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Eine zweite Chance

Familiendrama um einen Hausfrauen-Phönix aus der Selbszweifel-Asche, der von Sandra Bullock überzeugend dargestellt wird.


Eine zweite Chance

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Erhältlich seit:
03.05.2004

Originaltitel: Hope Floats

Drama

USA 1998
Laufzeit: 109 Min.
FSK: ab 6

Sandra Bullock
Harry Connick jr.
Gena Rowlands

Regie: Forest Whitaker
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

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Eine zweite Chance

Ausgerechnet im Fernsehen erfährt Birdee Pruitt, daß ihr Mann sie betrügt. Sie verläßt Chicago und zieht mit der achtjährigen Tochter Bernice zurück in ihre Heimatstadt Smithville, Texas. Zuflucht findet Birdee im Haus ihrer spleenigen Mutter Ramona Calvert. Bald trifft sie ihren ehemaligen Klassenkameraden Justin Matisse wieder. Unverhohlen macht dieser ihr den Hof - ohne Erfolg. Zu verwirrt, zu verletzt ist Birdee noch. Erst als sie erkennt, daß sie gar nicht so schwach ist, wie sie immer dachte, ergreift Birdee ihre zweite Chance...

Nach seinem Regie-Debüt "Waiting to Exhale" zeigt sich Hollywood-Star Forest Whitaker erneut als sensibler Kenner der weiblichen Psyche. Romantisch und dennoch von tiefem Ernst durchzogen, erzählt er in seinem einfühlsamen Liebesdrama ganz nebenbei auch von einer schwierigen Mutter-Tochter-Beziehung. In der Hauptrolle der betrogenen Ehefrau brilliert Sandra Bullock mit einer der differenziertesten Leistungen ihrer Karriere, Gena Rowlands schlägt sich gewohnt eindrucksvoll, und Harry Connick Jr. versprüht als verliebter Naturbursche viel natürlichen Charme.

Eine zweite Chance

Sandra Bullock ("Während du schliefst") ist wieder in Sachen Gefühlkino aktiv, nachdem sich ihr letzter Actionfilm "Speed 2" rasant als Fahrkarte ins Karrieretief erwies. Dabei hatte Bullock ihr Mitwirken am "Speed"-Sequel von der anschließenden Realisation von "Hope Floats" abhängig gemacht. Unerwarteterweise wurde das als Romantikkomödie vermarktete Familiendrama so zum cinastischen Rettungsring, mit dem Everybody's Darling hofft, wieder ganz oben mitschwimmen zu können.

Bullocks Rolle der einst vom Erfolg verwöhnten Prom Queen, der der Glanz abhanden kommt und die sich mühsam wieder hochrappelt, drängt einen Vergleich zur jüngeren Vergangenheit des Stars auf. Sie zeigt sich von einer verletzlichen Seite und setzt gleichzeitig ihren bewährten sympathischen All-American-Darling-Appeal gewinnbringend ein. Leider ist Regisseur Forest Whitakers Folgefilm nach "Waiting to Exhale" nach einem vielversprechenden Start emotional eher eintönig und dramaturgisch energielos ausgefallen. So kann die Story vom Hausfrauen-Phönix, der aus der Selbstzweifel-Asche steigt, das Interesse trotz einer Sandra Bullock nicht immer uneingeschränkt aufrechterhalten.

Birdee Pruitt ist Gast bei einer "Jerry Springer"-ähnlichen Talkshow, bei der ihr ihre beste Freundin im öffentlichen Fernsehen mitteilt, sie habe eine Affäre mit ihrem Mann Bill. National erniedrigt, flüchtet sich Birdee mit ihrer kleinen Tochter zu ihrer schrulligen Mutter ins tiefste Herz von Texas. Sie, die ihre Heimatstadt mit hocherhobenen hübschen Kopf verlassen hat, kehrt nun mit eingekniffenem Schwanz zurück. Gehässigkeit schlägt ihr von früheren Mitschülerinnen entgegen, die sie zunächst in tiefe Depression verfallen lassen. Bis sie schließlich Hand in Hand in ein neues Leben mit ihrem ehemaligen Schulkameraden Justin schlendern kann, muß Birdee jede Menge Probleme bewältigen und Gefühle offenbaren. Da werden ihre Beziehung zur Mutter, zum im Heim lebenden Vater und der ihrem lausigen Vater nachjammernden Tochter ins Reine gebracht, während ihre Romanze nur stockend Blüten trägt und der eingebaute obligatorische Konflikt der Liebenden wenig Sinn macht. Störend ist auch, das mit Hintergrundinformationen über die Figuren äußerst spärlich umgegangen wurde und angeschnittene Handlungsstränge im absoluten Nichts verlaufen. In den USA beeindruckend mit 14,2 Mio. Dollar angelaufen, bleibt abzuwarten ob der Frauenfilm im Stil des Julia-Roberts-Vehikels "The Game of Love" Stehvermögen zeigen wird. ara.

Darsteller:  Sandra Bullock   als Birdie Pruitt
  Harry Connick jr.   als Justin Matisse
  Gena Rowlands   als Ramona Calvert
  Mae Whitman   als Bernice Pruitt
  Michael Paré   als Bill Pruitt
  Cameron Finley   als Travis
  Kathy Najimy   als Toni Post
  Bill Cobbs   als Krankenpfleger
  Connie Ray   als Bobbi-Claire
  Rosanna Arquette   als Connie
 
Regie:  Forest Whitaker  
Buch:  Steven Rogers II  
Musik:  Dave Grusin  
Kamera:  Caleb Deschanel  
Produzent:  Lynda Obst  
 

Fassungen

 

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Features

 

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