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Ein Haus in Irland

Verfilmung eines Maeve-Binchey-Bestsellers: Zwei Frauen tauschen nach persönlichen Enttäuschungen für einen Sommer ihre Wohnungen.


Ein Haus in Irland

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Erhältlich seit:
01.06.2006

Originaltitel: Tara Road

Drama

Irland 2005
Laufzeit: 97 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Andie MacDowell
Olivia Williams
Iain Glen

Regie: Gillies MacKinnon
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Verfilmung eines Maeve-Binchy-Bestsellers: Zwei Frauen tauschen nach persönlichen Enttäuschungen für einen Sommer ihre Wohnungen.

Gibt es für Greg und Marilyn noch eine Chance? (Foto: Concorde) Großansicht

Gibt es für Greg und Marilyn noch eine Chance? (Foto: Concorde)

Nach dem Unfalltod ihres 15-jährigen Sohnes trennen sich die amerikanische Dozentin Marilyn Vine (Andie MacDowell) und ihr Mann Greg (August Zirner), dem sie die Schuld am Tod des Kindes gibt. Greg zieht nach Hawaii.

Derweil wird die Dubliner Hausfrau und Mutter Ria Lynch (Olivia Williams) von ihrem Mann Danny (Iain Glen) betrogen und auch sie beenden ihre Beziehung. Um einen Neuanfang zu starten, tauschen Ria und Marilyn für einen Sommer ihr Zuhause.

Verfilmung eines populären Romanes von Maeve Binchy über Hausfrauen für Hausfrauen. Angesichts der langen und komplexen Vorlage bleiben bei der Adaption einige Aspekte, bisweilen auch Charme und Intelligenz, auf der Strecke.

Danny verbringt seine Zeit lieber mit einer jüngeren Frau (Foto: Concorde) Großansicht

Danny verbringt seine Zeit lieber mit einer jüngeren Frau (Foto: Concorde)

Emotionen für Fans

Andie MacDowell hinterlässt nicht den besten Eindruck ihrer Karriere, auch Olivia Williams wirkt überfordert, wenn es um Emotionen geht. Dennoch wird der Film beim weiblichen Publikum und bei Binchy-Fans für gute Unterhaltung sorgen.

Ein Haus in Irland

Nach "Circle of Friends - Im Kreis der Freunde" hat es nun mit "Ein Haus in Irland" ein zweiter Maeve-Binchy-Roman auf die große Leinwand geschafft. Dank der treuen Gefolgschaft der irischen Bestseller-Autorin ist "Tara Road", so der Originaltitel, auch im Kino ein Achtungserfolg zuzutrauen.

Klassisches TV-Movie-der-Woche-Material: In Neu-England verliert die wohlsituierte Marilyn Vine durch einen tragischen Motorradunfall ihren geliebten 15-jährigen Sohn. Auf der anderen Seite des Atlantiks, in Dublin, erfährt Ria Lynch, dass ihr Mann sie betrügt, sie wegen seiner schwangeren Geliebten (Teutonen-Luder: Heike Makatsch) zu verlassen gedenkt. Hier wie da brechen Welten zusammen. Durch ein zufälliges Telefongespräch lernen sich die beiden Frauen kennen und beschließen, für zwei Monate Häuser zu tauschen. Mit der Vergangenheit zu brechen, sich neu zu orientieren.

Was als Roman - dank eigener Imagination - noch gut funktionieren mag, verliert bebildert an Zugkraft. Mit zu vielen Klischees behaftet, bleibt die Story nach dem braven Drehbuch an der Oberfläche, macht die Seelenpein der Protagonistinnen nicht wirklich spürbar. Hinzu kommt, dass ähnlich gelagerte, sattsam bekannte Reality-Shows wie "Frauentausch" dem Stoff seine Brisanz nehmen. Und den namhaften, unterforderten Schauspielern - darunter Andie Macdowell, Stephen Rea, Brenda Fricker, Jean-Marc Barr und August Zirner als Marilyns farb- wie hilfloser Gatte - die Möglichkeit, sich zu entfalten.

Auf der Habenseite bleibt die handwerklich saubere Inszenierung des Schotten Gillies Mackinnon, einem Spezialisten fürs Irische - siehe "Die Playboys" oder "The Escapist" -, die gefälligen Bilder von Kameramann (John de Borman) und, im Stil von Alfred Hitchcock, ein Mini-Auftritt der Autorin selbst. Für deren bekennende Fans, darunter auch die ehemalige first lady Barbara Bush, dürfte das Grund genug für einen Kinobesuch sein. geh.

Darsteller:  Andie MacDowell   als Marilyn
  Olivia Williams   als Ria
  Iain Glen   als Danny
  Stephen Rea   als Colm
  Brenda Fricker   als Mona
  Jean-Marc Barr   als Andy
  Heike Makatsch   als Bernadette
  August Zirner   als Greg
  Maria Doyle Kennedy   als Rosemary
  Ruby Wax   als Carlotta
 
Regie:  Gillies MacKinnon  
Buch:  Cynthia Cidre  
  Shane Connaughton  
Kamera:  John de Borman  
Produzent:  Noel Pearson  
  Miron Blumental  
  Sarah Radclyffe  
 

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