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Ein gutes Jahr

Hinreißende Weinkomödie von Ridley Scott über einen abgeklärten Finanzexperten, der in Südfrankreich ein geerbtes Weingut abstoßen will.


Ein gutes Jahr

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Erhältlich seit:
20.11.2009

Originaltitel: A Good Year

Drama/ Komödie

USA 2006
Laufzeit: 112 Min.
FSK: ab 0 (ohne Altersbeschränkung)

Russell Crowe
Marion Cotillard
Albert Finney

Regie: Ridley Scott
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

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Eine wundersame Wandlung in den Weinbergen der Provence: Bei Vino, Sonne und l'amour mutiert Russell Crowe vom bissigen Finanzhai zum relaxten Reben-Kenner.

Schon als kleiner Junge war Max vom Wein fasziniert (Foto: Fox) Großansicht

Schon als kleiner Junge war Max vom Wein fasziniert (Foto: Fox)

Wie heißt es so schön? "In vino veritas". Im Wein liegt die Wahrheit. Der Einfluss edler Tropfen sorgt auch in diesem wunderbaren Werk für manche Überraschung! Regisseur Ridley Scott entführt mit "Ein gutes Jahr" in das malerische Ambiente südfranzösischer Weingärten. Denn obwohl Scott eher für harte Kinokost "Alien", "Hannibal") berühmt ist, schlummert in ihm doch ein Romantiker.

Der passionierte Hobby-Winzer und Besitzer eines Weinguts wollte schon lange einen Film über die Magie der feinen Trauben drehen. Das Buch seines alten Freundes Peter Mayle, der in die Provence zog und den Bestseller "Ein guter Jahrgang" schrieb, half ihm dabei. Für Scott erwies sich der Roman als die perfekte Vorlage für eine berauschend bebilderte Hommage an das "Savoir-vivre" unter Frankreichs Sonne.

Weinberge, wohin man sieht (Foto: Fox) Großansicht

Weinberge, wohin man sieht (Foto: Fox)

Arrogant und trotzdem witzig

In der Hauptrolle besetzte Scott seinen "Gladiator" Russell Crowe, der hier nun erstmals sein Komikertalent unter Beweis stellen darf. Denn neben aller Opulenz ist "Ein gutes Jahr" auch eine äußerst witzige Liebeskomödie. Crowe spielt den arroganten Banker Max Skinner, vor dessen Skrupellosigkeit die Londoner Finanzwelt zittert.

Als ihn eines Tages die Nachricht vom Tode seines Onkels Henry (Albert Finney) erreicht, ist er sehr überrascht. Denn der verstorbene Verwandte hat ihm ein Weingut in Südfrankreich vermacht. Nun muss Skinner seine kostbare Zeit mit einer Reise in die Provence verbringen, um den Verkauf in die Wege zu leiten.

Max lässt sich vom Savoir-vivre anstecken (Foto: Fox) Großansicht

Max lässt sich vom Savoir-vivre anstecken (Foto: Fox)

Ein Prosit auf die Lebensart

Doch kaum vor Ort, erliegt der taffe Businessmann dem Charme der provenzalischen Lebensart. Lavendelduft und feinster Rebensaft tragen dazu ebenso bei, wie die schönen Augen der Café-Besitzerin Fanny (Marion Cotillard). Skinners neu entdeckte Lebensqualität wird jedoch bald von einer bösen Überraschung getrübt.

Ridley Scott ist ein ebenso amüsantes wie visuell bezauberndes Werk gelungen, das richtig schön das Herz erwärmt - und Lust auf eine gute Flasche Wein macht. Ein Prosit auf den Regisseur und seinen großartigen Hauptdarsteller!

Ein gutes Jahr

In den pittoresken Weinbergen Frankreichs wandelt sich "Maximus" Russell Crowe vom bösen Börsen-Hai zum sanften Romantiker und zeigt sich von einer neuen Seite.

So hat man den "Master & Commander" lange nicht gesehen, in den Armen einer Schönen dahinschmelzend, französische Delikatessen goutierend und bei einem "petit rouge" bebrillt über die positiven Seiten des Lebens sinnierend. Und das ausgerechnet unter der Regie von Ridley Scott, der sonst bevorzugt härtere Filmkost serviert. Im Prolog schlägt ein aufgeweckter kleiner Junge seinen lebenslustigen Onkel im Schachspiel, das französische Ambiente ist malerisch. Dann die Gegenwart. Das Kind entwickelte sich zum geldgierigen Schweinehund, der seine Kollegen ("Laborratten") schikaniert, Kunden reinlegt und durch dubiose Geschäfte an der Börse Riesen-Gewinne kassiert. Ferien oder Gefühle kennt der smarte Londoner Yuppie nicht und als er nach dem Tod des Onkels (Albert Finney in Rückblenden) dessen Weinberg und altes Gutshaus in der Provence erbt, nimmt er sich ein paar Tage frei, um den neuen Besitz zu verscherbeln. Erst einmal trampelt er wie ein Elefant im Porzellanladen herum, verstört die munteren Franzosen, bis er sich dem "savoir vivre" nicht entziehen kann, unterstützt von den Reizen einer entzückend Kellnerin. Die Wandlung vom taffen Engländer im Maßanzug zum romantischen Engel im Schlabberlook geht flott vonstatten, auch wenn das Auftauchen einer unbekannten Cousine mit möglichem Anspruch auf das Anwesen, den Läuterungsprozess etwas hemmt. Doch die Attraktion von Sonne, Sex und Vino erweist sich stärker als der Reiz von Big Business an der Themse.

Scott, selbst Liebhaber der Gegend, frönt offen seiner frankophilen Ader und auch seiner Bewunderung für Jacques Tati (der Crowe feindlich gesinnte Köter trägt den Nachnamen der Film-Legende). Dabei greift er immer wieder lustvoll in den Klischeetopf - der Weinbauer ein knorrig-gutherziger Knochen, die Französin an sich ein charmant-offenherziges Vollweib, das Essen ein Fest mit einem die Zunge lösenden guten Topfen Wein, die zirpenden Grillen schöner als jedes Sinfonie-Orchester. Auf den Punkt gebracht, lebt auch der unkultivierte Ausländer unter gewitzten Galliern wie Gott in Frankreich, wenn er mal das Prinzip des "laissez-faire" kapiert hat. Crowe auf dem Weg zum Connaisseur, Marion Cotillard als heißblütiges Love-Interest und Abbie Cornish als nettes Girl von Napa auf der Suche nach dem leiblichen Papa bilden ein Triangle mit funktionierender Chemie in diesem Sommerfilm, der den düsteren Herbst etwas heller scheinen lässt und bei dem alle Beteiligten wohl ihren Spaß hatten. "Ein gutes Jahr" beschert zwei knappe gute Kinostunden. mk.

Ein gutes Jahr

Liebe das Leben und lebe die Liebe
Der Londoner Investment-Banker Max Skinner (Russell Crowe) reist in die Provence, um ein kleines Weingut zu verkaufen, das er von seinem Onkel geerbt hat. Max lässt sich zunächst nur widerstrebend auf die provenzalische Lebensart ein und reagiert auf die schrulligen Eigenarten der Einheimischen mit einer ordentlichen Portion Sarkasmus.
Doch nachdem er die Caféhausbesitzerin Fanny (Marion Cotillard) kennenlernt, genießt er nicht nur die Leichtigkeit des Lebens - er lernt auch die wahre Liebe kennen...

Quelle: Fox

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Quelle: Fox

Darsteller:  Russell Crowe   als Max Skinner
  Marion Cotillard   als Fanny
  Albert Finney   als Onkel Henry
  Abbie Cornish   als Christie Roberts
  Tom Hollander   als Charlie Willis
  Freddie Highmore   als Max als Junge
  Isabelle Candelier   als Ludivine Duflot
 
Regie:  Ridley Scott  
Buch:  Marc Klein  
Musik:  Marc Streitenfeld  
Kamera:  Phillippe Le Sourd  
Produzent:  Ridley Scott  
 

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