DVD Kaufvideo

Durch diese Nacht sehe ich keinen einzigen Stern

Drama über die letzten Tage der berühmtesten tschechischen Schriftstellerin, Bozena Nemcova.


Durch diese Nacht sehe ich keinen einzigen Stern

Kaufvideo

Erhältlich seit:
27.07.2006

Drama

Deutschland 2005
Laufzeit: 108 Min.
FSK: ab 12

Corinna Harfouch
Boleslav Polívka
Petr Forman

Regie: Dagmar Knöpfel
EuroVideo Bildprogramm

Videoplayer wird geladen ...

Filmbewertung


(0 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
Drama über die letzten Tage der berühmtesten tschechischen Schriftstellerin, Bozena Nemcova.

Bozena erzählt den Kindern Märchen (Foto: Movienet) Großansicht

Bozena erzählt den Kindern Märchen (Foto: Movienet)

Die tschechische Schriftstellerin Bozena Nemcova, die von 1816 bis 1862 lebte, wurde unter anderem für das Märchen "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" weltbekannt. Heute wird sie in einer Reihe mit Virginia Woolf, Sylvia Plath und Frieda Kahlo gesehen, allesamt Frauen, die es früh gewagt haben, ihr Leben nach ihren persönlichen Bedürfnissen einzurichten.

Nemcova war im 19. Jahrhundert ihrer Zeit weit voraus und bereit, einen hohen Preis dafür zu zahlen. Denn der Gesellschaft behagten ihre modernen Ansichten so gar nicht.

Die Schriftstellerin schreibt sich die Gedanken von der Seele (Foto: Movienet) Großansicht

Die Schriftstellerin schreibt sich die Gedanken von der Seele (Foto: Movienet)

Experimentierfreudig

Corinna Harfouch spielt in diesem Film der deutschen Regisseurin Dagmar Knöpfel die Rolle der Bozena Nemcova. Knöpfel ließ sich zu ihrem Drama über die letzten Tage der tschechischen Schriftstellerin von deren Briefen inspirieren - die im Übrigen auch Kafka zum Schreiben motivierten.

"Durch diese Nacht sehe ich keinen einzigen Stern" ist ein düsteres, vollkommen unkonventionelles filmisches Experiment, in dem vor allem die Hauptdarstellerin glänzt.

Durch diese Nacht sehe ich keinen einzigen Stern

Nach ihren im 19. Jahrhundert angesiedelten filmischen Essays über die Dichtkunst - "Brigitta" und "Requiem für eine romantische Frau" - bleibt sich Dagmar Knöpfel erneut treu. Mit "Durch diese Nacht sehe ich keinen einzigen Stern" legt die HFF-Absolventin nun eine Studie über die tschechische Schriftstellerin Bozena Nemcova vor und räsoniert dabei über Macht und Ohnmacht des Schreibens.

Wer Knöpfels Kino-Oeuvre kennt, der weiß, dass sie sich ihren Stoffen nicht auf konventionelle Weise annähert. So auch hier. Ihr Drama ist kein Biopic im herkömmlichen Sinne. Vielmehr setzt sie Ebenen von Zeit, Ort und Wahrnehmung außer Kraft. Beschreibt anhand von drei Briefen, die die Protagonistin kurz vor ihrem frühen Tod verfasst, aber nie abgeschickt hat, das Innenleben einer starken Persönlichkeit. Einer Frau, die es Mitte des 19. Jahrhunderts gewagt hatte, die freie Liebe zu propagieren, die sich gegen ihren herrischen, gewalttätigen Mann aufgelehnt und statt des Kochlöffels den Federkiel zu ihrem Arbeitsgerät erkoren hatte. Verkörpert wird Bozena Nemcova, deren Roman "Großmutter" angeblich Kafka seinen Schwestern als Lektüre empfahl, auf unnachahmliche Art und Weise von Corinna Harfouch, die zuletzt als Magda Goebbels in "Der Untergang" ein Ausrufezeichen setzte. Durch ihre Darstellung der von einer schweren Krankheit und dem Tod ihres geliebten Sohnes schwer gezeichneten Literatin und Mutter wird das Leiden auf der Leinwand physisch förmlich spürbar. So entsteht zum einen mosaiksteinartig das Porträt einer Frau, die ihrer Zeit weit voraus war, zum anderen macht Knöpfel in eindringlichen, beinahe hypnotischen Bildern deutlich, wie das Schreiben zum (kreativen) Ventil für körperliche wie seelische Gebrechen werden kann. Fazit: Die Regisseurin präsentiert mit fast ausschließlich aus Tschechen bestehender Cast und Crew höchste Filmkunst, die vor allem ein literarisch interessiertes, weibliches Publikum ansprechen sollte. lasso.

Durch diese Nacht sehe ich keinen einzigen Stern

1861: Bozena Nêmcová (Corinna Harfouch) ist eine erschöpfte und todkranke Frau. Auf ihrer letzten Reise, die
auch ein Fluchtversuch aus ihrer zerrütteten Ehe ist,
versucht sie in drei Anläufen einen Brief zu schreiben,
an ihren letzten Freund und Gönner, Vojtêch Náprstek.
Doch der Brief sollte niemals ankommen.
Der Film zeigt die letzten Tage einer faszinierenden Frau,
die es schon im 19. Jahrhundert gewagt hatte, ihr Leben
frei nach ihrem Willen zu gestalten. Sie kämpft um die
Liebe, um ihre Familie, um ihr Leben. Solange sie schreibt,
hat sie Kraft zu leben. Wirklichkeit, Halluzination, Traum
und Erinnerung verschränken sich dabei zu einer ganz
eigenen filmischen Realität mit außergewöhnlicher Sogwirkung
...
Bozena Nêmcová war eine Künstlerin, die in der Gestaltung
ihres Lebens und in ihren Ansprüchen ans
Leben ihrer Zeit weit voraus war. Sie wird gesehen
in einer Reihe mit Virgina Woolf, Sylvia Plath, Frida
Kahlo: Frauen, die alles wollten - Familie, Selbstverwirklichung, freie Liebe - und die allesamt bereit waren, einen hohen Preis dafür zu zahlen.

Bozena Nêmcová, die bis heute berühmteste tschechische Schriftstellerin, veröffentlichte
von ihr nacherzählte tschechische und slowakische Volksmärchen, u. a. "Drei Haselnüsse für
Aschenbrödel" und ist Autorin der legendären "Großmutter" (1855), die noch Kafka seinen
Schwestern zu lesen empfahl.
"Corinna Harfouch verkörpert mit beeindruckender Intensität Nêmcová ..." Cinema

Quelle: EuroVideo

Darsteller:  Corinna Harfouch   als Bozena Nemcova
  Boleslav Polívka   als Josef Nemec
  Petr Forman   als Braumeister Danek
  Ondrej Vetchy   als Dr. Lambl
  Anna Políková   als Dora Nemcová
  Tana Fischerova   als Gräfin
  Adrian Jastraban   als Jurenka
 
Regie:  Dagmar Knöpfel  
Buch:  Dagmar Knöpfel  
Musik:  Ales Bezina  
Kamera:  Jan Malir  
Produzent:  Alena Rimbach  
  Herbert Rimbach  
 

Durch diese Nacht sehe ich keinen einzigen Stern in der Fotoshow

 

Fassungen

 

facebook

 

Features

 

Star

Corinna Harfouch

Ihr hellwacher Blick sticht ins Auge, weil er Neugier, Skepsis, Belustigung, Spott und gnadenlose Verachtung vermittelt, selten Hingabe...