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Dreiviertelmond

Tief bewegende Tragikomödie über einen grantigen Nürnberger Taxler, der durch ein kleines türkisches Mädchen das Leben wieder lieben lernt.


Dreiviertelmond

Leihvideo

Erhältlich seit:
16.03.2012

Drama/ Komödie

Deutschland 2011
Laufzeit: 90 Min.
FSK: ab 6

Elmar Wepper
Mercan-Fatima Türköglu
Ivan Anderson

Regie: Christian Zübert
Majestic Filmverleih

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Dreiviertelmond

Der Schock sitzt tief bei Hartmut Machowiak, als ihm seine Frau nach 30 Ehejahren unterbreitet, dass sie sich scheiden lässt. Plötzlich muss der penible, überkorrekte und meist missgelaunte Taxifahrer, der nichts so sehr hasst wie Veränderungen, sein Leben neu ordnen. Da ist es wenig zuträglich, als eines Tages die sechsjährige Hayat, die kein Wort Deutsch spricht, allein in seinem Taxi auftaucht und nicht mehr von seiner Seite weicht. Notgedrungen nimmt Hartmut die Kleine bei sich auf und macht sich auf die Suche nach ihrer Mutter.

Mit der Tragikomödie um einen Misanthropen, der durch die Begegnung mit einem Kind aus Selbstmitleid und Lethargie gerissen wird, liefert Christian Zübert ("Lammbock") sein bisher bestes Leinwandstück ab. Elmar Wepper zeigt im Spätherbst der Karriere wieder eine herausragende Leistung, die aber von dem erst sechsjährigen Berliner Naturtalent Mercan Türkoglu noch getoppt wird. In manchen Momenten erinnert der Film an Jan Sveráks genialen Oscar-Sieger "Kolya".

Dreiviertelmond

Mit der zärtlichen, tief bewegenden Culture-Clash-Tragikomödie liefert der aktuelle zweifache Grimme-Preisträger Christian Zübert sein bis dato bestes Leinwandstück ab.

Als Drehbuchautor und Scriptdoktor war Christian Zübert schon immer eine Bank. Aber jetzt hat der Filmemacher, dessen Kiffer-Komödie "Lammbock" längst Kultstatus besitzt, einen richtigen Lauf. Nach dem doppelten Grimme-Coup als Regisseur (für den Tatort "Nie wieder frei sein") und als Autor (für "Neue Vahr Süd") bringt er sich 2011 auch auf der Leinwand in Position - sowohl für einen Publikumserfolg als auch für noch zu verleihende Filmpreise. "Dreiviertelmond" besitzt alle Ingredienzien für eine mitreißende Tragikomödie, die gleichermaßen berührt wie amüsiert, zum Nachdenken animiert, zuweilen auch schockiert, dabei aber immer auch eine Lanze für Toleranz und Mitgefühl bricht. Der Film selbst ruht lediglich auf zwei Schulterpaaren, einem in Ehren gealterten und einem noch jungen, ganz zarten.

Das eine gehört Elmar Wepper, der nach seinem herausragenden Part in "Kirschblüten - Hanami" nun als grantelnder, sich selbst und seine Mitmenschen verabscheuender Taxler Hartmut eine weitere Rolle seines Lebens spielt. Das andere gehört Mercan Türkoglu als Hayat, einem sechsjährigen Berliner Naturtalent. Die Momente, in denen der deutsch parlierende Wepper und die türkische sprechende Mercan mit sturer Konsequenz aneinander vorbeireden und sich dennoch irgendwie verstehen, gehören zu den schönsten eines Films, der phasenweise sogar an Jan Sveráks eigentlich unerreichten Oscar-Preisträger "Kolya" heranreicht.

Doch Zübert gibt sich nicht damit zufrieden, den Zusammenprall der Kulturen lediglich anhand dieser beiden Protagonisten zu dokumentieren und die sentimentale Selbstfindungsreise eines Misanthropen zur One-Man-Show werden zu lassen. Er legt vielmehr auch Wert auf glaubhafte Nebencharaktere wie etwa Hartmuts (Ex-)Frau (zum Niederknien: Katja Rupé), den völlig überforderten (deutschen) Vater von Hayat oder den freundlichen türkisch-fränkischen Dönermann, der dem ungleichen Paar als Dolmetscher dient. Zudem hat man Nürnberg im Kino selten so fotogen erlebt und deren Bewohner so authentisch und (be)greifbar. Dass Zübert auch Zündstoff liefert für eine Diskussion über die kulturellen Unterschiede zwischen Türken und Deutschen, macht "Dreiviertelmond" nur umso gehaltvoller und nachhaltiger. Und wenn der alte Hartmut endlich weich wird und in einem lichten Moment zu Hayat, was übrigens "Leben" bedeutet, zärtlich "Du Zahnluckerte" sagt, ist auch im Kinosaal die Erleichterung förmlich zu spüren und die Hoffnung auf das Gute im Menschen erhält einmal mehr neue Nahrung.

lasso.

Dreiviertelmond

Hartmut Mackowiak steht unter Schock. Seine Frau verlässt ihn nach 30 Ehejahren für einen anderen Mann.
Plötzlich muss er sein Leben noch einmal vollkommen neu ordnen und dabei hat der mürrische Taxifahrer doch
am liebsten seine Ruhe und verschanzt sich hinter einem Panzer aus Vorurteilen, Selbstgenügsamkeit und skeptischer
Ablehnung gegenüber allem Fremden und Neuen. Da passt es ihm auch gar nicht, dass plötzlich die 6-
jährige Hayat mutterseelenallein in seinem Taxi auftaucht, kein Deutsch spricht und nun auf seine Hilfe angewiesen
ist. Alle Versuche, sie los zu werden, scheitern. Und obwohl er gerade seine Frau zur Rückkehr bewegen
will, macht er sich schließlich auf die Suche nach Hayats Mutter. Dabei dämmert es ihm: Vielleicht ist es nicht er,
der Hayat hilft, sondern sie ihm...
Nach seiner bewegenden und vielfach preisgekrönten Darstellung in Doris Dörries Sensationserfolg KIRSCHBLÜTEN
- HANAMI ist Elmar Wepper endlich wieder in einem Kinofilm zu sehen.

Quelle: Majestic

Darsteller:  Elmar Wepper   als Hartmut Mackowiak
  Mercan-Fatima Türköglu   als Hayat
  Ivan Anderson   als Gülen, Hayats Mutter
  Katja Rupé   als Christa Mackowiak
  Marie Leuenberger   als Verena Mackowiak
  Özay Fecht   als Nezahat, Hayats Großmutter
  Bernd Regenauer   als Karl-Heinz
  Stefan Kügel   als Bertl
  Ercan Karacayli   als Izmir
  Albert Kitzl   als Herr Arslan
  Andreas Leopold Schadt   als Reinhard
  Gabi Geist  
 
Regie:  Christian Zübert  
Buch:  Christian Zübert  
Musik:  Annette Focks  
Kamera:  Jana Marsik  
Produzent:  Robert Marciniak  
  Uli Aselmann  
 

Dreiviertelmond in der Fotoshow

 

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