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Dreamgirls

Swingende Verfilmung des Broadwaymusicals um eine an die Karriere der "Supremes" angelehnte Girlgroup.


Dreamgirls

Leihvideo

Erhältlich seit:
14.06.2007

Drama/ Musikfilm

USA 2006
Laufzeit: 129 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Jamie Foxx
Jennifer Hudson
Beyoncé Knowles

Regie: Bill Condon
Paramount Home Entertainment

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Swingende Verfilmung des Broadway-Musicals um eine Girl Group, deren Geschichte an die Karriere der "Supremes" angelehnt ist.

Die Dreamettes unterstützen James "Thunder" Early mit ihren gewaltigen Stimmen (Foto: Universal) Großansicht

Die Dreamettes unterstützen James "Thunder" Early mit ihren gewaltigen Stimmen (Foto: Universal)

Als Backup-Sängerinnen für R&B-Star James "Thunder" Early (Eddie Murphy) steigen Effie (Jennifer Hudson), Deena (Beyoncé Knowles) und Lorell (Anika Noni Rose) als die "Dreamettes" ins Musikgeschäft ein. Doch Manager Curtis (Jamie Foxx) hat Größeres mit ihnen vor und will endlich auch unter weißen Zuhörern Hits landen.

So wird das Trio ein eigenständiger Act und nennt sich ab jetzt "The Dreams". Der Sound wird auf gefälligeren Pop umgestellt und auch die Hierarchie innerhalb der Band verändert sich. Als die stimmgewaltige Effie das Frontmikro der attraktiveren Deena überlassen muss, kommt der Bruch, aber auch der große Erfolg.

Schnell schafft das Trio den Durchbruch auch als eigenständiger Act (Foto: Universal) Großansicht

Schnell schafft das Trio den Durchbruch auch als eigenständiger Act (Foto: Universal)

Tanz, Musik und echte Stars

Die Verfilmung des 1981 uraufgeführten Broadway-Musicals bleibt der Vorlage treu, hat weniger Tanz, aber mehr musikalisches Gewicht als "Chicago" zu bieten, auch wenn einige Songs eher der Beschreibung emotionaler Zustände als dem Hörvergnügen verpflichtet sind. Im Film ist es schließlich wie in der Story: Beyoncé ist der größere Blickfang und Name, aber Jennifer Hudson aufgrund ihrer Stimme der heimliche Star.

Dreamgirls

Nach "Chicago" wird ein weiteres Topmusical vom Broadway zum Sunset Boulevard transferiert. Und auch mit dieser freien Nacherzählung der Karriere- und Krisenstory der Supremes kündigt sich ein weiterer Hit in Hollywood an.

1981 und damit sechs Jahre nach "Chicago" feierte "Dreamgirls" Premiere. Exakt im gleichen Jahr verließ Diana Ross Motown, brach damit über ihre Plattenfirma auch die letzte Brücke zu der Gruppe ab, die sie berühmt gemacht hatte. "The Supremes" und die Geschichte ihrer Triumphe und Konflikte liefert das Handlungsgerüst für das Musical: der frühe Aufstieg eines unbekannten Girltrios, der an Motowngründer Berry Gordy angelehnte erfolgs- und kontrollsüchtige Übermanager, die Hinwendung vom R & B zum gefälligeren Pop, die Degradierung der Leadsängerin zum Backup durch eine gewichts-, allerdings auch stimmreduzierte Kollegin, hinter der Diana Ross sichtbar wird. Autor-Regisseur Bill Condon, der bereits für "Chicago" das Drehbuch verfasste, hält sich eng an die Bühnenvorlage, die als repräsentative Aufstiegs- und Absturzgeschichte ganz bewusst diverse Klischees aus dem Musikgeschäft versammelt.

Es beginnt Anfang der Sechziger, als die Freundinnen Effie (Jennifer Hudson), Deena (Beyoncé Knowles) und Lorell bei einem Talentwettbewerb entdeckt werden. Curtis (Jamie Foxx) wird ihr Manager, lässt die "Dreamettes" als Backup-Sängerinnen für James "Thunder" Early auf Tour gehen. Eddie Murphy ist in dieser Rolle, eine Verbeugung vor James Brown, die erste Überraschung des Films, ist explosiv als Sänger und Performer. Die zweite, ungleich größere liefert Jennifer Hudson. In der dritten Staffel von "American Idol", dem US-Vorbild für "Deutschland sucht den Superstar", unter Kontroversen im Finale ausgeschieden, demonstriert sie hier eine vokale, aber auch darstellerische Potenz, der ihre ungleich berühmtere Kollegin Beyoncé nie gewachsen ist. Das passt perfekt zu den Rollen, für die Hudson zu-, Beyoncé dagegen abnehmen musste. Denn Manager Curtis will unbedingt den Crossover schaffen, auch die weißen Amerikaner als Fans zu gewinnen. Dazu gehört nicht nur, mit den Wölfen zu heulen, DJ's in den Radiostationen zu schmieren, sondern auch, den Sound und die Präsentation zu verändern. Als Early in einer witzigen Sequenz beim Auftritt in Miami wieder rückfällig und damit animalisch-funkig wird, präsentiert Curtis die Girls als eigenen Act, macht die attraktivere Deena zur neuen Leitfigur. Für Effie eine musikalische, aber auch persönliche Demütigung, weil sie Curtis liebt, aber auch im Reich der Leidenschaft von Deena abgelöst wird. "Where did our love go?", fragt sich aber nicht nur Effie, die mit der Gruppe bricht, sondern schließlich auch Deena nach langen Ehejahren mit Curtis. Auch wenn dem Musical ein Signaturhit mit sofortigem Wiedererkennungswert fehlt, auch wenn manche der emotionale Zustände spiegelnden Songs in ihrer exzessiven Leidenschaftlichkeit ein etwas anstrengendes Hörerlebnis bieten, besitzt "Dreamgirls" eine höhere musikalische Qualität als noch "Chicago". Und mit Sicherheit das bewegendere Ende, das im Unterschied zu Effies realem Vorbild (Florence Ballard) süß und nicht bitter ausfällt. kob.

Darsteller:  Jamie Foxx   als Curtis Taylor Jr.
  Jennifer Hudson   als Effie Melody White
  Beyoncé Knowles   als Deena Jones
  Anika Noni Rose   als Lorell Robinson
  Eddie Murphy   als James "Thunder" Early
  Danny Glover   als Marty Madison
  Keith Robinson   als Clarence Conrad "C. C." White
  Ralph Louis Harris   als M. C.
  Hinton Battle   als Wayne
  John Lithgow   als Jerry Harris
  Ken Page   als Max Washington
  Bobby Slayton   als Sandy Price
 
Regie:  Bill Condon  
Buch:  Bill Condon  
Musik:  Henry Krieger  
Kamera:  Tobias Schiessler  
Produzent:  Laurence Mark  
 

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