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Ein Mann, ein Fjord

TV-Roadmovie-Komödie von und mit Hape Kerkeling in verschiedenen Rollen.


Ein Mann, ein Fjord

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Erhältlich seit:
07.01.2011

Originaltitel: Ein Mann, ein Fjord

Komödie

Deutschland 2008
Laufzeit: 94 Min.
FSK: ab 0 (ohne Altersbeschränkung)

Jürgen Tarrach
Anneke Kim Sarnau
Olga von Luckwald

Regie: Angelo Colagrossi
Universum Film

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Ein Mann, ein Fjord

Norbert Krabbe beteiligt sich mit Hingabe und zum Leidwesen seiner Familie an jedem Preisrätsel, das ihm in die Finger kommt. Nach Hunderten mehr oder weniger nutzloser Haushaltsgegenstände gewinnt er plötzlich einen Hauptpreis: ein Fjord, der seinen Namen trägt! Einzige Bedingung ist, dass er seinen Gewinn persönlich in Besitz nimmt. Und so macht sich der arbeitslose Norbert mit Tochter Ute, aber ohne Geld, auf den Weg nach Norwegen. Frau Birgit bleibt derweil daheim und nimmt eine weitere Gewinnbenachrichtigung über 500.000 Euro in Empfang. Einzige Bedingung. Norbert muss innerhalb von 10 Tagen bei der Lotterie vorstellig werden. Birgit lässt alles stehen und liegen und macht sich auf die Suche nach Mann und Tochter.

TV-Komödie von Hape Kerkeling und Angelo Colagrossi (auch Regie), die kontinuierlich zwischen genialen Einfällen und flauen Gags schwankt. Kerkeling, einer der besten deutschen lebenden Komiker, hält sich diesmal darstellerisch merklich zurück und ist nur in drei Nebenrollen, darunter natürlich Horst Schlämmer, zu sehen. Die Hauptrolle überlässt er Jürgen Tarrach, der allerdings eher weniger für brüllende Komik denn feines Charakterspiel bekannt ist. So geht die Rechnung denn auch nur dann auf, wenn man die hohen Erwartungen an den Namen Kerkeling etwas zurückschraubt.

Ein Mann, ein Fjord

Es gibt ja diverse skurrile Entstehungsgeschichten erfolgreicher Filme, aber der Umweg, den "Ein Mann, ein Fjord" hinter sich hat, ist in der Tat ungewöhnlich: Weil Hape Kerkeling und sein Lebensgefährte Angelo Colagrossi keinen TV-Sender von ihrer Drehbuchidee überzeugen konnten, haben sie gemeinsam mit Regisseurin Angelina Maccarone ein Hörbuch draus gemacht, einen "Film für die Ohren". Sämtliche Sprechrollen übernahm Kerkeling selbst. Als sich "Ein Mann, ein Fjord" prompt zum zweifach mit Platin ausgezeichneten Verkaufsknüller entwickelte, wurden die Sender doch noch hellhörig, aber da hatte das ZDF schon zugegriffen.

Den Sensationserfolg der CD wird der Film allerdings höchstwahrscheinlich nicht wiederholen: Kerkelings Ambitionen, mit seinem Humor ganze Filme zu tragen, führten bislang zu überwiegend durchwachsenen Ergebnissen; einige der Versuche waren sogar eher peinlich als komisch ("Samba in Mettmann"). Auch "Ein Mann, ein Fjord" lebt vor allem von der Situationskomik und weniger von einem durchgängig hohen Spannungsniveau: Wenn's gerade nicht lustig zugeht, sackt der Film in sich zusammen (Produktion und Regie: Colagrossi). Daran ändern auch die diversen Zwischenspiele Kerkelings in verschiedenen Verkleidungen nichts.

Die Geschichte ist im Grunde ganz einfach: Der arbeitslose Norbert (Jürgen Tarrach) aus Wanne-Eickel ist ein typischer Glück-im-Unglückswurm. Im Leben hat er eher eine Niete gezogen, aber bei Lotterien aller Art gewinnt er regelmäßig. Meist ist das billiger Kram, der nun die Wohnung zumüllt, aber Norbert hat ein kindliches Gemüt und freut sich auch über Kleinigkeiten. Als eines Tages bei einem Preisausschreiben ein Fjord nach ihm benannt wird, überzeugt Tochter Ute (Olga von Luckwald) ihren chronisch reisescheuen Vater, sich auf den Weg nach Norwegen zu machen. Natürlich wird das ein Trip voller Hindernisse und denkwürdiger Begegnungen, weil Norbert, völlig pleite, sich sämtliche Passagen erschwindeln muss und die beiden auf allerlei lustige Vögel treffen.

Wie in allen Filmen von und mit Kerkeling ist das humoristische Niveau seltsam heterogen. Einige Gags sind lauthals komisch, andere verpuffen wirkungslos oder laufen sich tot. Dass der schnöselige Dr. Reinhold Schwarz-Ebershagen (Matthias Brandt) und seine Frau (Johanna Gastdorf) immer wieder Norberts Wege kreuzen, ist ja ganz lustig; dass sie den Einheimischen ihre Monologe stets auch auf englisch nachreichen, ist nur anfangs witzig. Kerkelings Gastauftritte sind gerade in seiner Paraderolle als Horst Schlämmer Selbstläufer, haben mit der Handlung aber nur am Rande zu tun. Und während Tarrach, ohnehin ein eher stiller Komödiant, seinen Norbert mit viel Würde versieht, muss Anneke Kim Sarnau als Gattin Birgit mimisch und ständig übers Ziel hinausschießen, was den vermutlich erhofften komischen Effekt zumeist verfehlt. Birgit reist dem Rest ihrer Familie hinterher, weil Norbert eine halbe Million gewonnen hat, den Gewinn aber innerhalb von zehn Tagen abholen muss. Auf der Fähre nach Norwegen treffen sämtliche handelnden Personen aufeinander, und es kommt zu den üblichen Verwechslungen, auf die kein Lustspiel verzichten mag.

Alles in allem wirkt "Ein Mann, ein Fjord" wie die etwas zerdehnte Sonderausgabe einer Sketch-Comedy, bei der man bereit ist, die flauen Gags auszusitzen, weil's auch immer wieder witzig wird. Es gibt eine Menge hübscher origineller Ideen am Rande, die beweisen, wie viel Liebe zum Detail in dieser Produktion steckt. Man lacht viel und gern, und die junge Olga von Luckwald, die hier ihre erste größere Rolle spielt, empfiehlt sich für weitere Aufgaben. Gemessen an den Erwartungen, die sich automatisch mit dem dutzendfach ausgezeichneten Hape Kerkeling verknüpfen, ist das trotzdem etwas wenig. tpg.

Ein Mann, ein Fjord

Eine skurille Komödie über einen arbeitslosen Preisrätsel-Fan. Hape Kerkling in seinen Paradenrollen, als Horst Schlämmer und Moderatorin Gisela.
Norbert Krabbe (Jürgen Tarrach), ein arbeitsloser Preisrätsel-Fan lässt kein Gewinnspiel aus. Zum Leid der restlichen Familie, Frau Birgit (Anneke Kim Sarnau) und Teeny-Tochter Ute (Olga von Luckwald). In ihrer Wohnung stapeln sich die Bratpfannen, Zitruspressen und Toaster. Doch dann passiert's: Norbert gewinnt einen unglaublichen Preis - einen nach ihm benannten Fjord! Aber wie kommt man bloß nach Norwegen - zum "Norbert-Krabbe-Fjord" samt eigener Blockhütte - wenn man pleite ist und einem schon beim S-Bahn fahren schlecht wird? Was Norbert an Geld fehlt, macht er durch originelle Ideen wett: Getarnt als Putzkolonne, schlägt er sich mit seiner Tochter per Zug bis Kopenhagen durch, weiter geht's als Tramper und mit ergaunerten Schiffstickets.
In Norberts Abwesenheit bekommt seine Frau einen Brief, noch mal hat Norbert gewonnen, und zwar sage und schreibe 500.000 Euro! Dieses Geld bekommt er allerdings nur dann, wenn er sich innerhalb der nächsten 10 Tage persönlich bei der Lotteriezentrale in Grevenbroich meldet. Und so macht sich auch Birgit auf eine ebenso abenteuerliche Reise, auf der Suche nach Norbert und Ute.

Quelle: Universum Film

Darsteller:  Jürgen Tarrach   als Norbert Krabbe
  Anneke Kim Sarnau   als Birgit Krabbe
  Olga von Luckwald   als Ute Krabbe
  Hape Kerkeling   als Horst Schlämmer / Uschi Blum / Gisela
  Mads Hjulmand   als Lars Högesund
  Johanna Gastdorf   als Waltraut Schwarz-Ebershagen
  Matthias Brandt   als Dr. Reinhold Schwarz-Ebershagen
  Petra Zieser   als Ulrike Lange
  Hilmi Sözer   als Kemal
  Horst Krause   als Günter "Ole" Reddemann
  Wencke Myhre   als Rezeptionistin
  Uwe Rohde   als Fahrkarten-Kontrolleur
  Dagmar Sachse   als Bahnbeamtin
  Gabi Decker   als Reisebüroangestellte
 
Regie:  Angelo Colagrossi  
Buch:  Angelo Colagrossi  
  Hape Kerkeling  
  Angelina Maccarone  
Musik:  Achim Hagemann  
Kamera:  Martin Kukula  
Produzent:  Angelo Colagrossi  
 

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Jürgen Tarrach

Er gehört zu den Spezialisten für Schräges, geht mit robusten Nerven durch die absurdesten Situationen, hat Sinn für Groteskes und...

 

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Anneke Kim Sarnau

Anneke Kim Sarnau begann ihre Karriere am Burgtheater in Wien. Sie gilt als Spezialistin für schwere Rollen und wird gern besetzt,...