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Drei Schwestern Made in Germany

TV-Drama: Die bewegende Geschichte dreier Schwestern in einem kleinen süddeutschen Städtchen im November 1947.


Drei Schwestern Made in Germany

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Erhältlich seit:
25.01.2007

Originaltitel: Drei Schwestern made in Germany

Drama/ Komödie

Deutschland 2005
Laufzeit: 89 Min.
FSK: ab 6

Barbara Rudnik
Karoline Eichhorn
Mavie Hörbiger

Regie: Oliver Storz
EuroVideo Bildprogramm

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Drei Schwestern Made in Germany

Der Film beginnt wie ein "film noir", und alles passt: Stefan Kurt als melancholischer Erzähler, Barbara Rudnik, die das perfekte Gesicht für Geschichten aus vergangenen Jahrzehnten hat, und erst recht der historische Hintergrund.

Deutschland quasi im Jahre Null, kurz vor der Währungsreform: eine Zeit des Übergangs, die noch von den Ereignissen der jüngeren Vergangenheit überschattet wurde, aber auch von der Hoffnung auf den Neubeginn lebte. Regie führt zudem Oliver Storz (Jahrgang 1929), dessen Filmografie geprägt ist von Stoffen, die sich mit dem Nationalsozialismus auseinandersetzen (unvergessen: die Serie "Die Magermilchbande", 1979); und wenn nicht das, so warfen sie doch zumindest entlarvende Blicke hinter bürgerliche Fassaden.

Auch die Geschichte ist nicht schlecht. Ausgerechnet am Abend vor der Hochzeit mit einem amerikanischen Offizier wird Freya (Karoline Eichhorn), Tochter eines Kleinstadtbürgermeisters, mit äußerst kompromittierenden Fotos konfrontiert: Sie zeigen sie beim munteren Tête-à-tête mit keinem geringeren als Joseph Goebbels. Aber weil man Freya und ihre beiden Schwestern - die ältere, besonnene Nora (Barbara Rudnik) und die jüngere, lebenslustige Gudrun (Mavie Hörbiger) - rundum sympathisch finden soll, geben die Schnappschüsse ein falsches Zeugnis: Freya war als Flakhelferin eingeteilt, der Propagandaminister hatte ihre Einheit besucht, und es empfahl sich selbstredend nicht, seinen Avancen allzu großen Widerstand entgegenzusetzen.

Es hätte dem Film vermutlich ganz gut getan, wenn Storz offen lassen würde, ob Freya tatsächlich nicht anders konnte; selbst wenn es dann ein anderer Film geworden wäre. So aber lässt die Geschichte ihr gesellschaftsanalytisches Potenzial rasch hinter sich, wird kurz zum Krimi, erhascht ein paar Thriller-Elemente und ergibt sich schließlich dem Lustspiel. Das aber ist die schlechteste aller möglichen Wendungen, zumal die entsprechenden Passagen geradezu krachledern inszeniert sind. Die eigentliche Handlung verliert Storz zugunsten der vermeintlich burlesken Elemente ohnehin mehr und mehr aus den Augen. Eine Geschichte über die unmögliche Liebe zwischen Nora und dem jüdischen Schwarzmarktkönig Horwitz (Kurt) wäre höchstwahrscheinlich ungleich interessanter gewesen. Trotzdem ist Kurt ein guter Grund, sich den Film bis zum Schluss anzuschauen; und die schöne Musik von Klaus Doldinger. tpg.

Drei Schwestern Made in Germany

Spätherbst 1947:
Den Einwohnern Frauenburgs, einer US-Garnisonsstadt,
steht ein weiterer harter Nachkriegswinter bevor. Doch
eine gesellschaftliche Sensation versetzt alle in Aufregung:
Freya Sonnenberg (Karoline Eichhorn), eine der drei
Töchter des ehemaligen Bürgermeisters, soll den amerikanischen
Standortkommandanten Bellmont (Christopher
Buchholz) heiraten. Jede der Schwestern verbindet mit
diesem Ereignis ganz eigene Hoffnungen: Für Freya ist die
Hochzeit der Aufbruch in ein sorgenfreies und wohlhabendes
Leben nach dem Krieg. Für die ältere Schwester
Nora (Barbara Rudnik) bedeutet es späte Genugtuung für
den frühen Tod des geliebten Vaters. Und Gudrun (Mavie
Hörbiger), die Jüngste, freut sich auf ein hemmungsloses
Sexualleben. Doch einen Abend vor der Hochzeit droht
ein Erpresser die Pläne der Schwestern zu zerstören. Kompromittierende
Details aus Freyas Dienstzeit als Wehrmachthelferin
tauchen auf. War sie tatsächlich die Gespielin eines
prominenten Nazi-Bonzen?

Quelle: EuroVideo

Darsteller:  Barbara Rudnik   als Nora Sonnenberg
  Karoline Eichhorn   als Freya Sonnenberg
  Mavie Hörbiger   als Gudrun "Guddi" Sonnenberg
  Stefan Kurt   als Jacob Horwitz
  Matthias Brandt   als Schubert
  Christopher Buchholz   als Colonel Montgomery Bellmont
  Felix Eitner   als Rolf Niehaus
  Horst Sachtleben   als Onkel Arthur
  Birke Bruck   als Konstanze
  Jaymes E. Butler   als Bill Rochester
  Sebastian Urzendowsky   als Eli
  Christoph Hofrichter   als Stadtpfarrer Glöcklein
  Isolde Barth   als Lea
  Christof Wackernagel   als Bürgermeister
  Agnieszka Piwowarska   als Flüchtlingsfrau
  Hermann Schreiber   als Dr. Eisenmenger
  Joel Kirby   als Leutnant Brush
  Stefan Merki   als Gebsattel
  Eva-Maria Kurz   als Erzieherin
  Marina Welsch   als Amerikanische Offiziersgattin
 
Regie:  Oliver Storz  
Buch:  Oliver Storz  
Musik:  Klaus Doldinger  
Kamera:  Gernot Roll  
Produzent:  Prof. Regina Ziegler  
 

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