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Ein Mann von Welt

Schwarze Komödie über einen Mann, der nach zwölfjähriger Haft wieder im realen Leben Fuß zu fassen versucht.


Ein Mann von Welt

Leihvideo

Erhältlich seit:
19.08.2011

Originaltitel: En ganske snill mann

Komödie/ Kriminalfilm

Norwegen 2010
Laufzeit: 111 Min.
FSK: ab 12

Stellan Skarsgård
Bjørn Floberg
Gard B. Eidsvold

Regie: Hans Petter Moland
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Ein Mann von Welt

Ulrik wird nach zwölfjähriger Haft entlassen und will sich mit seiner Familie aussöhnen. Also sucht er den Kontakt zu seiner Exfrau und dem inzwischen erwachsenen Sohn. Derweilen wird er von seiner Hausherrin bekocht, die dafür aber auch gewisse Gegenleistungen erwartet. Ein Leben in Frieden scheint möglich. Wären da nicht seine alten Kumpels, die Ulrik drängen, sich an dem Mann zu rächen, der ihn einst an die Polizei verraten hat. Und dann gerät zu allem Überfluss auch noch die familiäre Annäherung wieder in Gefahr.

Tiefschwarze Komödie in bester skandinavischer Tradition. In der Hauptrolle glänzt der international gefragte schwedische Darsteller Stellan Skarsgård ("Illuminati", "Pirates of the Caribbean - Fluch der Karibik 2"), der einen eigentlich ganz zugänglichen Menschen spielt, auch wenn er schon ein paar Leute ermordet bzw. zu Krüppeln gemacht hat. Als Regisseur dieses hinterhältigen Spaßes firmiert der Norweger Hans Petter Moland, den man hierzulande am ehesten durch sein Drama "Beautiful Country" kennt, das 2004 im Berlinale-Wettbewerb lief.

Ein Mann von Welt

Lakonische norwegische Gangsterkomödie über einen aus dem Knast entlassenen Mann, der einfach nicht Nein sagen kann.

Straubtrocken ist er, der nordische Humor, die Protagonisten von stoischer Ruhe und meistens wenig gesprächig. In dieses Muster passt optimal Hans-Petter Molands schwarze Komödie im grau-winterlichen Norwegen, wo auch schon mal eine Falschparkerin im Müllcontainer landet.

Ulrik ist ein Typ, der niemandem etwas abschlagen kann und landete deshalb zwölf Jahre im Knast. Kein Mensch holt ihn ab, die Kumpel von einst erwarten ihn erst einen Tag später. Und es scheint da weiterzugehen, wo es vor zwölf Jahren aufgehört hat: Der dubiose Gangsterboss Jensen vermittelt ihm einen Job, dafür soll er den Typen ins Jenseits befördern, der ihn damals wegen Mordes am Liebhaber seiner Frau verpfiffen hat. Die richtige Lust auf eine neue Straftat fehlt dem Ex-Knacki, will er sich doch gerade an das Leben in Freiheit gewöhnen. Im kalten Keller von Jensens nicht mehr ganz taufrischer Schwester gefällt es ihm. Die nicht gerade attraktive Lady serviert ihm abends während des polnischen TV-Programms derbe Kost, die er mit noch derberen Sexszenen bezahlen muss, auch die Ex-Frau will nur einen Quickie und die nette Sekretärin in der Werkstatt verliert ebenfalls nicht viel Zeit, um zur Sache zu kommen. Gebratener Fisch gegen Sex-Pflicht, das ermüdet selbst den stärksten Mann.

Die Mimik von Stellan Skarsgard spricht Bände. Er steht als grauhaariger Zopfträger im Mittelpunkt - doch die Damen wollen nur sein bestes Stück, der wieder gefundene Sohn und seine schwangere Frau wollen dagegen nichts von ihm, obgleich der Daddy so gerne "en famille" machen möchte. Am Ende wird er glücklicher Großvater und entsorgt den lästigen Gangsterboss. In die Sonne blinzelnd kann das Leben beginnen. Moland, 2004 mit "Beautiful Country" im Berlinale-Wettbewerb, setzt nicht nur auf den unschlagbar guten Hauptdarsteller, sondern auf die richtige Besetzung bis in die winzigste Nebenrolle - vom kleinwüchsigen Waffenhändler bis zum trotteligen Adlatus von Jensen, vom Werkstattbesitzer mit schneller Stakkatosprache im Gegensatz zu Ulriks schwerfälliger Diktion, von der Vermieterin, die dem Objekt der Begierde nach vollendetem Akt zufrieden auf die Schulter hämmert bis hin zur jungen Frau, die ihn schnell, zu schnell in Wohnung bzw. Bett lädt.

Im tristen Grau des Nordens umkreist er den Protagonisten mit einem lachenden und einem weinenden Auge, erinnert in seiner Skurrilität und Stil manchmal an ältere Filme der Coen-Brüder. Das Leben ist ein stiller Fluss mit Untiefen. mk.

Darsteller:  Stellan Skarsgård   als Ulrik
  Bjørn Floberg   als Rune Jensen
  Gard B. Eidsvold   als Rolf
  Jorunn Kjellsby   als Karen Margrethe
  Jan Gunnar Røise   als Geir
  Jannike Kruse   als Merete
  Bjørn Sundquist   als Sven
  Jon Øigarden   als Kristian
  Kjersti Holmen   als Wenche
  Julia Bache-Wiig   als Silje
  Aksel Hennie   als Samen
 
Regie:  Hans Petter Moland  
Buch:  Kim Fupz Aakeson  
Kamera:  Philip Øgaard  
Produzent:  Finn Gjerdrum  
  Stein B. Kvae  
 

Ein Mann von Welt in der Fotoshow

 

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Features

 

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Stellan Skarsgård

Er spielt die umsichtigen Charaktere, die als Profis in ihrem jeweiligen Beruf mit einer Spur Nachdenklichkeit, aber immer mit Elan...