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Leihvideo
Erhältlich seit:
25.03.2004
Originaltitel: Intolerable Cruelty
USA 2003
Laufzeit: 96 Min.
FSK: ab 12
George Clooney
Catherine Zeta-Jones
Geoffrey Rush
Regie: Joel Coen
Universal Pictures Germany

"Intolerable Cruelty" (Originaltitel), unerträgliche Grausamkeit, werfen sich die diversen geldgierigen Scheidungsparteien in der ersten romantischen Komödie der Brüder Joel und Ethan Coen vor - was beim Festivalpublikum von Venedig hervorragend ankam. Es bedachte das Werk ob seines hohen Tempos, guten Timings und wunderbaren Wortwitzes mit standing ovations und Szenenapplaus. Die Zeichen stehen für UIP also gut für eine umsatzstarke Kinoauswertung, wenn man allein schon die Zugkraft der beiden Hauptdarsteller George Clooney und Catherine Zeta-Jones bedenkt.
"Irreconcilable Differences", unüberbrückbare Meinungsverschiedenheiten, waren bei Charles Shyers Scheidungskomödie aus dem Jahre 1984 noch Grund genug für Ryan O'Neal, seine Frau ungestraft sitzen zu lassen, um sich Freundin Sharon Stone widmen zu können. Mit solchen Lappalien braucht man Miles Massey (George Clooney), einem Beverly Hills Spitzenanwalt, Fachgebiet Eherecht, erst gar nicht zu kommen. Er richtet alles - ganz wie der Klient es wünscht - und darüber ist er steinreich geworden. So muss etwa der cholerische Fernsehproduzent Donovan Donaly (Geoffrey Rush) sein gesamtes Vermögen der untreuen Gattin überlassen, obwohl er diese in flagranti mit dem unterbelichteten Beau vom Poolservice - "Wir haben gar keinen Pool!" - erwischt hat. Mandant Rex Rexroth (Edward Herrmann) hingegen braucht nicht einen Cent seiner Millionen abgeben - trotz der gestochen scharfen Videoaufnahmen, die ihn und seine drei Barbie-Gespielinnen zeigen wie sie gerade ein Hotelbett zur Hüpfburg umfunktionieren. Fortan sinnt Ms. Rexroth (Catherine Zeta-Jones), bissige "Goldgräberin" und echte Augenweide, auf Rache - und dem erfolgreichen Winkeladvokaten tritt erstmals der Angstschweiß auf die Stirn.
Als Komödie über "Liebe, Gier, Erpressung und Scheidung" beschreibt Produzent Brian Grazer ("A Beautiful Mind") diese bis dato leichtgewichtigste Arbeit der Brüder Joel und Ethan Coen ("The Big Lebowski", "Fargo"), die hier erneut bewiesen, dass sie immer noch zu den innovativsten Filmemachern Hollywoods zählen. Ursprünglich wegen ihres dunklen, hintersinnigen Humors nur engagiert, um das Drehbuch zu überarbeiten, gelang es Grazer schließlich, Joel Coen zu überzeugen, auch Regie zu führen. Als Köder dienten George Clooney und Billy Bob Thornton, die schon bei "O Brother, Where Art Thou?" bzw. "The Man Who Wasn't There" höchst erfolgreich mit den Coens zusammen gearbeitet hatten. Aus einer durchschnittlichen Komödie der Irrungen ist so eine klassische, pechschwarze Screwball-Comedy geworden, die streckenweise mit Howard Hawks' "Leoparden küsst man nicht" verglichen werden kann - freilich "modernisiert" mit dem für die Coens typischen, schrägen Look und scharfen, hintersinnigen Wortwitz. Ganz in der Tradition von Gary Grant und Katharine Hepburn liegen sich die beiden Streithähne in den Haaren, während man als Zuschauer nur darauf wartet, bis sie einander endlich in die Arme fallen.
"Intolerable Cruelty", der im Scheidungsparadies Las Vegas und der Glitzermetropole Los Angeles aufgenommen wurde, nutzt seine Schauplätze aufs beste und macht sich augenzwinkernd über Schönheits- und Geldkult, Hochzeiten und Scheidungen lustig. Eröffnet mit einem ironisch-nostalgischen, an Monty-Python-Sketche erinnernden Vorspann, untermalt von einem wunderbaren Carter-Burwell-Score, kommentieren zudem zahlreiche Ohrwürmer die Handlung - wobei allein schon die Eröffnungsszene, in der Geoffrey Rush im Jaguar-Cabrio einen Simon-and-Garfunkel-Hit mitschmettert, den Kinobesuch rechtfertigt. Die beste schauspielerische Einlage liefert - inmitten eines hervorragenden Ensembles - Billy Bob Thornton ab, der einen texanischen Ölbaron mimt und behauptet: "Es ist eine diese Figuren von denen man glaubt, dass sie gar nicht existieren - aber es gibt sie wirklich". Genauso wie man bis dato meinte, dass die Coens keinen Mainstream machen könnten - weit gefehlt. geh.
| Darsteller: | George Clooney | als Miles Massey | |
|---|---|---|---|
| Catherine Zeta-Jones | als Marylin Rexroth | ||
| Geoffrey Rush | als Donovan Donnelly | ||
| Cedric the Entertainer | als Gus Petch | ||
| Edward Herrmann | als Rex Rexroth | ||
| Richard Jenkins | als Freddy Bender | ||
| Billy Bob Thornton | als Howard D. Doyle | ||
| Paul Adelstein | als Wrigley | ||
| Julia Duffy | als Sara Sorkin | ||
| Jonathan Hadary | als Baron Kraus von Espy | ||
| Tom Aldredge | als Herb Myerson | ||
| Stacey Travis | als Bonnie Donaly | ||
| Jack Kyle | als Ollie Olerud | ||
| Irwin Keyes | als Wheezy Joe | ||
| Judith Drake | als Mrs. Gutman | ||
| Royce D. Applegate | als Mr. Gutman | ||
| George Ives | als Anwalt von Mr. Gutman | ||
| Booth Colman | als Untersuchungsrichter | ||
| Kristin Dattilo | als Junges Mädchen von Rex | ||
| Wendle Josepher | als Vorzimmerdame von Miles | ||
| Mary Pat Gleason | als Kellnerin | ||
| Mia Cottet | als Ramona Barcelona | ||
| Regie: | Joel Coen | ||
| Buch: | Ethan Coen | ||
| Joel Coen | |||
| Robert Ramsey | |||
| Matthew Stone | |||
| Musik: | Carter Burwell | ||
| Kamera: | Roger Deakins | ||
| Produzent: | Ethan Coen | ||
| Brian Grazer | |||
Ein (un)möglicher Härtefall in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch dts, Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1/dts
Untertitel: Deutsch, Engl. f. Hörg.
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Making of, Featurette, Outtakes
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