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Drag Me to Hell

Bei seiner Rückkehr zum Horrorgenre schickt "Tanz der Teufel"-Regisseur Sam Raimi eine unbedarfte Bankangestellte schnurstracks in die Hölle.


Drag Me to Hell

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Erhältlich seit:
22.10.2009

Horror

USA 2009
Laufzeit: 99 Min.
FSK: ab 16

Alison Lohman
Justin Long
Dileep Rao

Regie: Sam Raimi
Universal Pictures Germany

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Bei seiner Rückkehr zum Horrorgenre schickt "Tanz der Teufel"-Regisseur Sam Raimi eine unbedarfte Bankangestellte schnurstracks in die Hölle.

Für Christine geht es bergab (Foto: Universal) Großansicht

Für Christine geht es bergab (Foto: Universal)

Die Bankangestellte Christine Brown (Alison Lohman) ist eine gute Seele, was sich als nachteilig erweist, wenn es um die kritische Vergabe von Krediten geht. Zumindest wird sie von ihrem Chef Mr. Jacks (David Paymer) gedrängt, härter mit den Kunden umzugehen. Weshalb Christine entgegen ihrer eigentlichen Überzeugung einer alten Zigeunerin trotz ihres Flehens und Bettelns ein Darlehen verweigert.

Die Zigeunerin reagiert mit Hass und schwört Christine, in drei Tagen werde sie zur Hölle fahren. Kurz darauf ereignen sich merkwürdige Ereignisse.

25 Jahre sind vergangen, seitdem Sam Raimi mit seinem Debüt "Tanz der Teufel" Filmgeschichte schrieb und die Möglichkeiten des Horrors neu auslotete. Nun kehrt der Mann, der mittlerweile mit den "Spider-Man"-Filmen eines der erfolgreichsten Film-Franchises aller Zeiten verantwortete, zurück zu seinen Wurzeln.

Vor alten Zigeunerinnen sollte man sich in Acht nehmen (Foto: Universal) Großansicht

Vor alten Zigeunerinnen sollte man sich in Acht nehmen (Foto: Universal)

Äußerst effektvoll

Gemeinsam mit Hauptdarstellerin Alison Lohman ("Weißer Oleander") schickt Raimi sein Publikum durch ein Wechselbad der Gefühle, in dem er alle Register seines Könnens zieht: Es ist einer der effektivsten Schocker seit Jahren, ohne dass jemals die Gewaltschraube überdreht werden müsste.

Drag Me to Hell

Nach mehr als fünf Jahren an der Seite des "Spider-Man" lässt Sam Raimi wieder die Teufel tanzen und kehrt mit seinem ersten Horrorfilm seit mehr als 20 Jahren wieder zu seinen Anfängen zurück.

Wenn man heute einen Blick auf "Tanz der Teufel" wirft, kann man beim besten Willen nicht mehr verstehen, warum das Debüt von Sam Raimi vor einem Vierteljahrhundert den Zorn von Jugendschützern so sehr entfachte, dass der Film schließlich von der Staatsanwaltschaft kassiert und beschlagnahmt wurde und sich ein jahrelanger Rechtsstreit um das Schicksal des effektvollen Schreckensritts anschloss. Gewiss, "Tanz der Teufel" lebt auch von drastischen Momenten, aber es überwiegt doch ein beinahe humorvoller Ton mit einer Liebe zum Slapstick, der die kruden Splatterattacken und Schockmomente gut ausbalanciert. Zwischen Schmunzeln und Erschrecken oszilliert nun auch Raimis Rückkehr zu seinen Wurzeln, ein naher Verwandter von "Tanz der Teufel 2", ohne allerdings dessen manische Energie reproduzieren zu können. Das Brutalste an "Drag Me to Hell" ist sein Titel - graphisch dargestellte Gewalt findet entweder gar nicht statt, oder aber auf ähnlich grotesk augenzwinkernde Weise wie bei den Three Stooges oder den "Roadrunner"-Cartoons.

Auf gut deutsch: Ernst muss man nichts nehmen, wenn Raimi die arme Alison Lohman als einfache Bankangestellte Charlotte, die einer Zigeunerin trotz Bitten und Flehens eine Verlängerung einer Stundung verweigert, mit einem Fluch belegt und in die Hölle schickt. Das allerdings mit ausreichend Umwegen, um die Möglichkeiten des filmischen Buh-Machens in ein paar bisweilen beeindruckenden Sequenzen bis an seine Grenzen auszureizen, auch wenn einem schnell klar wird, dass Raimi wenig mehr einfällt, als immer denselben Schockeffekt zu variieren. Wer sich darauf einlassen kann, der wird durchaus durch ein Wechselbad der Gefühle geschickt, auch wenn die Erzählung am Simplizität kaum zu überbieten ist. Lohman, die kurzfristig Ellen Page ersetzte, erweist sich als sympathische Hauptdarstellerin und als willfähriges Opfer, die dem insgesamt etwas zu lichtdurchfluteten Film auch einen klassischen Moment schenkt: Wenn Raimi sie beim Ausbuddeln der Leiche ihrer verschiedenen Peinigerin von unten filmt, im strömenden Regen, als Amazone, die endlich ihr Schicksal in eigenen Händen hält. Das ist dann wahrhaft unwiderstehlich. ts.

Darsteller:  Alison Lohman   als Christine
  Justin Long   als Clay
  Dileep Rao   als Rham Jas
  Lorna Raver   als Mrs. Ganush
  Adriana Barraza   als Shaun San Dena
  Molly Cheek   als Trudy Dalton
  David Paymer   als Mr. Jacks
  Reggie Lee   als Stu Rubin
  Chelcie Ross   als Leonard Dalton
 
Regie:  Sam Raimi  
Buch:  Sam Raimi  
  Ivan Raimi  
Musik:  Christopher Young  
Kamera:  Peter Deming  
Produzent:  Robert G. Tapert  
  Grant Curtis  
 

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