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Leihvideo
Erhältlich seit:
04.09.2008
Originaltitel: Kite Runner
USA 2007
Laufzeit: 123 Min.
FSK: ab 12
Khalid Abdalla
Atossa Leoni
Shaun Toub
Regie: Marc Forster
Paramount Home Entertainment

Mit einem Melodram über die traumatische Veränderung Afghanistans und einer Freundschaft beweist der neue Bond-Regisseur Marc Forster erneut Vielseitigkeit und Reife.
Wer die Ereignisse in Afghanistan bisher nur als periodische Schlagzeile aus einer fremden Welt wahrnahm, dem eröffnet dieses Distanz auflösende Melodram einen raren Blick ins Herz dieser Tragödie. Marc Forsters Adaption des literarischen Überraschungshits von Khaled Hosseini ist manipulativ und in der Entwicklung eines jugendlichen Schlägers und Vergewaltigers zum Terror verbreitenden Taliban sehr personalisiert und konstruiert. Aber die gut dosierte Emotionalität des Films ist kraftvoll - und seine Perspektive, Afghanistan aus kindlichen Augen blühend und aus erwachsener Sicht verwüstet zu zeigen, ideal, um das ganze Ausmaß dieser Katastrophe verstehen zu können. Der Film beginnt im Jahr 2000, als die nach San Francisco emigrierte Hauptfigur Amir ihr Romandebüt veröffentlicht - und endet schließlich auch dort. Der Schwerpunkt aber liegt 1978 in Afghanistan, das an beeindruckend exotischen Schauplätzen in Westchina zum Leben erweckt wurde. In der Hauptstadt Kabul wachsen Amir, der ängstliche Sohn eines hoch geachteten, Mullah-kritischen Afghanen, und Hassan, der mutige Nachwuchs des Hausdieners, gemeinsam auf. Trotz der Klassen- und Charakterunterschiede sind die Jungs beste Freunde, die beim jährlichen Wettbewerb im Drachenfliegen triumphieren. Doch die Jahre der Unschuld enden abrupt und tragisch, als Hassan in einer Gasse der Stadt vergewaltigt wird, und Amir dies beobachtet, aber aus Angst nicht eingreift. Seine Scham macht ihn zum Intriganten, beendet die Freundschaft, begleitet ihn auch nach dem Einmarsch der Roten Armee, als ihm sein Vater auf der Flucht nach Pakistan Zivilcourage demonstriert. Die Chance, sich selbst vergeben zu können, eröffnet sich Amir viele Jahre später. Ein Anruf führt ihn zurück in die Vergangenheit und schließlich in Afghanistan in die Konfrontation mit den Taliban. Die Folgen der russischen Besatzung und des Regimes der langen Bärte zeigt der stellenweise untertitelte Film in der Veränderung der Landschaft, im Klima der Angst, in den Kindern, die Gliedmaßen und Eltern verloren haben, und in einer öffentlichen Steinigung, die schockierend die Halbzeitpause eines Fußballspiels füllt. Überemotional ist Regisseur Forster ("Schräger als Fiktion") in solchen Sequenzen nie - nur sentimental in der Beziehung Amirs zu seinem Vater, in der die Tradition weiterlebt wie die Liebe. "Drachenläufer" ist realistisch, aber nicht deprimierend. Seine Perspektive ist Hoffnung - und wenn am Ende Drachen wieder zum Himmel steigen, finden Vergangenheit und Gegenwart, Heimat und Exil, Unschuld und Reife, auf zärtlichste Weise zusammen. kob.
| Darsteller: | Khalid Abdalla | als Amir | |
|---|---|---|---|
| Atossa Leoni | als Soraya | ||
| Shaun Toub | als Rahim Khan | ||
| Sayed Jafar Masihullah Gharibzada | als Omar | ||
| Zekeria Ebrahimi | als junger Amir | ||
| Ahmad Khan Mahmoodzad | als junger Hassan | ||
| Homayoun Ershadi | als Baba | ||
| Elham Ehsas | als junger Assef | ||
| Bahram Ehsas | als Wali | ||
| Nabi Tanha | als Ali | ||
| Tamim Nawabi | als Kamal | ||
| Mohamad Nabi Attai | als Onkel Saifo, der Drachenverkäufer | ||
| Regie: | Marc Forster | ||
| Buch: | David Benioff | ||
| Musik: | Alberto Iglesias | ||
| Kamera: | Roberto Schaefer | ||
| Produzent: | William Horberg | ||
| Walter F. Parkes | |||
| Rebecca Yeldham | |||
| E. Bennett Walsh | |||
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1, Türkisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: Audiokommentar, Featurettes, Trailer

