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Ein himmlischer Sünder

Federleichte Komödie von Ernst Lubitsch, in der ein Frauenheld sein Leben Revue passieren lässt.


Ein himmlischer Sünder

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Erhältlich seit:
31.10.2005

Originaltitel: Heaven Can Wait

Komödie/ Fantasy

USA 1943
Laufzeit: 108 Min.
FSK: ab 12

Gene Tierney
Don Ameche
Charles Coburn

Regie: Ernst Lubitsch
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

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Nach seinem Tod landet der 70jährige Henry an der Pforte zur Hölle. Dort soll er vor Seiner Exzellenz, dem Teufel, Rechenschaft über sein Leben ablegen, damit dieser entscheiden kann, ob sich Henry für seine Sünden seinen Platz im Fegefeuer auch redlich verdient hat. Also berichtet der frisch verstorbene Charmeur aus seinem Leben und vor allem über seine Frauen, angefangen mit seiner Kindheit über seine 25jährige Ehe mit Martha bis in die Zeit nach ihrem Tod.

Federleichte Komödie von Ernst Lubitsch, in der Don Ameche sein den Frauen gewidmetes Leben Revue passieren lässt. Als seine nicht immer beneidenswerte Gattin begeistert die traumhaft schöne Gene Tierney, doch auch bis in die kleinsten Rollen ist der Film vorzüglich besetzt und verfügt, wie bei Lubitsch üblich, über eine beeindruckende Ausstattung. "Ein himmlischer Sünder" wurde als bester Film, für die beste Regie und für die beste Kamera für den Oscar nominiert.

"Ein himmlischer Sünder" war der erste Farbfilm von Regisseur Ernst Lubitsch und zugleich einer seiner letzten. Er drehte danach nur noch drei Filme: "Skandal bei Hofe" (A Royal Scandal, 1945), "Cluny Brown auf Freiersfüßen" (Cluny Brown, 1946) und "Die Frau im Hermelin" (That Lady in Ermine, 1948) dessen Fertigstellung er jedoch nicht mehr erlebte. Er starb während der Dreharbeiten an einem Herzinfarkt. Den Film beendete Otto Preminger. "Ein himmlischer Sünder" wurde ein großer Erfolg. Lubitsch verstand es meisterhaft, sein Publikum zu verführen, ihm zugleich aber den Spiegel des Voyeurs vorzuhalten. Diese Kunst der Inszenierung ging als sogenannter "Lubitsch-Touch" in die Filmgeschichte ein. "Ein himmlischer Sünder" ist eine Persiflage auf das Leben und die Moral einer bürgerlichen Gesellschaft um die Jahrhundertwende. Unterschwellig spielte Lubitsch jedoch auf die aktuellen Moralvorstellungen der 40er Jahre an. Während "Ein himmlischer Sünder" beim Publikum gut ankam, wurde er vor allem von der Kirche kritisiert. Die verharmlosende Darstellung des frivolen Lebenswandels eines sympathischen Sünders, der am Ende doch Einlass im Himmel findet, war nach Meinung der Kirchenvertreter ein schlechtes Beispiel für die Moral des Publikums damaligen Intendanten des Deutschen Schauspielhauses, vor. Zunächst spielte Lubitsch auf kleinen Bühnen. Später überzeugte er das Publikum mit innovativen witzigen Einfällen und verlieh den Figuren, die er spielte, menschliche Wärme. Es folgten erste Rollen beim Film, der zu der Zeit noch in den Kinderschuhen steckte. Etwa um 1915 gründete Lubitsch seine eigene Produktionsfirma, mit der er wenige Jahre später expandierte. Mit dem opulenten Historienfilm "Madame Dubarry" von 1919 landete er auch in Amerika einen riesigen Hit. 1922 ging er selbst nach Amerika, um dort seinen ersten Film für Hollywood zu drehen. Und es sollte nicht der Einzige bleiben.
Noch während der Stummfilmzeit stieg Lubitsch auf in die Riege der gefragtesten Regisseure. Seine Spezialität: Leichte Komödien, die er mit frivolen Anspielungen würzte. Die Tonfilmzeit zu Beginn der 30er eröffnete neue technische Möglichkeiten, die Lubitsch begeistert ausnutzte. Zum gesprochenen Wort arrangierte er Akzente durch Musik, Geräusche, Kamerafahrten oder eine geschickte Montage.

Quelle: Fox

Darsteller:  Gene Tierney   als Martha Strabel/Van Cleve
  Don Ameche   als Henry Van Cleve
  Charles Coburn   als Hugo Van Cleve
  Marjorie Main   als Marthas Mutter
  Laird Cregar   als Seine Exzellenz
  Spring Byington   als Bertha Van Cleve
  Allyn Joslyn   als Albert Van Cleve
  Eugene Pallette   als E.F. Strabel
  Signe Hasso   als Mademoiselle
  Louis Calhern   als Randolph Van Cleve
  Helene Reynolds   als Peggy Nash
  Aubrey Mather   als Butler James
  Michael Ames   als Jack Van Cleve
 
Regie:  Ernst Lubitsch  
Buch:  Samson Raphaelson  
Musik:  Alfred Newman  
Kamera:  Edward Cronjager  
Produzent:  Ernst Lubitsch  
 

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