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Eine offene Rechnung

US-Remake eines israelischen Agentendrama von 2007 um ein dreiköpfiges Spezialkommando, das nach Jahrzehnten einen Auftrag zu Ende bringen muss.


Eine offene Rechnung

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Erhältlich seit:
26.01.2012

Originaltitel: The Debt

Thriller

USA/Großbritannien/Ungarn 2010
Laufzeit: 108 Min.
FSK: ab 16

Helen Mirren
Sam Worthington
Jessica Chastain

Regie: John Madden
Universal Pictures Germany

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Eine offene Rechnung

Drei Mossad-Veteranen werden 1997 in ihrer Heimat als Helden gefeiert. Die Journalistin Sarah Gold hat gerade ein vielbeachtetes Buch über die Operation geschrieben, bei der ihre Mutter Rachel Singer gemeinsam mit ihren Mitstreitern David und Stefan den Nazi-Kriegsverbrecher Dieter Vogel, den "Chirurgen von Birkenau", 1965 in Ost-Berlin aufgespürt und bei dessen Flucht erschossen haben. David ist über die Publikation beunruhigt, und dann behauptet auch noch ein Mann in der Ukraine, der getötete Vogel zu sein.

Remake des israelischen Thrillers "Der Preis der Vergeltung"". Das Autorenduo Matthew Vaughn und Jane Goldman ("Kick-Ass") hält sich nah ans Original, Regisseur John Madden ("Shakespeare in Love") beweist, dass er auch eine klassische Agentengeschichte sauber und spannend zu erzählen versteht. Versiert springt er zwischen den Zeitebenen, handwerklich sauber setzt er die Action um. Sein größtes Plus sind jedoch seine Schauspieler, allen voran "Queen" Helen Mirren, Jessica Chastain und "Avatar"-Star Sam Worthington.

Eine offene Rechnung

Stilsicheres, spannendes Remake des israelischen Spionagedramas "Ha-Hov", in dem John Madden drei Ex-Agenten reaktiviert, um eine alte verdeckte Operation zum Abschluss zu bringen.

"Eine offene Rechnung" gilt es für die Helden John Maddens zu begleichen, der sich hier einmal mehr als versierter Genre-Regisseur erweist. Einen Oscar als bester Film gewann seine historische Komödie "Shakespeare in Love", in den Krieg zog er bei "Corellis Mandoline" und dem Privatleben König Victorias widmete er sich bei "Ihre Majestät Mrs. Brown". Nun stehen die Zeichen auf Thriller, auf Täuschung und Verrat, Rache und die langen Schatten der Vergangenheit. Das Drehbuch lieferte das Autorenduo Matthew Vaughn und Jane Goldman ("Kick-Ass"), deren verschachteltes Skript auf dem israelischen Agenten-Drama "Ha-Hov" (dt. TV-Titel: "Der Preis der Vergeltung") aus dem Jahre 2007 basiert.

"The Debt", "Die Schuld", heißt der Film im Original und eine solche haben sich drei Mossad-Agenten aufgeladen. Seit Jahren schleppen sie sie mit sich herum, hoffen sie nie begleichen zu müssen. Doch die Wahrheit kommt irgendwann immer ans Licht. Unerwartet, zufällig. Ein Buch bringt die Lawine ins Rollen. 1997 von der Journalistin Sarah Gold publiziert. Von ihrer Mutter, der gefeierten patriotischen Kämpferin Rachel Singer (Helen Mirren), erzählt sie. 1965 hat diese in Ost-Berlin mit David (Ciarán Hinds) und Stefan (Tom Wilkinson) den Kriegsverbrecher Dieter Vogel, berühmt-berüchtigt als "Chirurg von Birkenau", aufgespürt. Ihrem Zugriff hat er sich durch Flucht entzogen, Rachel hat daraufhin auf ihn geschossen, ihn getötet. So lautet zumindest die offizielle Version.

Elegant springt Madden zwischen den Zeitebenen. Inszeniert die aus dem Ruder gelaufene Operation als spannenden Actioner - Sam Worthington und Newcomerin Jessica Chastain ("The Tree of Life") gefallen als David und Rachel in jungen Jahren -, vergisst aber darüber nicht, auf nostalgische Agentenfilmmomente mit den Genre-bedingten Rochaden und Heimlichkeiten einzugehen. Die emotionalen Spannungen im Team beleuchtet er, die Jahre später noch auf die einzelnen Mitglieder nachwirken. Singer wird gegen ihren Willen reaktiviert, persönliche Fragen und die der Staatsräson rücken ins Zentrum der Handlung.

"Queen" Helen Mirren glänzt als in die Jahre gekommene Agentin, die erstmals damit fertig werden muss, die Tochter Jahre lang belogen zu haben, eine Klasse für sich ist der wuchtige Tom Wilkinson ("Der Ghostwriter") als undurchschaubarer Meisterspion. Ein wenig Schade nur, dass sich die Filmemacher um moralische und historische Fragen, sei es Vergangenheitsbewältigung oder Selbstbild und Rechtsempfinden Israels, herumgedrückt haben. Hier wäre mehr Tiefe möglich gewesen. Doch letztendlich zählt das bei einem Spionagethriller wenig, der so glatt und reibungslos funktioniert wie seine Figuren.

geh.

Eine offene Rechnung

30 Jahre sind vergangen seitdem Rachel Singer (Helen Mirren) an einer spektakulären Mission des israelischen Geheimdienstes teilnahm. Gemeinsam mit zwei jungen Kollegen sollte die unerfahrene Mossad-Agentin den berüchtigten Kriegsverbrecher Dieter Vogel festnehmen und vor Gericht bringen - doch der sadistische "Chirurg von Birkenau" starb auf den Straßen Ostberlins. Als plötzlich ein Mann behauptet, der totgeglaubte Doktor zu sein, muss Rachel sich ihrer Vergangenheit stellen ...

Quelle: Universal Pictures

Darsteller:  Helen Mirren   als Rachel Singer
  Sam Worthington   als David, jung
  Jessica Chastain   als Rachel Singer, jung
  Jesper Christensen   als Doktor Bernhardt / Dieter Vogel
  Marton Csokas   als Stefan, jung
  Ciarán Hinds   als David Peretz
  Tom Wilkinson   als Stephan Gold
  Romi Aboulafia   als Sarah
 
Regie:  John Madden  
Buch:  Matthew Vaughn  
  Jane Goldman  
  Peter Straughan  
Musik:  Thomas Newman  
Kamera:  Ben Davis  
Produzent:  Matthew Vaughn  
  Eduardo Rossoff  
  Kris Thykier  
  Eitan Evan  
 

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