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Ein Chef zum Verlieben

Federleichte, romantische Komödie, in der Sandra Bullock als neurotische Anwältin ihrem egozentrischen Chef Hugh Grant mit ihrer Kündigung die Augen öffnet.


Ein Chef zum Verlieben

Leihvideo

Erhältlich seit:
07.08.2003

Originaltitel: Two Weeks Notice

Komödie

USA 2002
Laufzeit: 97 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Sandra Bullock
Hugh Grant
Alicia Witt

Regie: Marc Lawrence
Warner Home Video Germany

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Erst Kabbeln, dann Küssen: Zwischen Sandra Bullock und Hugh Grant funkt's erst in allerletzter Minute.

Peinlich: Doch der Schein trügt! (Foto: Warner) Großansicht

Peinlich: Doch der Schein trügt! (Foto: Warner)

Was ist das Schöne an einer "romantic comedy"? Dass wir von Anfang an ahnen, wer wen bekommt, aber dennoch dem Happy End atemlos entgegenfiebern. Wie in dieser kapriziösen Tour d'amour.

Auch die Einser-Juristin Lucy Kelson und der Millionär George Wade sind füreinander geschaffen, nur wissen sie es noch nicht. Im Gegensatz zu uns, die darauf warten, dass die Zwei Stolpersteine auf dem Weg zum Glück wegräumen. Erst einmal sind sie sich nicht besonders grün.

Der schicke George hat die Immobilien- und Baufirma Wade Corporation im Rücken und die Angewohnheit, attraktive Anwältinnen schnellstmöglich ins Bett zu ziehen.

Immer Haltung bewahren! (Foto: Warner) Großansicht

Immer Haltung bewahren! (Foto: Warner)

Wie Tag und Nacht

Deshalb sorgt sein seriöser Bruder (David Haig) für die Einstellung der umweltbewegten Harvard-Absolventin, der George's Pläne ein Dorn im Auge sind, plant der Geldfuchs doch glatt, ein Gemeindezentrum abzureißen, um lukrative Eigentumswohnungen zu bauen.

Zwar kann sie ihn davon abhalten, aber dafür behandelt sie der Egozentriker wie ein Dienstmädchen, sogar die Krawatte muss sie ihm aussuchen. Der kleine Unterschied: George residiert großzügig im Greenwich-Village-Penthouse, während das Arbeitstier bei den Eltern logiert, sogar im Schlafzimmer immer Laptop, Palm-Pilot und Handy griffbereit.

Was sich liebt, das neckt sich (Foto: Warner) Großansicht

Was sich liebt, das neckt sich (Foto: Warner)

Konkurrenz im Anmarsch

Denn wenn der Boss mitten in der Nacht Ratschläge benötigt, klingelt ihr Telefon. Irgendwann ist Schluss mit lustig, die Schöne wirft das Handtuch, darf aber nur gehen, wenn sie eine Nachfolgerin präsentiert.

Die macht auf ehrgeiziges Kuschelmäuschen und hat bald den allzeit bereiten Goldfisch an der Angel. Könnte alles paletti sein. Nur kriecht bei Lucy plötzlich Eifersucht hoch und bei George kribbelt's beim Gedanken an die Ex-Kollegin. Doch wer kennt sie nicht, diese Angst, sich dem anderen zu offenbaren und ganz einfach zu sagen "Ich liebe dich"?

Die arme Lucy muss ihren Chef wirklich überall hin begleiten (Foto: Warner) Großansicht

Die arme Lucy muss ihren Chef wirklich überall hin begleiten (Foto: Warner)

Happy End inklusive

In bewährter Form sorgt Marc Lawrence (Drehbuchautor von "Miss Undercover" und "Auf die stürmische Art") dafür, dass sich die klopfenden Herzen finden.

Erstmals stehen die schauspielerischen Hochkaräter Sandra Bullock und Hugh Grant gemeinsam vor der Kamera und toppen sich gegenseitig an Komik. Zum Kugeln, wie sich das Duo misstrauisch beäugt und keine Spitzfindigkeit auslässt.

"All american girl" Sandra Bullock beweist wieder ihre Begabung für besten Slapstick. Womanizer Hugh Grant entpuppt sich erneut als gewiefter Charmeur mit Witz und ist - nach anfänglicher Fiesheit und trotz ausgeprägter Faulheit - wirklich "ein Chef zum Verlieben". Die dritte Hauptrolle in dieser Love-Story spielt Big Apple mit seinen versteckten romantischen Ecken. Fazit: Schlaflos in New York, nirgends ist es schöner.

Ein Chef zum Verlieben

Die Leinwandliebelei von Sandra Bullock, Amerikas Ulknudel von nebenan (zuletzt in "Die göttlichen Geheimnisse der Ya-Ya Schwestern"), und dem englischen Charmebolzen Hugh Grant ("About A Boy") schien lange vorprogrammiert. Mit der romantischen Komödie, in der beide ihren jeweiligen populären Rollenstereotypen treu bleiben, ist es nun so weit. Für die Inszenierung wurde Regienovize Marc Lawrence verpflichtet, der bereits die beiden Bullock-Vehikel "Auf die stürmische Art" und "Miss Undercover" geskriptet hatte. Lawrence, der hier ebenfalls das Drehbuch beisteuerte, legt seinen Protagonisten zwar nicht gerade gewitzte Dialogflapsigkeiten vom Format Katherine Hepburn und Spencer Tracy in den Mund, doch Fans von leichtverdaulichem Hausmannskost-Humor mit eingebauter Happy-End-Garantie werden zufrieden sein.

Wie J.Los aktuelle Romantikkomödie "Manhattan Love Story" ist "Ein Chef zum Verlieben" in New York City angesiedelt und präsentiert sich als cineastische (wenngleich visuell weniger ausgefeilte) Liebeserklärung an den Big Apple. Und auch hier stammt das zukünftige Paar aus unterschiedlichen sozialen Klassen. So mimt Bullock die umwelt- und sozialpolitsch engagierte Anwältin Lucy Kelson, deren Akademikereltern ein Musterbild an politischer Korrektheit sind und daher jegliche Form von "Big Money" verabscheuen. Ein Paradeexemplar für genau jene Kategorie ist Lucys potentieller neuer Arbeitgeber und Playboy George Wade (Grant), der mit seinem Bruder ein Immobilienimperium leitet. Nach intensivem Hadern mit sich selbst nimmt Lucy die Stellung an, da Wade sie mit der Aussicht, das Wohltätigkeitsbudget des Konzerns zu verwalten, ködert und ihr zudem verspricht das Coney Island Gemeindezentrum vor dem geplanten Abbruch zu bewahren. Im Zeitraffer-Format - verdeutlicht mit Einblendungen der verstrichenen Monate und Jahre - wird Lucys lange Leidenszeit mit ihrem sympathischen Hallodri-Boss (Grants Filou aus "Bridget Jones" stand wohl ein wenig Pate) amüsant skizziert. George hat keine Skrupel, Lucy zu den unmöglichsten Zeiten anzurufen, um sie nach ihrer Meinung bezüglich Krawattenauswahl bis hin zu Ratschlägen in punkto seiner jeweiligen neuen Flamme zu befragen. Völlig entnervt reicht sie schließlich ihre Kündigung ein. Doch als sie damit konfrontiert wird, dass ihre junge, attraktive Nachfolgerin June Carter (Alicia Witt) prompt mit George anbandelt, versetzt es der ebenso kompetenten wie ungraziösen Lucy einen Stich - mitten ins Herz. Ihr Stolz lässt es jedoch nicht zu, George ihre wahren Gefühle zu zeigen, und so entwickeln sich diverse Komplikationen, bevor sich die beiden beim Happy End selig in die Arme schließen dürfen.

Bullock beherrscht ihren Rollentypus der kumpelhaften Frau von nebenan - ihre Zugänglichkeit und "Normalität" wird von Schnarchen, Tollpatschigkeit und Riesenappetit unterstrichen - mittlerweile bereits im Schlaf. Kollege Grant braucht seinen patentierten Playboytypen ebenfalls kaum zu variieren, wobei er dank seiner trocken-lakonischen Vortragsweise und seines perfekten Timings selbst mittelprächtigen Onelinern zur treffsicheren Punchline verhelfen kann. Die romantische Chemie zwischen den Leads ist zwar nicht hundertprozentig, aber für einen Screwballspaß mit Sitcom-Charakter sind die beiden allemal erste Wahl, wobei mit etwas originellerem Material der komische Funken zwischen ihnen sicherlich besser überspringen hätte können. ara.

Darsteller:  Sandra Bullock   als Lucy Kelson
  Hugh Grant   als George Wade
  Alicia Witt   als June Carter
  Dana Ivey   als Ruth Kelson
  Robert Klein   als Larry Kelson
  Heather Burns   als Meryl Brooks
  David Haig   als Howard Wade
  Dorian Missick   als Tony
  Joseph Badalucco   als Vorarbeiter
  Jonathan Dokuchitz   als Tom
  Veanne Cox   als Melanie Corman
  Janine LaManna   als Elaine Cominsky
  Iraida Polanco   als Rosario
  Charlotte Maier   als Helen Wade
  Katheryn Winnick   als Tiffany
  Jason Antoon   als Norman
  Rocco Musacchia   als Fischer
  Wynter Kullman   als Tyler
  Francie Swift   als Lauren Wade
  Adam Grupper   als Anwalt von Wades Exfrau
 
Regie:  Marc Lawrence  
Buch:  Marc Lawrence  
Musik:  John Powell  
Kamera:  László Kovács  
Produzent:  Sandra Bullock  

Sandra + Hugh = Streit

Du bist schlecht rasiert! - Na und, du doch auch...

Du bist schlecht rasiert! - Na und, du doch auch...

Die FeundInnen des Herzschmerzkinos frohlockten: Sonnenkind Sandra Bullock und Gentleman Hugh Grant zusammen in der romantischen Komödie "Ein Chef zum Verlieben". Doch jetzt müssen die beiden Superstars nachsitzen - weil die Macher nach den ersten Testscreenings urteilten: Die Chemie stimmt nicht.

Dabei hatte alles so gut angefangen: Sandra und Hugh waren kaum drei Tage am Set, da dichtete man den beiden schon eine Affäre an.

Doch dann trat der sonst so britisch zurückhaltende Chefbeerdiger bei seinen Avancen wohl etwas zu vehement aufs Gas: Sandra ließ verlauten, an den Gerüchten sei nichts dran, und der Knisterfaktor am Set sank prompt auf den Nullpunkt.

Das Ganze ging so weit, dass sich die Crew Papierzettel auf den Rücken klebte, auf denen zu lesen stand: "Sandra + Hugh = Streit". Regisseur Marc Lawrence war gar derart gefrustet, dass er sich stattdessen für die Aufschrift "Ich hasse mich!" entschied.

Dabei ist die Story eigentlich ein echter Winterwärmer: Lebemann hält sich Anwältin mit Herz, die sich nicht nur um seine Rechtsprobleme kümmert. Als sie sich vernachlässigt fühlt, kündigt sie, doch der Macho kommt zur Besinnung und wandelt anschließend seinerseits auf Freiersfüßen.

Damit das Ergebnis des Nachdrehs diesmal etwas anrührender ausfällt als ein Date mit Heiner Bremer, erwägen die Macher nun den beiden vorher eine Paartherapie zu finanzieren.

 

Ein Chef zum Verlieben in der Fotoshow

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Sandra Bullock

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