Eine wundersame Wandlung in den Weinbergen der Provence: Bei Vino, Sonne und l'amour mutiert Russell Crowe vom bissigen Finanzhai zum relaxten Reben-Kenner.
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Schon als kleiner Junge war Max vom Wein fasziniert (Foto: Fox)
Schon als kleiner Junge war Max vom Wein fasziniert (Foto: Fox)
Wie heißt es so schön? "In vino veritas". Im Wein liegt die Wahrheit. Der Einfluss edler Tropfen sorgt auch in diesem wunderbaren Werk für manche Überraschung! Regisseur Ridley Scott entführt mit "Ein gutes Jahr" in das malerische Ambiente südfranzösischer Weingärten. Denn obwohl Scott eher für harte Kinokost "Alien", "Hannibal") berühmt ist, schlummert in ihm doch ein Romantiker.
Der passionierte Hobby-Winzer und Besitzer eines Weinguts wollte schon lange einen Film über die Magie der feinen Trauben drehen. Das Buch seines alten Freundes Peter Mayle, der in die Provence zog und den Bestseller "Ein guter Jahrgang" schrieb, half ihm dabei. Für Scott erwies sich der Roman als die perfekte Vorlage für eine berauschend bebilderte Hommage an das "Savoir-vivre" unter Frankreichs Sonne.
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Weinberge, wohin man sieht (Foto: Fox)
Weinberge, wohin man sieht (Foto: Fox)
Arrogant und trotzdem witzig
In der Hauptrolle besetzte Scott seinen "Gladiator" Russell Crowe, der hier nun erstmals sein Komikertalent unter Beweis stellen darf. Denn neben aller Opulenz ist "Ein gutes Jahr" auch eine äußerst witzige Liebeskomödie. Crowe spielt den arroganten Banker Max Skinner, vor dessen Skrupellosigkeit die Londoner Finanzwelt zittert.
Als ihn eines Tages die Nachricht vom Tode seines Onkels Henry (Albert Finney) erreicht, ist er sehr überrascht. Denn der verstorbene Verwandte hat ihm ein Weingut in Südfrankreich vermacht. Nun muss Skinner seine kostbare Zeit mit einer Reise in die Provence verbringen, um den Verkauf in die Wege zu leiten.
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Max lässt sich vom Savoir-vivre anstecken (Foto: Fox)
Max lässt sich vom Savoir-vivre anstecken (Foto: Fox)
Ein Prosit auf die Lebensart
Doch kaum vor Ort, erliegt der taffe Businessmann dem Charme der provenzalischen Lebensart. Lavendelduft und feinster Rebensaft tragen dazu ebenso bei, wie die schönen Augen der Café-Besitzerin Fanny (Marion Cotillard). Skinners neu entdeckte Lebensqualität wird jedoch bald von einer bösen Überraschung getrübt.
Ridley Scott ist ein ebenso amüsantes wie visuell bezauberndes Werk gelungen, das richtig schön das Herz erwärmt - und Lust auf eine gute Flasche Wein macht. Ein Prosit auf den Regisseur und seinen großartigen Hauptdarsteller!