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Eine Hochzeit zum Verlieben

Adam Sandler läßt seinen Charme sprühen in der unterhaltsamen Liebeskomödie im 80er-Look.


Eine Hochzeit zum Verlieben

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Erhältlich seit:
15.10.2010

Originaltitel: The Wedding Singer

Komödie

USA 1997
Laufzeit: 91 Min.
FSK: ab 6

Adam Sandler
Drew Barrymore
Christine Taylor

Regie: Frank Coraci
Warner Home Video Germany

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Eine Hochzeit zum Verlieben

Robbie Hart ist auf Hochzeiten ein gern gesehener Alleinunterhalter, bis ihn die eigene Braut eines Tages allein vorm Altar stehen läßt. Und als wäre dies nicht schon schlimm genug, muß der junge Man nun auch noch die Vermählung seiner besten Freundin Julia mit dem widerlichen Börsenmakler Glenn verhindern. Der Grund: Robbie ist selbst Hals über Kopf das hübsche Mädchen verliebt, traut sich dies aber ihr gegenüber nicht zuzugeben. Da entschließt er sich, an Bord eines Flugzeuges, Julia einen ungewöhnlichen Heiratsantrag zu machen...

Frank Coraci hat hier eine charmante romantische Komödie in Szene gesetzt, die gleichzeitig eine nostalgische musikalische Reise durch die 80er Jahre ist. Während Nena, Falco und Co. immer noch ins Ohr gehen, erweisen sich Comedy-Star Adam Sandler ("Happy Gilmore") und Publikumsliebling Drew Barrymore ("Scream") als tragfähiges Gespann in der Tradition von Spencer Tracy und Katharine Hepburn. Witzige Kurzauftritte von Steve Buscemi und Billy Idol runden dieses leicht verdauliche Filmvergnügen ab.

Eine Hochzeit zum Verlieben

Nach "Ein Mann - ein Mord" und "Romy und Michele" geht mit "The Wedding Singer" die an den Kinokassen bislang aussichtsreichste Komödie an den Start, die sich in den modischen Stilverirrungen der 80er Jahre suhlt. "Saturday Night Live"-Komiker Adam Sandler, der sich bisher in überdrehten Klamotten wie "Billy Madison" und "Happy Gilmore" als zumeist an der Grenze des Menschen Erträglichen blödelnde Nervensäge hervortat, gelingt es, sich in der charmanten Liebeskomödie als kompetenter, romantischer Lead zu etablieren und in der Rangliste der neuen Generation von Witzbolden gleich hinter Jim Carrey einzureihen. In den USA am Valentinstag-Wochenende mit einem sensationellen Einspiel von 22,5 Mio. Dollar gestartet, scheint auch das Publikum dem neuen Adam Sandler in Scharen zuzusprechen.

Natürlich bleibt dem Blödelbarden ausreichend Gelegenheit, seinen ausufernd albernen Humor, den seine zalhreichen alten Fans von ihm erwarten, auszuleben - bevorzugt mit dem Vortragen von inbrünstig geschmetterten Hits der nicht ganz so Rockin' 80's. Da er den Sänger einer professionellen Hochzeitsband mimt, fügen sich seine musikalischen Ergüsse hier erstmals nahtlos in die leichte Komödien-Story ein, die von Sandlers langjährigem "SNL"-Kollegen Tim Herlihy im Stil einer klassischen Liebeskomödie der 30er und 40er Jahre geschrieben wurde. Auf ätzend-bösartigen Humor wurde verzichtet, stattdessen wird in spritzig-liebenswerter Manier ein herzerwärmender und zugleich augenzwinkernder Hindernislauf in Sachen Liebe serviert.

Robbie Hart (Sandler) tritt bei Hochzeiten als Sänger auf, bei denen Julia (Drew Barrymore) als Bedienung arbeitet. Beide sind mit anderen, ihnen unwürdigen Partnern verlobt. Doch während der auf Familie fixierte Robbie gleich zu Beginn vor dem Traualtar sitzengelassen wird und daraufhin in ein tiefes Jammertal stürzt (akustisch begleitet von "Love Stinks" von der J. Geils Band), ist Julia den Großteil des Films mit Vorbereitungen zu ihrer Hochzeit mit einem extrem ekelhaften Don-Johnson-Verschnitt der "Miami Vice"-Ära beschäftigt. Doch nach diversen Verwicklungen und Umwegen können sich die klar füreinander bestimmten Liebenden in die Arme schließen.

Regisseur Frank Coraci (inszenierte bisher nur die unerhebliche Videopremiere "Murdered Innocence") gelingt es, eine relativ ausgewogene Balance zwischen abgedrehten und bewegenden Momenten zu halten. Der Look der Zeit mit seiner legendär geschmacklosen Mode in Pastellfarben wurde von Kostümdesignerin Mona May (leistete schon bei "Romy und Michele" und "Clueless - Was sonst?" beachtliches) perfekt eingefangen. Dazu schwingt Coraci gnadenlos die Popkulturreferenzen-Keule, und so tummeln sich schräge Kopien von Madonna (Christina Taylor aus "Die Brady Family"), Michael Jackson (Allen Covert) und Boy George (Alexis Arquette) auf der Leinwand. In kurzen Auftritten sind zudem Steve Buscemi, Jon Lovitz und 80er-Ikone Billy Idol höchstselbst zu sehen. Viel nostalgischer Spaß kommt auch mit dem Aufspielen von diversen Musikklassikern der Ära auf, wobei das absolute Highlight die umwerfende Version einer agilen Greisin von "Rappers Delight" von der Sugarhill Gang ist. Sandler dürfte sich dank des vorhersehbaren Erfolges von "The Wedding Singer" endgültig in die Riege der neuen Generation von "SNL"-geschmiedeten Stars einreihen können, gleich hinter Speerspitze Jim Carrey, der unerreicht bleibt. ara.

Darsteller:  Adam Sandler   als Robbie Hart
  Drew Barrymore   als Julia Sullivan
  Christine Taylor   als Holly
  Allen Covert   als Sammy
  Matthew Glave   als Glenn Gulia
  Ellen Albertini Dow   als Rosie
  Angela Featherstone   als Linda
  Alexis Arquette   als George
  Christina Pickles   als Angie Sullivan
  Jon Lovitz   als Jimmie Moore
  Steve Buscemi   als David
  Kevin Nealon   als Mrs. Simms
  Billy Idol   als Billy Idol
  Steven Brill   als Glenns Kumpel
 
Regie:  Frank Coraci  
Buch:  Tim Herlihy  
Musik:  Teddy Castellucci  
Kamera:  Timothy Suhrstedt  
Produzent:  Robert Simonds  
  Jack Giarraputo  

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Dieses bemitleidenswerte Schicksal wird demnächst Adam Sandler in "Fifty First Kisses" erleiden: Seine Traumprinzessin Drew Barrymore leidet unter einer schweren Störung des Kurzzeitgedächtnisses - so muss Adam dafür sorgen, dass sich die Schöne Tag für Tag aufs Neue in ihn verliebt. Da kann sich Sandler gleich ein Paar Tipps von Bill Murray und Guy Pearce holen.

Es ist übrigens nicht das erste mal, dass Adam und Drew sich 51 und mehr heiße Küsse schenken: Die beiden sorgten schon in "Eine Hochzeit zum Verlieben" für Knistern und Komik.

Ein Regisseur wird indes noch gesucht, Wunschkandidat Jay Roach ("Austin Powers in Goldständer") hat leider abgesagt.

Man darf gespannt sein, welche absurden Tricks sich Comedy Bad Boy Sandler einfallen lassen wird, um Drews Herz für mehr als nur ein paar Stunden zu gewinnen. Schließlich ist "Big Daddy" nicht gerade für die leisen Töne bekannt...

 

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