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Leihvideo
Erhältlich seit:
01.10.2010
Originaltitel: The Last Station
Drama/ Biographie
Deutschland/Russland 2009
Laufzeit: 107 Min.
FSK: ab 6
Helen Mirren
Christopher Plummer
James McAvoy
Regie: Michael Hoffman
Warner Home Video Germany

Die letzten Tage des Schriftstellers Leo Tolstoi zwischen Liebe und Leidenschaft, Revolution und Intrige, Familie und Freunden.
Kein Historienschinken, sondern eine auf dem Minenfeld der Emotionen tanzende Geschichte ist Michael Hoffmans filmischer Streifzug durch "Tolstojs letztes Jahr" sehr frei nach dem Roman von Jay Parini. In beeindruckender Bilderflut und breiter Epik entwirft er das Porträt des berühmten Schriftstellers und das einer Gesellschaft zwischen Revolution und Restauration.
Im Mittelpunkt stehen Leo Tolstoi und seine Frau Sofia, seit 48 Jahren verheiratet und durch Höhen und Tiefen taumelnd. Sie beobachtet mit Skepsis, wie Tolstois engster Vertrauter Chertkov ihren Mann dazu überredet, sein Werk dem russischen Volk zu vermachen, versucht sich mit Tolstois jungem Sekretär Valentin zu verbünden und kämpft für ihr Recht.
Die Mischung aus historischen Fakten und Fiktion funktioniert wie bei den Werken des Autors auch im Film, der den Schöpfer von "Krieg und Frieden" oder "Anna Karenina" als moralische Instanz vorstellt, der sein bisheriges Leben aufgibt, um seine Ideale zu verwirklichen und unter dramatischen Umständen bei Nacht und Nebel von seinem Gut flieht. Die Reise in den Süden Russlands endet mit seinem Tod in einer Bahnwärterunterkunft. Während sich Sofia und Chertkov unversöhnlich gegenüberstehen und beide den naiven Valentin, der den Sozialreformer verehrt, dazu bringen wollen, für sie heimlich Tagebuch zu führen, lernt der Jünger verbotene sexuelle Lust kennen. Und das ausgerechnet im Lager der Tolstojaner, die sich der Askese, Gewalt- und Besitzlosigkeit verschrieben haben. Der adelige und Einfachheit predigende Dichterfürst im Bauernkittel agiert hier als Vorbild und Leitfigur einer zivilisationskritischen Bewegung in den Fängen eines Sektierers.
Im durchweg starken Ensemble mit Paul Giamatti als undurchsichtigem Freund und James McAvoy als Mittler zwischen den Fronten liefern Helen Mirren und Christopher Plummer vor den Trümmern ihrer Ehe eine Oscar-reife Performance, sie als eifersüchtige Hysterikerin, die um ihr Erbe fürchtet, er ein Philosoph, der sich nach Ruhe und Frieden sehnt. Trotz aller Divergenzen ist es aber auch die anrührende Geschichte einer starken Liebe und deren tragisches Scheitern. "Ein russischer Sommer" verwebt die persönlichen Perspektiven verschiedener Figuren zu einem schillernden Kaleidoskop sozialer Verwerfungen und individueller Zerrissenheit am Vorabend des Ersten Weltkriegs und der Weltrevolution, wirft einen neuen Blick auf den Literaten. mk.
1910. Leo Tolstois Frau Sofia (Helen Mirren), seit 48 Jahren mit dem weltberühmten Autor verheiratet, ist außer sich: Tolstois (Christopher Plummer) engster Vertrauter Tschertkow (Paul Giamatti) hat ihren geliebten Mann hinter ihrem Rücken dazu überredet, die wertvollen Rechte an seinen Werken nicht ihr und den gemeinsamen Kindern, sondern dem russischen Volk zu vermachen.Und das, obwohl sie ihm ihr Leben gewidmet hat. Ja sogar, eigenhändig, das Manuskript von "Krieg und Frieden" sechs Mal abgeschrieben hat!
Voller Leidenschaft nimmt sie den Kampf um ihr gutes Recht auf - doch an den Idealen (und dem Ego) ihres Mannes ist nicht zu rütteln. Je mehr Sofia wie eine Furie durch den herrschaftlichen Familiensitz fegt, desto leichter wird es für Tschertkow, Tolstoi von der Richtigkeit seiner Entscheidung zu überzeugen. Genau zwischen die Fronten dieses Minenfelds gerät Walentin (James McAvoy), Tolstois junger neuer Sekretär. Als glühender Verehrer bewundert er vor allem Tolstois Ansichten über die bedingungslose Liebe - auch wenn sich seine eigenen Erfahrungen auf diesem Gebiet bisher noch in Grenzen halten. Ganz im Gegensatz zur schönen und geistreichen Lehrerin Mascha (Kerry Condon), die ihre Gedanken über freie Liebe und Sex zum Erstaunen Valentins offen und unbekümmert äußert.
Während der Konflikt zwischen Tolstoi und Sofia epische Ausmaße annimmt und eine wunderbare, lebenslange Liebe nach Jahren des Glücks zum Scheitern zu bringen scheint, lernt Walentin selbst in diesem Sommer die Liebe endlich kennen?
Quelle: Warner Home Video
| Darsteller: | Helen Mirren | als Sofia Tolstoi | |
|---|---|---|---|
| Christopher Plummer | als Leo Tolstoi | ||
| James McAvoy | als Valentin Bulgakov | ||
| Paul Giamatti | als Vladimir Chertkov | ||
| Anne-Marie Duff | als Sascha | ||
| Kerry Condon | als Mascha | ||
| John Sessions | als Duschan | ||
| Patrick Kennedy | als Sergejenko | ||
| Tomas S. Spencer | als Andrej Tolstoi | ||
| Lars Jörman | als junger Tolstoi | ||
| Christian Gaul | als Ivan | ||
| Wolfgang Häntsch | als Priester | ||
| David Masterson | als Reporter | ||
| Anastasia Tolstoj | als trauerndes Mädchen | ||
| Nenad Lucic | als Vanja | ||
| Regie: | Michael Hoffman | ||
| Buch: | Michael Hoffman | ||
| Musik: | Sergej Jewtuschenko | ||
| Kamera: | Sebastian Edschmid | ||
| Produzent: | Jens Meurer | ||
| Chris Curling | |||
| Bonnie Arnold | |||
| Jean-Luc Ormières | |||
Ein russischer Sommer in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Dt. f. Hörg.
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: Entfallene Szenen, Outtakes, Making of, Interviews, Trailer
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