DVD Kaufvideo

Ein Schiff wird kommen

Bizarres Großstadtmärchen über einen arbeitslosen Mitt-Fünfziger, der sich eine Frau kauft.


Ein Schiff wird kommen

Kaufvideo

Erhältlich seit:
15.12.2005

Originaltitel: Ein Schiff wird kommen

Drama

Deutschland 2002
Laufzeit: 104 Min.
FSK: ab 12

Karl Kranzkowski
Christina Große
Paul Faßnacht

Regie: Pepe Planitzer
AVU-Video-Vertriebs-GmbH

Bild 1 von 10

Filmbewertung


(0 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
Ein Schiff wird kommen

Mit seinem fantasievollen Kinodebüt "Ein Schiff wird kommen" gibt Pepe Planitzer eine hervorragende Visitenkarte ab. Der 32jährige Berliner zieht in diesem modernen Großstadtmärchen über drei Menschen, deren Wege sich zufällig kreuzen, alle Register, vereint epische Erzählkunst, originelle Figuren, doppelbödigen Humor und poetische Bildkraft.

Manchmal wundert man sich, dass ein Film trotz aller Schwierigkeiten entsteht. Als Produzent Wolfgang Katzke 1998 beim Pitching während der Tage des Fernsehspiels auf den Stoff stieß, schien alles einfach, Regisseur und Produzent waren sich schnell einig, das Projekt für nur 1,5 Mio. Euro zu stemmen. Doch dann kriegte eine Förderung kalte Füße und auch der avisierte Verleih sprang ab. Letztendlich konnten die Macher auf die Filmförderung Baden-Württemberg, Hamburg und BKM bauen, nach 38 Drehtagen in Prag, Hamburg, und Berlin war der Film im Kasten.

Die Handlung ist herrlich absurd, kurios und skurril. Bruno Winter, Mitte Fünfzig, hat schon bessere Tage gesehen. Als Chirurg machte er sich in der DDR unbeliebt, seitdem jobbt er als Busfahrer. Doch auch damit ist jetzt Schluss. Auf Drängen seiner Mutter "kauft" er sich bei einer dubiosen Agentur eine Frau, um auf dem Land ein neues Family-Life zu starten. Die junge Anita, die Kinder nach Deutschland schmuggelt, wird von den Vermittlern zurückverlangt und Bruno steht plötzlich vor einem handfestem Problem: einem siebenjährigen vietnamesischen Jungen, der aus Anitas vergessenem Koffer krabbelt. Wenn dann noch Kokainpäckchen in falsche Hände gelangen, der ewig gestrige Vater mit einem Schützenpanzer vor dem Reichstag herumkutschiert und die Gangster der Stadt Bruno brachial verfolgen, nimmt das Chaos seinen Lauf.

Planitzers tragikomische Parabel auf das Leben zwischen Schicksal und Zufall spielt auf verschiedenen Ebenen. Da gibt es die sich entwickelnde Beziehung zwischen den beiden Erwachsenen, die immer über ihre eigenen Ängste stolpern, eine Art Slapstick-Gaunerkomödie von Zuhältern und Dieben und die Geschichte von Kindern, die wie Ware verschachert werden. Und mittendrin Szenen, die an Surrealität kaum zu übertreffen sind, wenn ein störrisches Pferd U-Bahn fährt oder es sich im Wohnzimmer gemütlich macht, bei Gefahr im Verzug aber die Helden wie in einer alten Saga in Sicherheit bringt.

Es sind die wie aus einem verwunschenen Zauberwald stammenden Bilder, die in Erinnerung bleiben, nicht die etwas laue Logik. Am Ende finden sich Anita, Bruno und der kleine Vietnamese, der sogar mit dem Paar in ein fernes Land aufbricht. Im Bauch eines Schiffes, in dem sich Menschen verschiedener Couleur versteckt halten - Fremde, auf dem Weg in eine ungewisse Zukunft. Diesem gelungenem Spiel zwischen Traum und Wirklichkeit sollte in Arthouse-Kinos Erfolg beschieden sein. mk.

Ein Schiff wird kommen

Bruno Winter ist Mitte fünfzig. Früher einmal, in der DDR, war er Chirurg. Aber nach einer Auseinandersetzung mit dem Staat verbannten ihn die Funktionäre aus diesem Job. Seitdem fährt er Busse. Seine Mutter überredet ihn, sich bei einer Agentur eine Frau zu kaufen, um mit dieser dann auf dem elterlichen Bauernhof ein neues Leben zu beginnen. Frauenvermittler verschachern ihm wenige Tage darauf Anita; eine Frau, die ihn in der Tat fasziniert. Doch die Vermittler wollen die Frau zurück. Das will Bruno nicht akzeptieren. Anita arbeitet eigentlich als Kurier, schmuggelt in einem Koffer Kinder nach Deutschland.

Quelle: AVU

Darsteller:  Karl Kranzkowski   als Bruno
  Christina Große   als Anita
  Paul Faßnacht   als Oswald
  Duc Vu Trung   als Junge
  Hermann Beyer   als Vater
  Carmen-Maja Antoni   als Mutter
  Fabian Busch   als Leo
 
Regie:  Pepe Planitzer  
Buch:  F. O. Spoonman  
Kamera:  Konstantin Kröning  
Produzent:  Wolfgang Katzke  
 

Fassungen

 

facebook

 

Features

 

Star

Karl Kranzkowski

Karl Kranzkowski begann seine Karriere als Theaterschauspieler in der ehemaligen DDR. Seit Ende der 90er-Jahre wurde er als...

 

Star

Christina Große

Christina Große war in diversen Fernsehfilmen und -serien im deutschen Fernsehen zu sehen, unter anderen in Krimi-Reihen wie "Tatort" und...