DVD Leihvideo

Ein Kater macht Theater

Family-Fantasy-Vergnügen nach dem Kinderbuch von Dr. Seuss, in dem eine Katze mit Hut mit zwei Geschwistern deren Haus auf den Kopf stellt.


Ein Kater macht Theater

Leihvideo

Erhältlich seit:
02.09.2004

Originaltitel: Dr. Seuss' The Cat in the Hat

Fantasy/ Komödie

USA 2003
Laufzeit: 79 Min.
FSK: ab 6

Mike Myers
Alec Baldwin
Kelly Preston

Regie: Bo Welch
Universal Pictures Germany

Videoplayer wird geladen ...

Filmbewertung


(1 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
Comedy-Ass Mike "Austin Powers" Myers sorgt als samtpfötiger Anarchist für Rambazamba in der Vorstadtidylle.

Erst können sie sich nicht riechen, doch dann werden aus Kater und Kids richtige Kumpels (Foto: UIP) Großansicht

Erst können sie sich nicht riechen, doch dann werden aus Kater und Kids richtige Kumpels (Foto: UIP)

Vor einiger Zeit sorgte der Kanadier Mike Myers als aufgetauter Sixties-Agent mit "Austin Powers in Goldständer" zum dritten Mal für Schlangen an den Kinokassen. Nun wirft er sich ins haarige Ganzkörperkostüm und bringt als hyperaktiver Vierbeiner in der Märchenverfilmung "Ein Kater macht Theater" Schwung ins Leben zweier verkorkster Kids.

Die Vorlage zu dem rasanten Fantasyspaß schuf Kinderbuchautor Theodore Seuss Geisel, den jedes amerikanische Kind als Dr. Seuss kennt und liebt. Bereits das subversive Weihnachtsmärchen "Der Grinch" stammte aus der Feder des Vielschreibers, der insgesamt 47 Werke verfasste.

Das Trampolinspringen macht richtig Spaß! (Foto: UIP) Großansicht

Das Trampolinspringen macht richtig Spaß! (Foto: UIP)

Ruhe unmöglich

Jetzt aber spaziert der Kater mit dem großen Hut eines verregneten Nachmittags ins Heim der verdutzten Geschwister Sally (Dakota Fanning aus "Uptown Girls") und Conrad (Spencer Breslin).

Während die frühreife Spaßbremse Sally und der unerzogene Flegel Conrad eigentlich brav sein und wegen einer anstehenden Einladung ihrer Mutter Joan (Kelly Preston) das Haus möglichst ordentlich halten sollen, schwebt dem grell gekleideten Zauberkater (Mike Myers) unter einem netten Zeitvertreib was ganz anderes vor.

Kurzerhand stellt der singende, tanzende und herumulkende Pelzchaot die gesamte Hütte auf den Kopf - und erteilt den erstaunten Kids dennoch eine wertvolle Lektion über das Leben.

Quinn treibt's bunt, um Joan zu gefallen (Foto: UIP) Großansicht

Quinn treibt's bunt, um Joan zu gefallen (Foto: UIP)

Bonbons!

Wie es sich für den Produktionsdesigner von Klassikern wie "Beetlejuice" oder "Edward mit den Scherenhänden" gehört, spornte Bo Welch die Ausstatter seines Kino-Regiedebüts zu Höchstleistungen an.

"Ein Kater macht Theater" entführt den Zuschauer in eine bonbonbunte Fantasiewelt voller überraschender Gimmicks und extravaganter Einfälle, die für ihren quirligen Hauptdarsteller auf den Leib geschnitten scheint. Mike Myers absolviert denn auch einen fulminanten Gag-Marathon, bei dem kleine wie große Zuschauer auf ihre Kosten kommen. Dennoch gleitet das kurzweilige Märchen nie in den Slapstick ab, sondern überrascht durch seine Warmherzigkeit.

Der Kater in seiner Fantasiewelt entführt (Foto: UIP) Großansicht

Der Kater in seiner Fantasiewelt entführt (Foto: UIP)

Brechreiz bei Baldwin

Davon kann hingegen keine Rede sein, wenn Alec Baldwin in einer großartigen Nebenrolle als schmieriger Verehrer von Kelly Preston ("Spy Kids") bei deren Filmkindern Brechreiz erzeugt. Auch die wiederum haben's faustdick hinter den Ohren und sorgen mit ihren verrückten Ideen vor allem bei den kleineren Kinogängern für einen Lacher nach dem anderen.

Die Großen dagegen kriegen eine satte Ladung Anarchospäße aus der Feder der "Seinfeld"-Autoren Alec Berg, Jeff Schaffer und David Mandel um die Ohren. Wohl bekomm's.

Ein Kater macht Theater

Vor drei Jahren schneite Jim Carrey in der ersten Dr.-Seuss-Kinderbuchverfilmung "The Grinch" in die Kinos. Als zweite Adaption des amerikanischen Kultautoren wird nun der Klassiker "Ein Kater macht Theater" mit Komiker Mike Myers in der Titelrolle nachgelegt. Im Gegensatz zum ersteren Film handelt es sich bei dem knallbunt-krachigen Myers-Vehikel nicht um eine Weihnachtsgeschichte, sondern um eine surreale Moralfabel, in der zwei Geschwister durch einen Chaos stiftenden sprechenden Kater respektive Spontanität und Gehorsam erlernen.

Einfallsreich und hübsch anzusehen ist die Titelsequenz, die beginnend mit den Universal- und Dreamworks-Logos dem Cartoonstil der Seuss-Bücher nachempfunden wurden. Optisch superb wird damit ein bis zur letzten Filmminute Augen übergehendes psychedelisch-plastikartiges Pastelluniversum mit Retro-Ambiente kreiert, wie man es vom Regiedebüt des ehemaligen Produktionsdesigners von Tim-Burton-Hits wie "Beetlejuice" und "Edward mit den Scherenhänden" nicht anders erwarten würde. Bei seiner Inszenierung zeigt Bo Welch jedoch nicht immer die selbe sichere Hand, da man oft den Eindruck gewinnt, einer etwas selbstgefälligen Mike-Myers-Sketchepisodenshow beizuwohnen. Myers verwandelt sich mit perfektem Makeup, haarigem Ganzkörperkostüm, weißrot gestreiften Zylinderhut und diversen zusammen gewürfelten Manierismen, die von dem feigen Löwen in "Der Zauberer von Oz" hin zu seinen eigenen "Austin Powers"-Marotten reichen, in den nicht zu bremsenden Zauberkater auf Anarchotrip. Dieser besucht unverhofft die beiden Geschwister Sally (Dakota Fanning aus "Eine Zicke kommt selten allein" erneut als frühreifer Kontrollfreak) und Konrad (Spencer Breslin aus "Disneys The Kid" wieder als Nervensäge), deren allein erziehende Mutter (Kelly Preston) ihnen verboten hat, Unordnung im Haus zu machen, da sie abends eine wichtige Kollegenparty geben muss. Doch Konrad macht immer grundsätzlich das Gegenteil von dem, was ihm aufgetragen wird, und hat nichts als zerstörerischen Unfug im Kopf. Seine naseweise Schwester hingegen ist Fleisch gewordenes kühles Kalkül und scheint nie Spaß zu haben. All dies ändert sich, als der Kater in ihr Leben tritt. Zunächst unterhält er sie noch harmlos mit (schwachen) Gesangs- und (von Carmen Miranda inspirierten) Tanzeinlagen, um schließlich zunehmend außer Kontrolle zu geraten und das gesamte Haus auf den Kopf zu stellen und zu verwüsten. Erst als alles verloren scheint, erkennt Konrad die Parallele zu seinem eigenen Verhalten und wird geläutert. Und Sally lernt, sich endlich wie ein Kind zu vergnügen. Einem sonnigen Happy End steht somit nichts mehr im Weg.

Vom Original abweichend erscheint Alec Baldwin als abstoßend ekelhafter Freund der Mutter in einer Nebenrolle, die von den drei Newcomer-Drehbuchautoren, allesamt Veteranen der "Seinfeld"-TV-Serie, als zu erwartender Opponent eingebaut wurde. Bei ihrem hochkarätigen Hintergrund erstaunen die doch recht vielen platten Gags und der daraus resultierende niedrige Lachquotient. Weitere Parts umfassen u. a. einen CGI-kreierten sprechenden Goldfisch, der als Stimme der Vernunft fungiert. Im Gegensatz dazu sind die zwei kleinwüchsigen Gehilfen von The Cat pure Unvernunft, die im Schnellverfahren alles kurz und klein machen. Wenn dies nach dem Fiebertraum eines hyperaktiven Fünfjährigen im Zuckerrausch und dem Alptraum eines (fast) jeden Erwachsenen klingt, so liegt man absolut richtig. Dennoch könnte Mike Myers dank seiner großen deutschen Fangemeinde einen soliden Hit aus dem Hut zaubern. ara.

Darsteller:  Mike Myers   als Der Kater
  Alec Baldwin   als Quinn
  Kelly Preston   als Die Mutter
  Dakota Fanning   als Sally
  Spencer Breslin   als Conrad
  Amy Hill   als Mrs. Kwan
  Sean Patrick Hayes   als Mr. Humberfloob
  Danielle Ryan Chuchran   als Ding 1
  Taylor Rice   als Ding 1
  Brittany Oaks   als Ding 2
  Talia-Lynn Prairie   als Ding 2
  Daran Norris   als Ansager
  Bugsy   als Nevins
  Clint Howard   als Kate, Lieferant
  Paige Hurd   als Denise
  Steven Anthony Lawrence   als Dumb Schweitzer
  Paris Hilton   als Clubgängerin
  Candace Dean Brown   als Sekretärin
  Stephen Hibbert   als Jim McFlinnigan
  Roger Morrissey   als Mr. Vompatatat
 
Regie:  Bo Welch  
Buch:  Alec Berg  
  Jeff Schaffer  
  David Mandel  
Musik:  David Newman  
Kamera:  Emmanuel Lubezki  
Produzent:  Brian Grazer  
 

Ein Kater macht Theater in der Fotoshow

 

Fassungen

 

facebook

 

Features

 

Weitere Videos

Hoch Runter
 

Star

Alec Baldwin

Der am besten aussehende der Baldwin-Brüder (William, Daniel) war vor Harrison Ford der Agent Jack Ryan (aus Tom Clancys Feder) und begleitete...

 

Star

Dakota Fanning

Das Ausnahmetalent. Mit elf Jahren bereits hatte Dakota Fanning 2005 ebenso viele Spielfilme hinter sich und behauptete sich mit Bravour an...