Fassade zusammenkracht, der Sohn in einem Wutanfall über den zu spät auftauchenden Vater das Mobiliar aus dem Fenster entsorgt, die grelle Schminke eines Hippie-Mädchens nur innere Leere übertüncht. Tabula Rasa. Der amerikanische Traum von vor über zwanzig Jahren hat seinen Glanz eingebüßt, nistet im Herzen nur noch als Chimäre, der man gegen jede Ratio nachjagt. Sam Shephard, der mit Wenders wie bei "Paris, Texas" das Drehbuch schrieb, spielt den alternden Cowboy mit Witz, Charme und ergreifender Traurigkeit, Jessica Lange mit größter Intensität die Geliebte, die keine Leidenschaft mehr empfindet. Franz Lustig gelingen magische Bilder von grandiosen Landschaften und flackernden Leuchtreklamen, deren flirrendes Licht selbst dem kaputtesten Menschen noch einen sanften Schimmer verleihen. Für "Paris, Texas" erhielt Wenders 1984 die "Goldene Palme", für "Don't come knocking" leider nicht. Dennoch das mit 20 Minuten Standing Ovations bedachte Cannes-Highlight. mk.

Don't Come Knocking (Special Edition, 2 DVDs)

Während der Dreharbeiten eines zweitklassigen Westernstreifens sucht der alternde Hauptdarsteller Howard Spence plötzlich das Weite - ganz klassisch auf dem Rücken eines Pferdes. In einer öden Kleinstadt trifft er nach 30 Jahren erstmals wieder auf seine Mutter und erfährt, dass er Vater ist. Howard beginnt einen Roadtrip in die Vergangenheit, zu seinen Kindern von verschiedenen Frauen und der einstigen Geliebten. Am Ende steht er vor den Scherben seiner Existenz und muss erkennen, dass sich versäumtes Leben nicht nachholen lässt...
Keiner beschreibt den amerikanischen Westen wie Wim Wenders! Sein tragikomisches Roadmovie besticht neben fantastischen Bildern vor allem durch die intensive Darstellerleistung von Sam Shepard und Jessica Lange und wurde in Cannes frenetisch gefeiert!

Quelle: Studiocanal

Deleted Scenes mit Audiokommentar, Interviews mit den Darstellern, Audiokommentar von Wim Wenders, ca. 95 Min.-Doku "Going Places" über die Dreharbeiten, Hörfilmfassung für Blinde, Biografie Wim Wenders, Trailer

Quelle: Studiocanal

Darsteller:  Sam Shepard   als Howard Spence
  Jessica Lange   als Doreen
  Tim Roth   als Sutter
  Sarah Polley   als Sky
  Gabriel Mann   als Earl
  Eva Marie Saint   als Howards Mutter
  Fairuza Balk   als Amber
  George Kennedy   als Director
  James Gammon   als Alter Farmarbeiter
  Marley Shelton   als Starlet
  Rodney A. Grant   als Wild Eye
  Tim Matheson   als Produzent
  Julia Sweeney   als Produzentin
  Kurt Fuller   als Mr. Daily
  James Roday   als First A.D.
  Majandra Delfino   als First Girl
  Marieh Delfino   als Second Girl
 
Regie:  Wim Wenders  
Buch:  Sam Shepard  
Musik:  T-Bone Burnett  
Kamera:  Franz Lustig  
Produzent:  Peter Schwartzkopff  

Kinowelt setzt auf Wim Wenders

Am vergangenen Sonntag feierte mit Wim Wenders einer der bedeutendsten deutschen Filmemacher seinen 60. Geburtstag.

2006 bei Kinowelt auf DVD: "Don't come knocking (Foto: Reverse Angle(UIP)) Großansicht

2006 bei Kinowelt auf DVD: "Don't come knocking (Foto: Reverse Angle(UIP))

Für 2006 plant Kinowelt Home Entertainment die Veröffentlichung der Wim-Wenders-Filme "Chambre 666" und "Tokyo-Ga", "Die Gebrüder Skladanowsky" und "Arisha, der Bär und der steinerne Ring", "Aufzeichnungen zu Kleidern und Städten", "Falsche Bewegung" und des diesjährigen Cannes-Wettbewerbsfilms "Don't Come Knocking".

Des Weiteren werden 2005 noch die Titel "Jenseits der Wolken", "Land of Plenty", "In weiter Ferne so nah" und "Nick's Film: Lightning over Water" veröffentlicht.

In diesem Jahr erschienen bisher die Titel "Paris, Texas", "Der amerikanische Freund", "Der Himmel über Berlin", "Lisbon Story", "Bis ans Ende der Welt", "Der scharlachrote Buchstabe", "Der Stand der Dinge" und "Im Lauf der Zeit" teilweise in umfangreichen Special Editionen auf DVD.

 

Don't Come Knocking (Special Edition, 2 DVDs) in der Fotoshow

 

Fassungen

 

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Features

 

Star

Sam Shepard

Verschlossen bis zum Stehkragen - wenn der amerikanische Cowboy einen hätte - sind die einsamen, grüblerischen, harten, asketischen und niemals...

 

Star

Jessica Lange

Ihr Debüt neben dem Riesenaffen in dem 1976er Remake von "King Kong" brachte der 1949 geborenen Jessica Lange zwar einen Sieben-Jahres-...