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Dumm und Dümmerer

Prequel zum Comedyhit, das die brennende Frage beantwortet, wie sich die Iditoten Harry und Lloyd in den siebziger Jahren eigentlich kennengelernt haben.


Dumm und Dümmerer

Leihvideo

Erhältlich seit:
20.02.2004

Originaltitel: Dumb and Dumberer: When Harry Met Lloyd

Komödie

USA 2003
Laufzeit: 82 Min.
FSK: ab 6

Eric Christian Olsen
Derek Richardson
Rachel Nichols

Regie: Troy Miller
Warner Home Video Germany

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Troy Miller erforscht in seinem haarsträubenden Prequel zum Comedy-Erfolg "Dumm und Dümmer" die Anfangsjahre des Chaoten-Duos

Noch dümmer geht's immer (Foto: Warner) Großansicht

Noch dümmer geht's immer (Foto: Warner)

"Sind sie nicht süß?" - dieser Ausruf dürfte Passanten beim Blick in den Kinderwagen dieser beiden Hirnis wohl nie entfahren sein. Denn bereits im zarten Pennäler-Alter zeichneten sich Lloyd Christmas (Eric Christian Olsen) und Harry Dunne (Derek Richardson) offenbar durch ausgemachten Schwachsinn aus.

Folglich landen sie denn auch in einer Sonderschulklasse, die der raffgierige Schulleiter Collins ("American Pie"-Urgestein Eugene Levy) nur eingerichtet hat, um 100.000 Dollar Fördergelder unterschlagen zu können.

Das wittert Schulzeitungs-Redakteurin Jessica, die im Schulterschluss mit den bis über die Segelohren in die Reporterin verliebten Deppen dem Treiben des Direktors ein Ende zu machen versucht. Gelegenheit genug für Lloyd und Harry, kein Fettnäpfchen auszulassen...

Auf der Flucht im Idiotenferrari (Foto: Warner) Großansicht

Auf der Flucht im Idiotenferrari (Foto: Warner)

Schweres Erbe

In abstrusen 70er-Outfits, mit sagenhaft dämlichem Gesichtsausdruck und brüllend komischen Slapstick-Einlagen treten Olsen ("Pearl Harbor") und Richardson das Erbe von Jim Carrey und Jeff Daniels an.

Ein Fest für altgediente "Dumm und Dümmer"-Fans, aber auch für neue Anhänger des unterirdischen Humors.

Dumm und Dümmerer

Dümmer geht's nicht, lustiger wohl sicherlich. Für das Gag-arme Prequel zu dem Farrelly-Brüder-Blockbuster "Dumm und dümmer" von 1994 werden Jim Carrey und Jeff Daniels von den beiden jungen Schauspieler Eric Christian Olson ("The Hot Chick") und Derek Ritchardson (in seinem Debüt) als debiles Dumpfbacken-Duo abgelöst. Ihre albernen Aktionen mit ausgiebigem Bad-Taste-Einlagen werden diesmal in ihre peinlichen Highschool-Tage zurückverlegt, wobei der größte (funktionierende) Gag die erstaunliche äußerliche Ähnlichkeit der Protagonisten mit ihren Vorgängern ist.

Die Story wurde von Regisseur Troy Miller ("Jack Frost") in Zusammenarbeit mit dem Skriptnovizen Robert Brener ausgekocht. Begonnen wird mit einer Point-of-view-Aufnahme Harrys aus dem mütterlichen Geburtskana, daraufhin sieht man, wie er als Achtjähriger mit einem "imaginären Freund" spielt. Zehn Jahre später schickt ihn seine Mutter (Mimi Rogers) erstmals in die Schule, wo der geistig unterbelichtete Harry (Olson) in dem ebenfalls mental minderbemittelten Lloyd (Richardson verdient Lob, Carreys Manierismen gekonnt nachzuahmen) einen Freund findet. Die beiden sind so schwachsinnig, dass sie selbst die Hänseleien ihrer Mitschüler nicht durchschauen und begeistert sind, als sie in eine speziell eingeführte Sonderklasse gehen dürfen. Der Schuldirektor Collins (der ansonsten zuverlässig komische Eugene "American Pie" Levy bleibt in einer undankbaren Rolle pfannkuchenplatt) hat dies eingefädelt, um so 100.000 Dollar in Fördergeld unterschlagen zu können. Die attraktive Schulzeitungsreporterin Jessica (Rachel Nichols), in die sich beide Freunde verlieben, ist Collins jedoch auf der Spur und plant, seine miesen Machenschaften zu enthüllen. Alldieweil stolpert das dynamische Doofkoppduo von einem Desaster ins nächste.

Mit "Dumm und Dümmer" läuteten die Farrelly-Brüder (die nichts mit diesem Prequel zu tun haben) den Höhenflug des Bad-Taste-Genres ein, das mit "Verrückt nach Mary" seinen kommerziellen Höhepunkt fand. Ihre simple Erfolgsformel, trotz der diversen Unappetitlichkeiten auch Charme und Herz nicht zu kurz kommen zu lassen, wurde zigfach mit zunehmend humorloserem Ergebnis und immer erfolgloser nachgeahmt, wobei der schrille Tiefpunkt wohl mit Tom Greens unsäglichem Geschmacklosigkeits-Gelage "Freddy Got Fingered" erreicht wurde. Der Welle schien damit weitgehend ausgereizt, was "Dumm und Dümmerer" in die unglückliche Position versetzt, automatisch einem vergangenen Trend hinterher zu hinken. Zudem sind die häufig das Original zitiernden Gags - wie eine Badezimmerszene, in der scheinbar eimerweise Fäkalien an die Wände geschmiert worden sind - dermaßen flach, dass selbst leicht zu erheiternde kleine Jungs sich nur mäßig amüsieren werden. Die beträchtliche Fanbasis marschierte allerdings relativ zahlreich in die US-Kinos und bescherte der Lowbudget-Produktion mit 15,9 Mio. Dollar Startwochenendeinspiel vermutlich bereits schwarze Zahlen. ara.

Darsteller:  Eric Christian Olsen   als Lloyd Christmas
  Derek Richardson   als Harry Dunne
  Rachel Nichols   als Jessica
  Cheri Oteri   als Mrs. Heller
  Luis Guzmán   als Ray
  Elden Henson   als Turk
  William Lee Scott   als Carl
  Mimi Rogers   als Mrs. Dunne
  Eugene Levy   als Direktor Collins
  Lin Shaye   als Margie
  Shia LaBeouf   als Lewis
  Josh Braaten   als Toby
  Teal Redmann   als Terri
  Michelle Krusiec   als Ching Chong
  Brian Posehn   als Verkäufer
 
Regie:  Troy Miller  
Buch:  Robert Brenner  
  Troy Miller  
Musik:  Eban Schletter  
Kamera:  Anthony B. Richmond  
Produzent:  Oren Koules  
  Troy Miller  
  Charles B. Wessler  
  Brad Krevoy  
  Steve Stabler  
 

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