DVD Leihvideo

Drei

Tragikomische Geschichte über ein Paar in Berlin um die 40, das sich neu verliebt - in denselben Mann.


Drei

Leihvideo

Erhältlich seit:
27.05.2011

Originaltitel: 3

Drama/ Komödie

Deutschland 2010
Laufzeit: 114 Min.
FSK: ab 12

Sophie Rois
Sebastian Schipper
Devid Striesow

Regie: Tom Tykwer
Warner Home Video Germany

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Drei

Fernsehmoderatorin Hanna und Bauzeichner Simon sind beide um die 40 Jahre alt und seit 20 Jahren ein Paar. Man genießt die Vertrautheit, aber die Lust kocht auf Sparflamme. Da verlieben sich die beiden neu, ohne dass der jeweils andere etwas davon weiß - in ein und denselben Mann: Adam strahlt eine Faszination aus, derer sich weder Hanna noch Simon entziehen können. Auf einmal sehen sie ihr Leben und ihre eigene Beziehung mit ganz anderen Augen. Und fühlen sich merkwürdig ermutigt dadurch.

Nach einem Jahrzehnt mit großen internationalen Projekten kehrt Tom Tykwer zum deutschen Film zurück, mit seinem ersten deutschsprachigen Werk seit "Der Krieger und die Kaiserin", ein vermeintlich kleiner, aber doch mit Ideen vollgepackter Film, der es in sich hat: Die Öffnung einer Zweierbeziehung hin zur Dreierbeziehung erzählt Tykwer als eine experimentelle und künstlerische Versuchsanordnung, die einen unwiderstehlichen Sog entwickelt. Wunderbar gelungen ist die Situationskomik und die Performance seiner Hauptdarsteller.

Drei

Ein großstädtisches und modernes Hetero-Paar verliebt sich unabhängig voneinander in denselben Mann und erlebt einen neuen Kick im Sexleben.

Zufall oder Schicksal? Tom Tykwers romantische Komödie wirbelt die Existenz dreier Menschen ziemlich durcheinander, ihm geht es um die Sinnfrage in der Mitte des Lebens und den Komplex der Zeit, wann trifft er oder sie jemand anders und in welcher Situation? Seine Helden sind über die Jahre mit ihm reifer geworden, gehören zu seiner Generation, dennoch weist er jeglichen autobiografischen Bezug von "Drei" zurück. Stattdessen spielt Tykwer in seinem ersten deutschsprachigen Film seit zehn Jahren souverän mit Beziehungsmustern.

Ein bisschen Midlife-Crisis schwingt schon mit, wenn zwischen Fernsehmoderatorin Hanna mit Sitz im nationalen Ethikrat (Sophie Rois) und Baukünstler Simon (Sebastian Schipper) 20 Jahre nach dem ersten Kuss die Lust auf Sparflamme köchelt. Zwei Menschen, die sich arrangiert haben, freundlich miteinander umgehen, ähnliche Interessen teilen und mit gebremster Leidenschaft das Bett. Dass sich dann beide in ein- und denselben Mann verlieben, gibt ihrem Liebesleben neuen Schwung und Devid Striesow als Adam (nomen est omen!) die Gelegenheit, als harmlos aussehender Stammzellenforscher mit Verführungspotenzial zu glänzen. Ein tolles Trio.

Die Öffnung der Zweierbeziehung hin zur Dreierbeziehung ist eine experimentelle und künstlerische Versuchsanordnung, die sehr langsam in Schwung kommt, aber dann in der zweiten Hälfte einen unwiderstehlichen Sog entwickelt. Wunderschön die Situationskomik, wenn das Paar auf einer Ausstellung den gemeinsamen Lover ortet und unter seltsamen Ausreden in die nächst gelegene Toilette flüchtet oder Hanna ihren Sebastian nur mit Handtuch bekleidet beim Objekt der Begierde quasi in flagranti erwischt. Mit 40 hat man schon viel hinter sich, aber wie viel hat man noch vor sich? Krankheiten und Tod kommen näher, Hodenkrebs bei Simon oder Tod der Mama (Angela Winkler), die bei Gunther von Hagen in Plastilin weiter lebt, sind unübersehbare Warnzeichen und Aufforderung zum "carpe diem", jetzt zu leben, nichts mehr aufzuschieben.

Warmherzig zeichnet der Film die Sehnsuchtsprojektion des irritierten Simon, der an seiner sexuellen Identität zweifelt und dem der coole Liebhaber den "Abschied vom deterministischen Biologieverständnis" lächelnd nahe legt. Anything goes! Manchmal leicht verkopft und mit Splitscreen irritierend, trotzdem immer amüsant, mit großer Leichtigkeit und witzigen Dialogen schlagen sich die Protagonisten durch Irrungen und Wirrungen dieser etwas anderen Dreiecksgeschichte. Und dass sie eigentlich schrecklich normal sind, macht sie liebenswert. mk.

Drei

Seit 20 Jahren sind Hanna und Simon ein Paar. Sie leben in Berlin, nebeneinander und miteinander in ämpferischer Harmonie. Sie sind attraktiv, modern, gereift, kinderlos, kultiviert, ernüchtert. Fremdgehen, Kinderwunsch, Zusammenziehen, Fehlgeburten, Flucht und Rückkehr: die Kulturmoderatorin und der Kunsttechniker haben vieles hinter sich, aber nicht mehr ganz so viel vor. Bis sich beide, ohne voneinander zu wissen, in denselben Mann verlieben. Adam Born, Stammzellenforscher. Ein Mensch mit vielen Gesichtern, charmant, geheimnisvoll, ein Mann der Tat, kein Zauderer. Erst lässt sich Hanna mit ihm ein, wenig später auch Simon. Heimlich führen sie ihre Affären mit Adam, nicht ahnend, wie sehr das Geheimnis, das sie voreinander haben, sie miteinander verbindet. Erst als Hanna unverhofft schwanger wird, werden die drei Liebesbeziehungen ernsthaft auf die Probe gestellt.

Quelle: Warner Home Video

Darsteller:  Sophie Rois   als Hanna
  Sebastian Schipper   als Simon
  Devid Striesow   als Adam
  Annedore Kleist   als Lotte
  Angela Winkler   als Hildegard
  Alexander Hörbe   als Dirk
  Winnie Böwe   als Petra
  Hans-Uwe Bauer   als Dr. Wissmer
  Senta Dorothea Kirschner   als Katrin
  Gotthard Lange   als Udo
  Alexander Yassin   als Alexander
  Karl Hemeyer   als Dr. Hubert Zimmer
  Martina Ysker   als Martina
 
Regie:  Tom Tykwer  
Buch:  Tom Tykwer  
Musik:  Tom Tykwer  
  Reinhold Heil  
  Johnny Klimek  
  Gabriel Isaac Mounsey  
Kamera:  Frank Griebe  
Produzent:  Stefan Arndt  
 

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