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Ein Geheimnis

Drama um ein Familiengeheimnis nach dem gleichnamigen autobiografischen Roman von Philippe Grimbert.


Ein Geheimnis

Leihvideo

Erhältlich seit:
26.06.2009

Originaltitel: Un secret

Drama

Frankreich/Deutschland 2007
Laufzeit: 102 Min.
FSK: ab 12

Patrick Bruel
Cécile de France
Ludivine Sagnier

Regie: Claude Miller
good!movies

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Drama um ein Familiengeheimnis nach dem gleichnamigen autobiografischen Roman von Philippe Grimbert.

François ist nicht gerade der Sportlichste (Foto: Arsenal) Großansicht

François ist nicht gerade der Sportlichste (Foto: Arsenal)

Neuanfang nach dem Krieg: In den 50er Jahren wächst François auf, ein schmächtiges Bürschchen, das so gar nicht dem Ideal seines sportlich-durchtrainierten Vaters Maxime (Patrick Bruel) und seiner schönen, verführerischen Mutter Tania (Cécile de France) entspricht. Er flüchtet sich in eine Fantasiewelt und vertraut seinen Kummer einem imaginären Freund an. An seinem 15. Geburtstag erfährt er von der Nachbarin Louise (Julie Depardieu) ein streng gehütetes Familiengeheimnis.

Die Adaption von Philippe Grimberts auf Tatsachen beruhendem Roman ist ein facettenreiches Spiel auf drei Zeitebenen: Ende der 30er Jahre, in den 50er Jahren und in der Gegenwart, als François ein erwachsener Mann und Vater ist.

Tania und Maxime scheinen glücklich zu sein (Foto: Arsenal) Großansicht

Tania und Maxime scheinen glücklich zu sein (Foto: Arsenal)

Eigene Erinnerungen

So erzählt Claude Miller spannend eine jüdische Familiengeschichte und verarbeitet dabei auch eigene Erinnerungen. Die Frage von Identität und Herkunft steht im Mittelpunkt, ein starkes Darsteller-Ensemble spielt bewegend auf.

Ein Geheimnis

Claude Miller verknüpft jüdische Familiengeschichte um ein dunkles Geheimnis auf drei Zeitebenen: Sie verbindet die Zeit des Zweiten Weltkrieges mit den 1950er Jahren und der Gegenwart.

Neuanfang rund zehn Jahre nach dem Krieg, die 50er Jahre bedeuten Freiheit und Hoffnung, die Schatten der Vergangenheit sollen ruhen. Die ersten Bilder vermitteln Lebensfreude. Ein Freibad, gut gelaunte Gäste, fröhliches Gekreisch. Nur der siebenjährige François wirkt wie ein Fremdkörper. Ein schmächtiges Bürschchen mit eingezogenen Schultern, der sich nur mal kurz ins Becken traut während seine schöne Mutter die Blicke auf sich zieht und mit tollem Sprung ins Wasser gleitet. Der Vater ein durchtrainierter Sportler verzweifelt fast an seinem Sohn, der auch im Übungsraum zu Hause wie ein nasser Sack an den Ringen hängt. Der Kleine fühlt sich nicht akzeptiert und flüchtet in eine Fantasiewelt mit einem großen Bruder und zur jüdischen Nachbarin Louise, die ihn immer wieder aufmuntert und am 15. Geburtstag ein streng gehütetes Familiengeheimnis erzählt. Die Adaption von Philippe Grimberts Roman, der reale Tatsachen und Personen fiktionalisiert, ist ein facettenreiches Spiel auf drei Zeitebenen: Ende der 1930er Jahre mit ihrem Körperkult, Krieg und Judendeportation, die Kindheit und Jugend des Jungen in den 1950er Jahren und François als erwachsener Mann und Vater in der Gegenwart. Der aus einer Familie nicht-praktizierender Juden stammende Claude Miller betrachtet die Geschichte aus soziologischen Aspekten, verarbeitet eigene Erinnerungen, denn auch er verbrachte Stunden mit Lesen statt mit Körperertüchtigung. Im Gegensatz zu anderen Filmen, die Vorkriegsszenen und Vergangenheit oft in Sepia zeigen, sind hier die Gegenwarts-Passagen in schwarz-weiß, was dem Stil des Buches entspricht, in dem die Gegenwart in der Vergangenheitsform und die Vergangenheit in der Gegenwartsform geschrieben ist. Die Frage von Identität und Herkunft steht im Mittelpunkt, Menschen, die über ihre Wurzeln schweigen und sich und anderen dadurch Leid zufügen und die Zukunft der nächsten Generation erschweren. Der Zeitmix macht das Drama nicht gerade leicht zugänglich, dafür entschädigen die starken Emotionen und Schauspieler wie Cécile de France als blonde Femme Fatale und Ludivine Sagnier als herzergreifende naive junge Frau, die ihr Eheglück zerspringen sieht. mk.

Darsteller:  Patrick Bruel   als Maxime Grinberg
  Cécile de France   als Tania
  Ludivine Sagnier   als Hannah
  Mathieu Amalric   als François Grimbert
  Julie Dépardieu   als Louise
  Nathalie Boutefeu   als Esther
  Yves Verhoeven   als Guillaume
  Sam Garbarski   als Joseph
 
Regie:  Claude Miller  
Buch:  Claude Miller  
  Natalie Carter  
Musik:  Zbigniew Preisner  
Kamera:  Gérard de Battista  
Produzent:  Yves Marmion  
 

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